Angehöriger sucht Rat

Teils bleiben ja Restsymptome, mit denen man leben muss.
Eventuell braucht sie höhere Dosierungen. Welche Dosis vom Aripiprazol hatte sie? Bis 30mg sind möglich.
Welche Dosierungen von Risperidon, Solian und Aripiprazol hatte sie eingenommen?

Für mich klingt es eben wie wenn sie zu kleine Dosierungen hatte, da Misstrauen etwa nachlassen sollte. Wenn sie eine Stimme von dir hört, dann könnte das eben so ein Restsymptom sein, wo man erstmal mehr Neuroleptika braucht oder gar eine Akutbehandlung in der Klinik mit älteren typischen Neuroleptika braucht.

Ein Neurologe ist an sich kein richtiger Psychiater, früher war das glaube ich anders. Zumindest heutige, jüngere Neurologen. Da wäre vielleicht eine zweite Meinung durch einen Psychiater ratsam, da an sich ja diese Symptome erstmal in den Hintergrund rücken müssen.
Aripiprazol sollte an sich gerade in höheren Dosierungen gut anschlagen. Bei älteren typischen Neuroleptika wie Haldol oder Fluanxol kann man akut in der Klinik auch eine gute Wirksamkeit erwarten, die sind dann aber schon stärker und wirklich nur für eine Akutbehandlung ratsam, da diese problematische Langzeitnebenwirkungen bei Dauergebrauch haben.

Ob die Stimmen real sind oder irgendetwas Unterbewusstes, darauf gibt es keine klare Antwort. Die Medikamente helfen diese Wahrnehmung zurückzudrängen und man ist dann weniger leichtgläubig, bzw. kritischer dem gegenüber. Bestätigen musst du sie nicht, dass es wirklich deine Stimme sein könnte, aber vielleicht solltest du dich trotzdem verständnisvoll zeigen und neutral bleiben, ohne ihr etwas einreden zu wollen.
Hat sie die Medikamente auch immer eingenommen als sie Aripiprazol und Risperdal etwa hatte. So etwas solltest du da eher kontrollieren, da Betroffene häufig versuchen abzusetzen und dann natürlich keine Wirkung da ist.