Hilfe! Meine Mutter hatte eine Psychose.
sitzunruhe unruhe allgemein wird sie nicht akzeptieren. Das ist grade das schlimmste für sie. krankhafte innere Unruhe. Die sitzunruhe haben wir minimal besser im Griff aber die unruhe allgemein macht sie wahnsinnig momentan
Kann auch nur anfangs sein, da solche Nebenwirkungen häufig nachlassen, wenn die Medikamente richtig angeschlagen haben.
Wie lange nimmt sie schon das Risperdal und hatte sie eine Klinikbehandlung?
Mehrere Neuroleptika gleichzeitig sind auch ungünstig. Welche Wirkstoffe und Dosierungen davon hat sie gerade und wann ist die Psychose ungefähr abgeklungen.
Diese Sitzunruhe (Akathisie) kann von vielen Faktoren abhängen und tritt vor allem im höheren Dosierbereich auf, wo man am Anfang der Behandlung auch erstmal mehr bekommt. Insofern sollte das später nachlassen und dann spielen andere Nebenwirkungen eine wichtigere Rolle.
Ich persönlich bin kein Fan vom Risperidon und hab mich darunter sehr eingeengt und schlecht gefühlt. Auch so kann während der Therapie eine Umstellung der Wirkstoffe sehr viel helfen, da zum Behandlungsbeginn und bis man sich psychisch auf die Erkrankung eingestellt hat, andere Dinge wichtig sind.
Für später wäre vielleicht eine Monotherapie vom Aripiprazol(Abilify) interessant, Aripiprazol macht leicht mehr Unruhe als Risperdal und sollte später in kleiner Dosis kein Problem sein. Anderweitig ist Aripiprazol meistens deutlich verträglicher, aber ist natürlich auch ein individueller Faktor dabei, wie man auf die Wirkstoffe reagiert.
So Kombinationen von mehreren Neuroleptika wie Quetiapin und Risperidon sollte sie auf längere Sicht meiden. Gibt beim Aripiprazol etwa die Möglichkeit, mit Antidepressiva(Trimipramin-Tropfen) den Schlaf zu verbessern und zusätzlich gegen Unruhe und vor allem Negativsymptome der Psychose etwa Bupropion (SNDRI Antidepressivum) einzunehmen, aber auch so ist bei einer konstanten Einnahme des Aripiprazols Unruhe kein Problem, da Neuroleptika gegen diese Unruhe hilft, aber Sitzunruhe etwas anders ist.
Möchte nur sagen, dass man bei Unzufriedenheit die Medikamente wechseln sollte, dann bekommt man auch so ein Gefühl, was einem guttut, wobei dieser Wechsel auf längere Zeit gedacht wäre, um das selbst beurteilen zu können. So für ein paar Tage einen Wirkstoff zu probieren ist meistens nichts und die Wirkstoffe brauchen meist 2-3 Wochen bis am Anfang der Therapie die Symptome abgeklungen sind und die Dosis reduziert werden kann, Nebenwirkungen werden manche weniger, manche und Negativsymptome bleiben häufig.
Gibt viele antipsychotische Wirkstoffe, wobei meist für zu Hause atypische Neuroleptika eingesetzt werden. Da wäre Aripiprazol und Cariprazin, die neue Generation von Atypika mit etwas anderer Wirkweise.
Gegen Psychose / Positivsymptome helfen diese im Grunde alle, schwieriger wird es bei Negativsymptomen und Nebenwirkungen, von daher eben langfristig besser auf relativ verträgliche Wirkstoffe wie Aripiprazol wechseln, wo es dann auch ergänzende Möglichkeiten wie die
Medikamente-Orientierung hier im Forum gibt.