Angehöriger sucht Rat

Ja, ist eben eine Geldmasche zur Patentverlängerung des Risperidons. Ich würde sogar sagen, dass Risperidon vom Gefühl her besser verträglich ist. Da kleine Unterschiede ja trotzdem etwas ausmachen können. Bei Escitalopram und Citalopram ist es ja ähnlich.
Xeplion ist ein Monatspräperat und da ist man völlig unflexibel, wenn man später mal reduzieren oder absetzen möchte. Eine Intervalltherapie, wie ich es empfehle, kann man so vergessen.
@marcii_2 hast du schon mal versucht komplett abzusetzen und könntest du dir vorstellen mal das Bupropion zum Risperidon auszuprobieren, wie das funktioniert. Bupropion würde so eine Intervalltherapie erleichtern, also eine zeitweise Absetzung des Neuroleptikums, wobei ich da eben nur die persönlichen Erfahrungen mit Aripiprazol habe.

Diese Abzocke mit den Medikamenten, wo Xeplion und Co. sehr teuer sind, führt langfristig nur zur Abhängigkeit und Heilung ist auf dem klassischen Weg praktisch so gut wie ausgeschlossen bei einer Schizophrenie.

Die Psychiater und Psychiatrie kritisch zu sehen ist wichtig, trotzdem muss man sich behandeln lassen, weil Erkrankung und die Probleme damit noch schlimmer sind oder sein können.
So eine intervalltherapie ist gar nicht mal so schlecht. Allerdings habe ich mal Elontril ein oder zwei Tage lang genommen was mit bopropion und wellbutrin verwandt oder fast wirkgleich ist glaube ich. Ich hatte das elontril nach zwei Tagen wieder abgesetzt da ich mich dadurch wie in einer mattscheibe gefühlt habe total benommen kleine Augen und Schwindel im Kopf. Das war einfach viel zu unangenehm.

Kann man das selbe auch mit Citalopram probieren? Oder Fluoxetin. Das waren die Antidepressiva die ich früher bekommen hatte ( fluoxetin von 2006 bis 2010 und Citalopram von 2011 bis 2014 )auch gut vertragen hatte.

Was das anbelangt wegen xeplion. Meine Mitbewohnerin bekommt 150 mg und hat überhaupt keine nebenwirkungen und macht einen total aufgeweckten Eindruck. Da hatte sie einfach Glück gehabt aber im großen und ganzen ist es halt doch nicht ganz so verträglich.

Da ist ja auch wieder individuell ist bei jedem Menschen.
Allerdings finde ich das total bescheuert dass man ein wirkgleiches Medikament vermarkten will was macht das für ein Sinn für die Patienten. Für die geldmacherei ist das natürlich geil. Trotzdem völliger menschlicher schwachsinn ?

Ich hatte früher mal eine Krasse medikamentenkombi( im Jahre 2012) Citalopram 20 mg aripiprazol 30 Mg und Quetiapin retardt 800 mg. Man konnte sich kaum mit mir noch unterhalten und war sehr in mir gekehrt.

Die medikamentenkombi von abilify mentena depotspritze und amilsuprid 600 mg haben mich total kindlich aufgedreht reden lassen und ich habe den ganzen Tag nur über das Wetter gesprochen. Und bin bei Gewitter mit dem Handy wie verrückt rumgelaufen. Zusätzlich war ich damals sehr starr im Gesicht ohne Mimik.

Ich weiß nicht ob ich aripiprazol als Mono Medikament besser vertrage bei Risperidon habe ich den Vorteil dass ich dadurch viel Wacher und fitter im Kopf bin und auch mehr Mimik habe. Auch die verbale kommunikationsfähigkeit ist viel besser und mein Gedächtnis und die kognitive Funktion. Kann aber auch alles daran liegen dass ich deutlich niedrigere Dosis nehme und früher einfach deutlich mehr Medikamente bekommen habe deswegen kann ich da kein Vergleich machen. Da sich die Dosierungen von früher zu heute sehr stark unterscheiden.