Neuroleptika schaden Zähne
Bei dieser Erkrankung ist es meiner Meinung nach üblich, dass man viele der Nebenwirkungen den Negativsymptomen zuordnet und sich da ein Stück weit herausredet. Negativsymptome werden etwa durch die Medikamente zum Teil schlimmer, also ist eher wie die Frage, mit dem Huhn und dem Ei, was zuerst war. Die Medikamente haben auf viele Dinge vom Stoffwechsel Einfluss, von daher bietet sich so etwas wie ein Nebenwirkungesmanagement an, wo man das Neuroleptikum eher anhand der Nebenwirkungen auswählt und bestimmte Restsymptome toleriert, wenn diese im Rahmen liegen.
Ich konnte viele Nebenwirkungen reduzieren, indem ich später passende Antidepressiva gefunden habe, wo man praktisch mehrere Schrauben zum Einstellen hat und Wechselwirkungen auch nützlich sein können. Wenn man nur ein Neuroleptikum einnimmt, dann hat man das ja alles im Wirkstoff schon festgelegt, wo man bei zusätzlichen Antidepressiva (wozu sich die selektiven eignen) gegensteuern kann.
Ist natürlich keine Garantie, es gibt ja meist viele Gründe für solche Dinge.
Ich bin deswegen trotzdem ein Freund der Monotherapie, also nur ein Neuroleptikum, aber dafür mit Antidepressiva, wo man am besten alle wichtigen drei Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin anspricht. Wozu eben bei letzterem sich das von mir häufiger empfohlene Bupropion eignet, bei dem man die Serotoninwirkung mit einem Standardantidepressivum wie Citalopram einfach ergänzt.
Ältere trizyklische Antidepressiva eignen sich weniger, da diese stärkere Wechselwirkungen mit den Neuroleptika haben können. Man sollte eben sehen, wie das bei anderen Neuroleptika's hinbekommt, da das auch mit der Verstoffwechslung(Abbau im Körper) des jeweiligen Wirkstoffs abhängt. Da das mit der Verstoffwechslung und anderen Dingen abhängt, kann ich von meinen persönlichen Erfahrungswerten zu diesen Antidepressiva das Aripiprazol empfehlen.
Es gibt auch Tabellen wie diese, wo man sieht, welche Nebenwirkungen bei bestimmten Neuroleptika verstärkt auftreten.
