Stimmen

Auch ein Hallo von mir.Ich habe mich eben registriert und bin froh,dieses Forum hier gefunden zu haben.Mein Bruder leidet seit 1996 an einer paranoiden Schizophrenie. Er hat nur mich,schon immer. Damals weil alle damit nicht umgehen konnten und heute,weil von den anderen keiner mehr da ist. Mein Bruder verbringt die meiste Zeit im KH. Das schlimmste für ihn sind die Medikamente und die Stimmen.Sie sind jetzt schon so lange da und im Moment wieder so heftig, dass er sich am liebsten das Leben nehmen möchte. Für mich ist das total schlimm mit anzugucken. Ich könnte einfach nur weinen. Meine Frage ist,ob der eine oder andere mir ein gutes Medikament nennen kann,was bei ihm geholfen hat.Ich weiß das jeder anders ist,aber ein Versuch ist es immer wert. Ich würde das mit dem jeweiligen Arzt absprechen.Ich glaube auch,dass einige Ärzte oftmals nur nach dem selben Schema behandeln.
Ich bedanke mich für jede Antwort
Probiert das Aripiprazol am besten aus, da das relativ gut verträglich ist und auch bei Stimmen ein Top Wirkstoff sein soll.
Später kann ich diese Kombination mit speziellen Antidepressiva anraten, wobei da das Aripiprazol dann in Form einer Intervalltherapie eingenommen werden kann. Zumindest experimentell kann ich das wirklich empfehlen, mit der Kombi und der Einnahmeform auszuprobieren, wobei es wichtig ist sich da vorher hier im Forum gut dazu einzulesen:
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)

Bei Fragen oder Onlinebegleitung so einer Umstellung stehe ich hier oder gern auch über PN zur Verfügung.
Bin selbst Betroffener der am Rand stand, quasi ein Leben auf Messers Schneide und erst so mein Leben wieder auf die Reihe bekommen habe.
Das kann ich fast jeden Betroffenen empfehlen. Manchmal treten Unverträglichkeiten bei bestimmten Wirkstoffen auf, wo man eben dann nach Alternativen oder Ursachen schauen muss.
Es gibt also Hoffnung und dein Bruder hat damit die Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben.
Es braucht dabei eben einen Psychiater, der bereit ist so eine Umstellung zu machen, wobei das mit dem Aripiprazol ein Standardmedikament bei Psychosen ist. Bei der Intervalleinnahme ist das so eine Sache was Psychiater eher weniger unterstützen und man das eher von sich aus dann (wenn man die Antidepressiva hat) ausprobieren kann. Zuszätzliche Antidepressiva werden zwar auch häufig bei Psychosen zu den Neuroleptika verordnet, aber das sind spezielle Wirkstoffe wie das Bupropion welche relativ alternativlos sind und auch bei Depressionen relativ selten eingesetzt werden. Das mit so einer Umstellung erfordert eben dranzubleiben und im Ernstfall kann man auch den Psychiater wechseln und sich einen suchen, der es mitmacht.