Partner finden mit Schizophrenie?
Ich habe aktuell keine Partnerin. Meine damaligen Beziehungen als gesunder Mensch gingen leider immer in die Brüche. Meistens lag es daran, weil meine Ex-Partnerinnen und ich die Beziehungsprobleme nicht mehr zusammen gelöst haben, sondern uns nur noch weiter streiteten. Als ich dann die Diagnose hebephrene Schizophrenie bekam, hatte ich nochmal zwei weitere Beziehungen mit gesunden Frauen, die jedoch ebenfalls scheiterten. Es lag vor allem daran, dass ich mich nicht mehr so richtig binden wollte, aus Angst wieder enttäuscht zu werden und dadurch abermals in ein tiefes Loch zu fallen und wieder in der Klinik zu landen. Außerdem verstanden die Frauen meine Erkrankung nicht und waren teilweise neidisch auf mich, dass ich bereits in so jungen Jahren eine Erwerbsminderungsrente beziehe und sie noch jeden Tag von früh an bis spät nachmittags zur Arbeit und zurück nach Hause mit dem Auto bzw. Fahrrad fuhren oder zu Fuß gingen und für ihr Geld bzw. Einkommen eine entsprechende Leistung im Job abliefern mussten, während ich den ganzen Tag nach meinem Belieben gestalten konnte. Mittlerweile möchte ich eigenltich nur noch meine Ruhe. Ich kann einfach nicht mehr so richtig mit Stress umgehen. Am Anfang der Beziehung ist immer alles super toll und schön. Dann folgen meist die ersten Streiteren und Beziehungsprobleme, die gelöst werden müssen. Wenn es nicht klappt und immer mehr Probleme aufkommen, bin ich spätestens dann in der Beziehung überfordert, was sich bei mir in zu viel Stress widerspiegelt. Dadurch bin ich sehr gereizt und manchmal auch ungehalten. Ich bin durch die beschissene Erkrankung exrem Stressanfällig, dünnhäutig und labil geworden. Ich bekomme ja kaum meinen eigenen privaten Alltag auf die Reihe. Wenn ich eine Beziehung haben möchte, müsste meine zukünftige Partnerin sehr verständnisvoll sein. Im Allgemeinen bereiten mir bereits zwischenmenschliche Konflikte große Probleme. Es liegt stark daran, dass ich einfach zu gutmütig und dünnhäutig für unsere Gesellschaft bin.