Abstriche machen
In der Retroperspektive war es vermutlich zu scharf formuliert. Ich war nur geschockt, dass solch schwerstwiegende Krankheitsverläufe der Schizophrenie möglich sind.
dass ich ohne professionelle Hilfe und die Hilfe meiner Eltern auf der Straße gelandet wäre, weil ich mich um nichts mehr kümmerte. Ich war dermaßen depressiv und antriebslos, dass ich nicht mehr das Bett verlassen wollte und den Wunsch verspürte, den ganzen lieben langen Tag bis zum Tod dort drin zu verbringen. Ich war komplett lebensuntüchtig und hatte den Bezug zur Realität komplett verloren.
Ja, da steckt in dir auch noch das gesellschaftliche Urteil/Selbst- und Fremdverurteilung drin, als Knäuel.
Du siehst, wir sind auch das Ergebnis unseres Inputs.
Ich hatte das neulich auch erst wieder.
Ich habe vor der Entdeckung meines grünen Daumens (und der Steigerung meines Wohlbefindens durch Pflanzenpflege) ziemlich viel bei mir zuhause eingehen lassen.
Mein Nachbar hat letztes Jahr alle seine Terassenpflanzen die ihm seine Eltern dahingepflanzt haben (ich habe das vom Balkon aus gesehen), eingehen lassen.
Dass ich selber mal so war, hatte ich vergessen und stattdessen relativ lange am Nachbarn so vor mich hingenörgelt, wie man all diese tollen Pflanzen (Kräuter, reife Tomaten, die am Strauch verfaulten,...) so eingehen lassen kann, bis mir einfiel, dass ich das in jüngeren Jahren vllt auch hätte machen können.
Ausserdem tut man sich mit aufgedrückten Projekten von Eltern nochmal schwerer, als mit eigenen Projekten und die sind schon oft schwer durchzuziehen.