Der Zusammenhang von Gedankenausbreitung und Eigenbezug

Aber es ist eigentlich kein Mensch je völlig aus seinen Altlasten raus.
Das ist so Yoga-Eso-Psychoszene Wunschdenken, ich denke eher Menschen sind da wie Bäume, die Jahresringe und der Käferfraß aus der Vergangenheit sind eben da, manches verheilt langsam, manches lässt für immer Spuren.
Oder auf Menschen beschrieben: Geschieden und neu verheiratet ist eben nicht frisch verheiratet und 40 ist auch kein 20, auch wenn man sich manchmal so fühlt, spätestens eine durchzechte Partynacht beweist einem das Gegenteil.

Edit: die Leute die sagen, sie wären aus ihren Altlasten ganz raus, lügen, weil sie irgendeinen Vorteil (Geld mit ihren Büchern verdienen, dem Guru gefallen, der neuen Flamme,...) daraus ziehen.
Stimme ich auch zu, ja. Ich denke aber der Schaden entsteht genau bei dem Gedankengang, dass man (die Fachkraft) es ja besser weiß, weil man selbst ja "nicht so" ist. Es wird ja auch alles richtig auf den Lehrgängen, in den Ausbildungen und im Studium gelehrt, aber Menschen sind nunmal keine Maschinen, die in den entsprechenden Situationen dann auch so handeln. Jeder hat Motivationen, es wäre nur besser wenn das ganze etwas gemischter wäre. Die Kindergärtnerin könnte in der Rechtsradikalenszene vielleicht wirklich mehr bewirken, als der Ex-Neonazi. Oder vielleicht bräuchte man "einen der es selbst durchgemacht hat" und "einen, der damit gar nie irgendwas zu tun hatte". Das ist aber dann nunmal leider utopisch ^^" Es geht mir auch mehr darum, das allein das Bewusstsein über diesen Effekt vielleicht jemanden zum zwei Mal nachdenken bringen könnte, was so "seine Zielgruppe" ist auf die man sich spezialisieren sollte. Es wird eben genau umgekehrt dazu gehandelt, weil der Magnetismus zwischen den Menschen dazu führt, dass sich Gleiches mit Gleichem gesellt. Das ist aber nicht immer gut.