Der Zusammenhang von Gedankenausbreitung und Eigenbezug

Es ging tatsächlich irgendwann in meinem Leben lange nicht um Diagnosen.
Mit dem abgreifen hast du Recht, hab ich hinter mir.
Aber wenn mich dieser Religionsmüll auf den ich reingefallen bin, den du so treffend beschreibst (oder bist du dann ein "wir" mit DIS?) eins gelehrt hat, dann war es "es kommt nicht darauf an was (oder welche Diagnose) du hast, sondern auf dein Verhalten andern gegenüber, und dir selbst"
Das ist alles was man sich zum Christentum merken muss mit diesem "behandle deinen Nächsten und dich selbst wie du es gut und richtig findest" und Christen machen das überhaupt nicht. Die behandeln alle scheiße und denken sie kommen dafür in den Himmel, oder so.

Ich gebe mir doch auch Mühe, wenn ich weiß die Pflege ist überarbeitet und hat auch schlechte Tage, der nicht maximal auf den Keks zu gehen und mich halbwegs an Regeln zu halten.
Würde ich mir von Patienten für die ich anstrengende Dienste habe ja auch wünschen.

Und wenn jemand krank ist, versuche ich auch mehr Rücksicht zu nehmen, ABER...(Teil 1)
Ich war die letzten vier Jahre lang ein Wir, war aber auch nicht mit DIS diagnostiziert, jetzt bin ich ein Gehirn-Ich ohne fest strukturierte Identitäten. Das lebt sich bisher viel besser für mich. :)
Stimme dir da voll zu mit dem, was man aus den Religionen an Gutem extrahieren kann. Religion ist toll, bis der "Ich hab Recht"-Machtkampf um die Seelen der Menschen anfängt.
Den Pflege und sozialen Bereich habe ich auch angestellt von Innen oft genug erlebt, und meine persönliche Meinung dazu ist, dass da zu oft die selbe Mentalität greift, wie bei Obdachlosen. Den Obdachlosen wird oft von den Ärmsten geholfen, weil sie das Leid nachvollziehen können. In Pflege/Psychiatrie und Sozialem versuchen auch ständig die zu helfen, die selbst die Probleme kennen. Als Patient weiß man ja aber eigentlich, dass es sehr schwer ist rauszufinden wie stabil man ist und ob man schon irgendwo aus den Problemen wirklich raus ist. Ich denke viele die in dem Bereich arbeiten sind ausgerechnet die, die selbst noch nicht aus ihren eigenen Altlasten raus sind.

Mag sein - aber auch ich versuche nicht das zu glauben was mir passt , sondern was Bestandteil der Realität ist. Ich habe keine Lust , dass Menschen meine Gedanken hören, scheint aber leider Realität zu sein. Ich begrüße Chaos am Ende mehr als ein unfaires System in dem Ich und Andere keine Chance haben . sorry
Da stimme ich dir doch total zu, der Laden muss brennen, bevor es besser wird xD Nur eben nicht dadurch, dass noch eine weitere Partei dieses Mal die absolut, richtige, definitive Wahrheit dem Rest erklärt. Das haben wir lange genug so probiert und es klappt ja nie. Es will dir ja niemand deine Gedankenlesefähigkeiten absprechen, man ist nur, glaube ich, oft verwirrt ob du Hilfe dabei willst rauszufinden, ob du das auch irgendwie nach außen hin beweisen kannst, oder ob du einfach nur irgendwie in Frieden mit der Welt leben lernen willst, oder ob du sie nur abfackeln willst. Deine Fähigkeiten will dir hier glaub ich keiner nehmen.