Eure Einsicht zur Psychose?!
Wir sind von Beginn an recht offen mit der Erkrankung meines Mannes umgegangen. Im Freundes und Familienkreis auch absolut die richtige Entscheidung, da wir hier sehr viel Support bekommen. Bei seinem ehemaligen Arbeitgeber leider die Falsche. Er hat immer sehr viel geleistet und war dort ein angesehener Mitarbeiter. Nachdem er aus der Krankheit zurückgekehrt ist, hat man ihn im Grunde aus dem Unternehmen geekelt! Jetzt arbeitet er bei einem namhaften Technologiekonzern und wir haben uns dagegen entschieden hier wieder mit offenen Karten zu spielen. Wirklich schade! Keiner würde bei Diabetes auf die Idee kommen eine Krankheit zu erfinden und die erhalten auch einen SBG?
Bei Psychose bekommt man Erwerbsminderungs-Rente.
Also das hat auch weniger mit dem Grad der Behinderung zu tun, der sich bei psychischen Erkrankungen schwer messen lässt, also diese Einstufungen meist physischer Natur ist wie viel Prozent man bekommt.
Es gibt auch Zwischenlösungen wie Teilerwerbsminderungsrente.
Gewissen Entlastungen sind wichtig, denn mit Neuroleptika ist alles sehr viel schwieriger und da muss man sich eben seine Erkrankung eingestehen. Von daher manchmal auch gut, wenn man seinen Job verliert.
Es reichen 4-5 Jahre Arbeit aus, um einen Rentenanspruch zu bekommen, welcher bei EM-Rente auch relativ hoch ist und auf die 67 Jahre hinausgerechnet wird.
Insofern erstmal um sich selbst kümmern und Sicherheit schaffen, bevor man ganz unter die Räder kommt. Auch Angehörige müssen verstehen, dass es eben etwas Schwerwiegendes ist und man nach der Therapie eben diese Anforderungen im Beruf kaum mehr schafft. Mit den üblichen Medikamenten ist das nochmal schlimmer, also hier die
Medikamente-Orientierung da ist schon mehr drin, aber Wunder sollte keiner fordern und auch dieser Druck den Angehörige an einen setzen kann gefährlich sein.