Schizophrenie mit Zwängen
Ich nehme Amisulprid ein (100 mg), Tavor ( 1 mg) und Dominal 40 mg zum Einschlafen.
Gute Frage, ob sich das Tavor durch ein Neuroleptika ersetzen lässt!? Weißt du eines? Ich leider nicht.
Vermutlich geht es dir um die Wirkung gegen Negativsymptome. Amisulprid ist ja mit 100mg keine richtige Wirkdosis, also könnte das Tavor vielleicht mit 300 oder 400mg Amisulprid ersetzt werden, aber dafür dann mit den entsprechenden Negativsymptomen, was ja ähnlich wie Depressionen ist.
Meiner Meinung nach ist die Alternative zu Tavor das Bupropion wie ich es einnehme, wobei letzteres eben keine Abhängigkeit macht.
Mit Wesensveränderungen denke ich auch daran, wenn man sich praktisch übertrieben schlau fühlt, ich hab zumindest den Eindruck das Tavor da etwas krass ist und sich das bei einer Psychose negativ auswirken kann, wenn man beispielsweise so schon fragliche wahnhafte Vorstellungen hat und das Medikament dann vielleicht den Wahn verstärkt.
Die Symptomatik ist ja auch bei Psychose sehr individuell. Persönlich hatte ich das Tavor kurz und sehe darin auch kein Problem, Langzeiteinnahme ist besser, als wenn man sich ständig mit Negativsymptomen herumquälen muss, aber dann würde ich aus meiner Sicht schon eher zum Bupropion, auch entsprechend mit Begleitmedikamenten wie Trimipramin-Tropfen(ähnlich wie Dominal zum Schlafen) , Citalopram(ergänzend), Aripiprazol(intervalltherapie wie die 100mg Amisulprid).
Meiner Meinung nach ist das vergleichbar, nur eben hat das Bupropion Vorteile weil Antidepressiva keine Abhängigkeit machen.
Gut ich behandle das Thema ja sehr häufig im Forum, aber den Vergleich finde ich gut.
Bei Tavor habe ich nur bei der Langzeiteinnahme so meine Bedenken, weil ich glaube das man anderweitig eventuell kreativer Lösungen für die Probleme finden kann als, wenn man geistig wie künstlich gesund ist, aber eben wirklich nur ein Eindruck von mir, kann auch ganz daneben liegen.
Ist überhaupt schon schwer zu sagen, was es mit der Psychose auf sich hat. Ich kann mir vorstellen, dass man eine gewisse Selbstkritik üben muss, um Lösungen für die eigenen Probleme zu finden, ist man ich sage mal künstlich aufgeputscht, dann bleiben die Probleme bestehen und die Medikamente täuschen nur darüber hinweg.