Schizophrenie oder übersinnliche Begabung?

@Maggi

Kifft der nur, oder nimmt der auch andere Drogen? Eine THC-Psychose unterscheidet sich auch von Psychosen von anderen Drogen.
Nur kiffen und legale Drogen. Er hatte selbst, glaube ich, keine Drogenpsychose, hat aber beruflich mit schizophrenen Menschen zu tun, also ist so etwas wie Betreuer denke ich mal.
Wir hatten das Thema Drogenpsychose eben mal und da meinte er das sich das schon deutlich von einer richtigen Psychose unterscheidet, vermutlich kennt er da gewisse Unterschiede oder hat vielleicht im Freundschaftskreis schon mal Erfahrungen mit Drogenpsychosen gemacht.
Da müsste ich ihn mal genauer befragen, wo seiner Meinung nach die Unterschiede liegen und ob Drogenpsychosen überhaupt einen chronischen Verlauf haben können.
Bei dir scheint die Droge eben auch nur ein zusätzlicher Auslöser gewesen sein, welche den Ausbruch der Erkrankung womöglich beschleunigt hat, aber womöglich hättest du eben auch so eine Psychose bekommen. Die F20 oder paranoide Psychose ist ja an sich keine Drogenpsychose, welche einen anderen ICD Schlüssel hat. F20 bedeutet meiner Meinung nach eben schizophrene Psychose, also die chronische Verlaufsform, wobei eben die paranoide Psychose eine Unterart ist, etwa welche Hauptsymptome eben auftreten.
Insofern wird vermutlich bei dir die Psychose nach ein paar Wochen oder Monaten zurückkommen. Von daher würde ich dir dann später empfehlen, das mit meiner Empfehlung auszuprobieren um auf einer relativ sicheren Art von den Neuroleptika schrittweise wegzukommen, dazu stabilisieren eben diese speziellen Antidepressiva erheblich.
Bei mir wurde zu Beginn ja eine paranoide Psychose(F20) festgestellt, wo später eben die Doppeltdiagnose mit gemischter schizoaffektiver Psychose (F25.2) mit dazugekommen ist, was die F20 als Zusatzdiagnose einschließt.

Ich habe etwa so gut wie nie in meinem Leben Cannabis genommen, also nur ein zweimal damit in Kontakt gekommen als Jugendlicher.
Bei mir waren damals wohl die damaligen Antidepressiva, die im Akutfall den Ausbruch der Psychose vermutlich etwas beschleunigt haben. Im Akutfall können solche ADs etwas wie ein Brandbeschleuniger sein, von daher kann ich mir vorstellen, dass es bei dir eben die Droge gewesen ist, die das zwar beschleunigt hat, aber du anscheinend ja auch keine reine Drogenpsychose hast, da F20 das ja im Grunde ausschließt oder die überwiegende Diagnose sein sollte.
Mir hat man das eben in der Klinik damals von ärztlicher Seite erklärt, dass die Antidepressiva, welche ich vor der Psychose bekommen habe, eben höchstens den Ausbruch der Psychose beschleunigt hat, aber eben keine Ursache darstellen, da man sich als Betroffener das ja auch fragt.
Ähnlich sehe ich es eben bei dir mit der Droge, auch wenn Antidepressiva keine richtigen Drogen sind(Drogen machen ja abhängig, wo bei Antidepressiva normal nur eine Gewöhnung stattfinden kann).
Vielleicht war es ja bei dir eben auch so, dass die Droge so gesehen keine direkte Ursache für die Erkrankung gewesen ist. Klar macht man sich da vielleicht am Anfang Hoffnungen eben vielleicht doch "nur" eine Drogenpsychose zu haben, aber wenn man die Medikamente absetzt und auch ohne Droge rückfällig wird, dann spricht wohl einiges für Schizophrenie(chronische Verlaufsform).
Interessant wäre eben auch zu wissen, ob Drogen wie Cannabis wirklich das Auftreten von richtigen Psychosen, was deine ja im Grunde ist, in die Höhe treib. Demnach müssten dann ja in den Niederlanden und so wo Cannabis legalisiert ist mehr Schizophrene leben.
Habe eben mal gelesen das Cannabis das Risiko für Psychose um das 4 Fache oder so steigert, andersherum kann es ja auch sein das Betroffene einfach gehäufter in Kontakt mit solchen Drogen kommen und so diese Statistik keine Aussagekraft hat, also trotzdem nur etwa 1% der Gesamtbevölkerung erkranken.

Naja ist jetzt bisschen viel Geschreibe von mir geworden. Möchte auch keine Personenbezogenen Daten hier preisgeben, aber kann ja mal nachfragen, was der Unterschied zwischen Drogenpsychose und Schizophrenie sein soll.
Vielleicht kann das ja jemand hier im Forum beantworten, wo eine eindeutige Drogenpsychose vorliegt.
Von dem, was ich mitbekommen habe in der Klinik, haben Betroffene mit Drogenpsychosen eher von stärkeren Halluzinationen berichtet, wo bei normalen Psychosen die Halluzinationen ja relativ realitätsnah sind, so sind bei Drogenpsychosen diese wohl extremer, wenn man beispielsweise weiße Mäuse oder irgendwelche Optiken sieht, wenn man lange auf die Wand starrt, also Symptome die eher diese Drogenerfahrung widerspiegeln und diese dann hängenbleibt.

Ok, das wars von heute erstmal von mir :D