Schizophrenie oder übersinnliche Begabung?
Sehe ich ähnlich, wobei ich bei Schamanen eher vorsichtig bin. Das erinnert mich eher an Sekten und eben auch Aberglauben.
Mag zwar etwas dran sein, aber die Erkrankung auszuleben und dann wie ein Egomane oder so zu leben, finde ich schwierig.
Selbst wenn diese mit der Geisteswelt oder so in Verbindung treten, so bleibt diese Erkrankung wohl trotzdem irgendwie bestehen, nur dass Betroffene dann einen Platz oder Nutzen in der Gesellschaft haben.
Also für mich wären das so etwas wie Geistesheiler, die vielleicht mit Naturmedizin oder Handauflegen vielleicht ähnlich wie Heilpraktiker helfen wollen, aber es da bestimmt auch Probleme gibt, wenn jemand vielleicht wegen eines Schamanen bei anderen Krankheiten etwa keinen richtigen Arzt aufsuchen.
Dazu kenne ich mich viel zu wenig aus, aber hab kürzlich mal einen Film gesehen, der sehr authentisch wirkte und diese missliche Lage aufgezeigt hat.
Ich glaube daran, dass Schizophrene schon offene Filter für eine andere Art von Wahrnehmung haben und man dadurch auch einen Nutzen darstellt auf geistiger Ebene, nur dass die Medikamente eben Segen und Fluch zugleich sein können, wo alternativ die Erkrankung komplett auszuleben, auch entwürdigend und problematisch ist.
Bei uns etwa, wo es andere Risiken wie im Dschungel gibt, da wird man dann als krank oder Außenseiter ausgegrenzt, was finde, ich gut ist, weil es einen auch schützen kann, wenn das Umfeld etwa erkennt, dass man akut ist und irgendeinen Quatsch macht oder eben zu krass in einer anderen Welt lebt.
Dieser Übergang zum psychotischen ist ja häufig fließend, von daher kann da sicher auch etwas dran sein, aber vieles ist eben Quatsch oder Paranoia, die im Akutfall eben sich weiter hochschaukeln kann, wenn man ohne Medikamente völlig am Rad dreht.
Ich hatte keine Stimmen gehört oder so, aber als geistiges Erwachen würde ich es auch bezeichnen, zum Teil auch spirituell, ohne dass ich das Religiöse da nützlich oder nützlich finde. Teils kann Religion oder so Esotherisches das psychotische fördern, denn genau diese Leichtgläubigkeit macht sich die Religion eigentlich zunutze und im Akutfall kann man wirklich viel zu leichtgläubig sein und sich da auch religiöse Zusammenhänge zusammenspinnen, die dann auch wie ein religiöser Wahn und so sein können.
Vielleicht ist die Erkrankung auch etwas wie eine Suche nach dem eigenen Ich oder Selbst, also es findet, finde ich, eine charakterliche Umformung statt, welche mit den Medikamenten positiv beeinflusst werden kann, wo man ohne womöglich dann dem Narzissmus oder anderen Sachen verfallen könnte, weil sich solche Probleme in dieser Notlage eben Krankheitsbedingt negativ entwickeln könnten.
Ich glaube, dass unbehandelte Schizophrene wirklich schwierige Menschen sein können und eben dass in unserer Gesellschaft wo alles auf Hochleistung getrimmt ist, eben das ein großes Risiko ist, wenn jemand hochakut Auto fährt und einen Unfall baut oder andere Unfälle auf der Arbeit oder privat.
Insofern funktioniert da vielleicht, wenn man irgendwo von der Welt abgeschnitten ist und keine ernsthafte Gefahr für einen selbst oder andere ausgeht. Ich empfand das zumindest wie ein Ritt auf Messers Schneide und die Medikamente haben auch Vor- und Nachteile, womit man es übertreiben kann, aber auch das Absetzen ein großes Risiko darstellen kann.
An sich finde ich es gut, dass Betroffene Erwerbsminderungsrente und so Sachen bekommen, also wir werden geholfen, ohne dass wir eine Gegenleistung bringen müssen oder uns als Schamane, Prophet, Erleuchteter oder sonst etwas quasi zum Affen machen zu müssen.
Ich glaube, darin liegt auch das Ziel der Erkrankung eben aus einer an sich schon schwierigen Lebenssituation, ob beruflich oder privat, herausgerissen zu werden und Geschwindigkeit und gesellschaftlichen Druck herauszunehmen, was vorher vielleicht der Charakterentwicklung oder einem auch so geschadet hat, wenn man sich etwa für Geld oder Andere abarbeitet und nie wirklich Zeit für sich findet.
Psychohygiene würde ich sagen und dass man auch mal Zeit findet an den eigenen Schwächen zu arbeiten und weniger beruflich für die Stärken die man hat ausgebeutet zu werden und dabei selbst den Kürzeren zu ziehen.
Mir ist es etwa sehr schwergefallen, Beruf und Privatleben voneinander zu trennen. Ich wurde depressiv und war unglücklich, obwohl ich einen vergleichsweise guten Beruf und gute Kollegen hatte.
Die Psychose und die Erfahrungen, die man da macht, helfen einem womöglich selbst seine eigenen Probleme und Zwiespälte im Leben zu lösen, was der Gesellschaft zugutekommt, die vielleicht intuitiv häufig das Richtige/Vorgegebene tun, wo Betroffene da vielleicht teilweise diese Denkarbeit und Verarbeitung von komplexer Zusammenhänge oder Veränderungen mittragen.
Medikamente können das auch unterstützen, vieles kann eben zum Schaden und zum Nutzen eingesetzt werden. Ähnlich wie es vielleicht positiven Schamanismus gibt und wo das dann problematische Formen annimmt.
Früher wurden Hexen ja auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt, was womöglich damals auch häufig Schizophrene gewesen sind, die im Leben gescheitert sind.
Die heutige Gesellschaft lässt psychisch Erkrankte zumindest am Leben und versucht zu helfen, insofern können wir uns da schon glücklich schätzen. Was die Therapien und Medikamente angeht, da läuft, finde ich noch vieles falsch und da ist eben ein Knackpunkt wo man Betroffene eher ausnutzen oder auch helfen kann.