Ausbruch Schizophrenie mit über 40?

Trotzdem ist man als Angehörige oft machtlos. Zwar wird überall gesagt, es sei so wichtig, die Angehörigen mit ins Boot zu holen, auch für die Fremdanamnese. Aber in der Wirklichkeit findet das nicht statt.
Ich bin oft bei den Terminen dabei, weil mein Partner in der ganzen Zeit auch immer mehr Abneigung gegen Ärzte entwickelt hat.
All die Jahre hat ein Termin nie länger als 10 min. gedauert. Eine komplette Anamnese des Lebens hat nie stattgefunden. Es wurden immer nur die gerade vorliegenden Symptome beachtet und danach mit Tabletten behandelt.
Mittlerweile denke ich, die Ärzte sind ganz zufrieden mit der Diagnose Schizophrenie, weil man dann ja eh nix mehr machen kann. Da erübrigt sich ja auch eine langwierige Suche nach den Ursachen der Symotme. Wenn da eine Ptbs oder PS haintersteckt, dann bedeutet das erstmal ziemlich viel Arbeit und auch Willen für die Ärzte. Auch sind solche Patienten oftmals recht schwierig. Für sowas ist da einfach kein Platz.
Mein Partner hat über die Zeit eine enorme Verlustangst aufgebaut, dazu kommen immer wieder Erinnerungen an die problematische Kindheit hoch.
Das alles passt für mich nicht zu einer klassischen Schizophrenie, die zudem auch bei Männern zwischen 20 und 25 Jahren erstmals ausbricht.
Ich hab auch mal gelesen, dass die Deutsche Gesellschaft für Traumatherapie davon ausgeht, dass 40- 50 % der Menschen mit der Diagnose Schizophrenie in Wirklichkeit eine Traumafolgestörung ( ptbs, kptbs oder daraus eine PS) haben.
Es gibt da aber soviel Überschneidungen, was die Symptome angeht, auch werden Dissoziative Symotme oft mit Psychosen verwechselt.
Hast Du mal versucht, einen Therapeuten zu finden, der sich das mal in Ruhe ansieht? Der gar nix von früheren Diagnosen weiss und da neutral draufschaut?