Bezüglich Neuroleptika und deren Vermarktung / Psychiatrie-Kritik
Abilify gibt man nicht wenns ganz knüppeldick kommt, sondern maximal in mittelschweren Fällen. Es hat halt ne Wirkung die teilweise die anti-psychotische Wirkung wieder aufhebt, was bei manchen Leuten erwünscht ist, aber bei schweren Fällen reicht dann die anti-psychotische Wirkung nicht mehr.
Quetiapin hat weniger anti-psychotische Wirkung, dafür zusätzlich eine dämpfende, weswegen das viele Bipolare kriegen und wenn Du damit Schizoaffektive behandeln willst, dann musst Du schon über 450mg gehen. Leute die eine reine Schizophrenie ohne gravierende affektive Anteile haben kriegen das eigentlich nie, bzw. da macht unter anderem sowas wie Risperidon viel mehr Sinn da das im anti-psychotischen Sinne viel spezfifischer wirkt.
Ich will hier überhauptkeine Macht über dich ausüben, bzw. da bekommst Du Dinge wohl leicht in den falschen Hals. Ich will nur klarstellen, dass es eben solche und solche Fälle gibt wo man eben unterschiedlich medikamentiert.
Gegen Negativ-Symptome hilft selten was, auch meistens nicht das Reagila / Cariprazin, was ja eine explizite Zulassung dafür hat. Keine Ahnung wie die das durchgekriegt haben. Psychiater die glauben, Negativ-Symptome regelmäßig in den Griff zu kriegen, die gab es sicher noch nie.