Bezüglich Neuroleptika und deren Vermarktung / Psychiatrie-Kritik
Naja, immerhin ist Risperidon als einzizges Atypikum auf der Liste der unentbehrlichen Medikamente der WHO.
D.h. das mag bei dir nicht funktionieren, aber es muss wohl einen wesentlichen Anteil geben bei dem das funktioniert, sonst wär das ja nicht so.
Schön, dann erkläre mal, warum das so ist? Heutzutage gibt es sehr viele atypische Neuroleptika, die vergleichbar mit Risperidon sind. Unentbehrlich würde ich eher das Aripiprazol bezeichnen, weil es bisher nur diesen Wirkstoff der neueren Generation gibt.
Risperidon gibts ja schon über 30 Jahre oder so, da macht das keinen Sinn.
Es geht im Übrigen um die Nachfolgepräparate zum Risperidon, die keinen wesentlichen Vorteil haben, wie etwa das Paliperidon, was chemisch gesehen ja im Grunde keinen Unterschied zum Risperidon macht.
Insofern geht deine Argumentation
@Gelöschtes Mitglied 1095 am Problem vorbei, was ich beschrieben habe. Zudem ist diese Unentbehrlichkeit kein zeitgemäßes Argument, da es viele Ersatzwirkstoffe zum Risperdal gibt. Etwa ist Quetiapin ähnlich.
Ob es zum Aripiprazol derzeit ein Ersatzmedikament gibt, ist schwer zu sagen. Eventuell das Cariprazin soll ja glaube ich Ähnlichkeiten haben, aber bin mir da unsicher wie das neue Cariprazin einzuordnen ist und hab da noch keinen richtigen Vergleich mit dem Aripiprazol gesehen.
Deine Argumentation ist von daher eher Machtsprache, da du mit WHO und so argumentierst statt dich mit den Argumenten zu beschäftigen.
Zudem ist Risperdal kein akut besonders wirksames Medikament, da ist Aripiprazol im Grunde auch besser, wenn man mal von der Restsymptomatik absieht, die im Grunde auch jedes Neuroleptikum hat. Da gibt es im Grunde keinen optimalen Wirkstoff der Positiv- und Negativsymptome gleichermaßen gut behandelt und von den Nebenwirkungen her ist Aripiprazol relativ gut verträglich.
Braucht es diese Einstufung bei der WHO überhaupt noch und was hältst du davon, wenn man Aripiprazol diesen Rang ebenso zuschreibt?