Ausbruch Schizophrenie mit über 40?
Danke für Deine mitfühlenden Worte.
Bis zu den Vorfällen am Arbeitsplatz war alles normal. Mein Partner war eigentlich immer die Ruhe selbst, nie aufbrausend oder streitsüchtig. Komische Äußerungen oder wirre Gedanken waren nicht da.
Als das dann auf der Arbeit so richtig los ging ( das alles zog sich über Monate) wurde der mentale Zustand immer schlechter, was dann auch zu mehreren Nervenzusammenbrüchen geführt hat. Danach herrschte erstmal die pure Verzweiflung bei ihn, er konnte das Erlebte nicht fassen, geschweige nen verarbeiten. Unruhe, Heulkrämpfe, depressive Stimmung. Er fühlte sich als Opfer. Die damals aufgesucht en Ärzte behandelten mal mit AD, und reiten zu einer Therapie. Der Therapeute war aber der Ansicht, es nütze ja nichts, darüber zu grübeln, was passiert ist, die Gründe würde er eh nie erfahren. Besser sei es, einfach beruflich weiter zu machen, einen neuen Job zu suchen und da wieder positive Erfahrungen zu sammeln.
Was dann natürlich total in die Hose ging. Ständig war er in Alarmbereitschaft, hielt sich mit seinem Verhalten extrem zurück, aus Angst er könne wieder ein Ziel oder Opfer für andere darstellen.
Ergo hat er es nie länger als 3 Monate in einem Job ausgehalten. Das hat irgendwann zu Wutausbrüchen, unfairen Beschuldigungen usw. geführt. Daraufhin bekam er 50mg Quentapin, was aber auch nicht viel gebracht hat. Weil er angegeben hat, dass er sich schlecht konzentrieren kann, unruhig ist hat man ihn dann zur Testung geschickt. Da er als Kind und Jugendlicher ein Schulverweigerer war und die Schule auch ohne Abschluss verlassen hat ( was wohl eher an der extremen Vernachlässigunge der Eltern resultierte), war das für die Ärzte dann aauch stimmig.
Er wurde dann auch relativ schnell mit Medikinet aufdosiert, weil ihn das ja in einen Zustand versetzen, den er mochte. Wach, Konzentriert ( um mögliche Gefahren oder Angriffe von anderen zu erkennen).
Er hat dann einen neuen Job angetreten, wollte es dort allen beweisen, hat 200 % gegeben, auch mehr Medikamente genommen als verordnet und 3 Monate später kam er heim und war der festen Überzeugung, die Menschen auf Arbeit wollen ihn beseitigen, er wisse zu viel und er solle dort in eine höhere Position versetzt werden, was anderen nicht passt.
Deshalb w<rden überall Spione stehen und er würde abgehört werden, aber es würden jetzt Leute kommen, die mir das alles bestätigen würden. Wir müssten aber dann umziehen, weil es nicht mehr sicher zuhause ist.
Da war er 41.
Dazu sagen muss ich vielleicht noch, dass seine Mutter Bipolare ist, ausserdem Alkoholkrank. Sein Vater war auch die komplette Kindheit Alkoholiker. Seine Schwester leidet unter schweren Depressionen mit Richtung hin zu Borderline.
Ist den Ärzten auch bekannt, hat aber nie eine Rolle gespielt.