Posttrauma/Schizzophren?Kognitive STörungen und extreme Vergesslichkeit/Mutmachen

@Nellie, da du etwas von einem Unfall schreibst, könnte es auch das hier sein.
Davon würde ich zumindest vorerst ausgehen. Bin aber kein Arzt, nur gut informierter Betroffener.

https://www.neurologen-und-psychiat...rägungen ohne Bewusstseinsveränderung möglich.

Sekundäre (organische, symptomatische) Psychosen​

Eine sekundäre Psychose wird auch als körperlich begründbare Psychose, symptomatische Psychose oder organische Psychose bezeichnet. Sekundäre Psychosen können akut oder chronisch-progredient verlaufen. Akute sekundäre Psychosen sind in der Regel reversibel, wenn die zugrunde liegende Ursache/Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird, sie können sich auch spontan bessern. Auch bei chronischen Psychosen sind Besserungen bei adäquater Behandlung möglich.

Akute organische Psychose
Die akute organische Psychose tritt plötzlich auf und geht mit fluktuierenden Störungen von Kognition, Psychomotorik und Affekt einher. Dabei sind Formen mit Desorientierung und Bewusstseinsveränderung (z.B. Delir, Dämmerzustand) und Ausprägungen ohne Bewusstseinsveränderung möglich. Akute organische Psychosen sind meist reversibel, d.h. die vielfältigen Krankheitsanzeichen bilden sich bei entsprechender Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung in der Regel schnell zurück.

Eine Form der akuten organischen Psychose ist das hirnlokale Psychosyndrom, das mit Bewusstseinsstörungen, Gedächtnisstörungen, Orientierungsstörungen, Ich-Erlebensstörungen, Wahn und Halluzinationen einhergeht. Als Ursachen gelten vielfältige Veränderungen im zentralen Nervensystem, die auf Hirntumore, Schädel-Hirn-Trauma, frühkindliche Hirnschädigungen, Vergiftungen, Infektionen (z.B. Gehirn/Hirnhaut-Entzündung), Epilepsie oder Durchblutungsstörungen des Gehirns zurückgeführt werden können. Eine weitere Form der akuten organischen Psychose ist das Delir (Delirium). Hierunter versteht man einen Zustand fluktuierender Bewusstseinstrübung, der mit einem Krampfanfall einsetzen kann und mit den Symptomen Desorientierung, Gedächtnisstörungen, Halluzinationen, ängstlicher Unruhe, ausgeprägtes Zittern (Tremor) einhergehen kann. Ein Delir kann beispielsweise im Rahmen von hohem Fieber, bei Vergiftungen, Infektionen oder Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) auftreten. Auch bei Alkoholabhängigkeit kann ein Delir im Rahmen des Entzugs oder auch während einer Episode sehr schweren Missbrauchs auftreten. Ein Delir erfordert eine notfallmäßige Sofortversorgung. Weiterhin wird der Dämmerzustand als Form einer akuten organischen Psychose unterschieden, der im Rahmen von Schädel-Hirn-Traumata, Vergiftungen oder Epilepsie auftritt. Ein Sonderfall der akuten organischen Psychose ist das so genannte Durchgangssyndrom, das zeitlich begrenzt nach operativen Eingriffen auftritt. Hierbei stehen Symptome wie Vergesslichkeit, verlangsamte Reaktionsfähigkeit oder Schwindel in Zentrum des Störungsbildes. Bewusstseinstrübung, Halluzinationen und Wahn sind hingegen nur schwach ausgeprägt oder fehlen.

Chronische organische Psychosen
Chronische organisch bedingte psychotische Störungen sind Folge einer chronischen Gehirnerkrankung. Sie zeichnen sich durch eine (erworbene) Beeinträchtigung des Gedächtnisses, eine Einschränkung kognitiver Fähigkeiten (v.a. das abstrakte Denken ist betroffen, ebenso die Konzentrationsfähigkeit und das Urteilsvermögen) sowie durch Veränderungen von Psychomotorik, Antrieb, Affekt und sozialer Beziehungsgestaltung aus.
Hierzu gehören beispielsweise diffuse oder lokale Psychose-Syndrome, die bei chronischen Erkrankungen des Gehirns oder bei Allgemeinerkrankungen (z.B. schwere Stoffwechselstörungen) auftreten können. Ferner können chronische organische Psychosen auch infolge von Substanzgebrauch (z.B. bei Alkoholabhängigkeit) auftreten. Schließlich gibt es das frühkindliche exogene Psychosyndrom, bei dem es sich um einen frühkindlichen Hirnschaden handelt.