Posttrauma/Schizzophren?Kognitive STörungen und extreme Vergesslichkeit/Mutmachen

Hallo liebe Nellie,

es kann schon sein das Du kurzzeitig eine Psychose hattest, wenn Du von Wahn, Größenwahn, Halluzinationen sprichts. Wenn Du jetzt klar bist, sei froh das schon mal überstanden zu haben. Quetiapin 25mg sind fast nichts, 600-800mg sind eine therapeutische Dosis. Sei froh, das es nur so wenig ist. Und Du "nur" ein Postrauma hast. Ich verstehe sehr gut, wie es ist, wenn sich die Welt plötzlich so krass ändert. Ich denke es geht jeden hier so, der von Normal seine erste Psychose bekommen hat. Deine Syptome sind schrecklich, ohne Zweifel. Dein Gehirn hat ein Posttrauma mit allen Syptomen die dazu gehören. Ist doch gut, auch hier Klarheit zu haben.

Ich zitiere:

Wenn es bei Unfällen um Leben und Tod geht, ist eine starke emotionale Reaktion ganz normal. Hält diese länger als einen Monat an und ist mit bestimmten Symptomen verbunden, sprechen Fachleute von einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" (PTBS).
Schlafstörungen, Albträume, Gefühlseinschränkungen, Reizbarkeit sowie große Angst, um sich und die eigene Gesundheit können auftreten. Es kann beispielsweise zu innerer Unruhe, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühlen oder Grübeln und Gedankenkreisen kommen. Viele Opfer von traumatischen Ereignissen erleben ihr Unglück wie ein persönliches Versagen, auch wenn dies objektiv gar nicht zutrifft. Dann breitet sich eine lähmende, deprimierende Stimmung aus, die eine wirklichkeitsnähere Sichtweise versperrt. Viele Betroffene machen sich selbst Vorwürfe, versagt zu haben und werden langfristig dann von Depressionen heimgesucht

Das ist es was Du jetzt hast, neben den schweren neurologischen Symptomen wie Amnesien, teilweise Echolalie und Aphasie, wie Du sagst.

Du hast einen großen Schock erlebt, es ging um Leben und Tod. Deine innere Aufgewühltheit und Verzweiflung sind normale Reaktionen. Der Verlust von konitiven Fähigkeiten, wie bei einem Schlaganfall, aber Du hast zum Glück keine bleibenden organischen Schäden, wenn das MRT ok war. Auch hier kannst Du sehr froh sein, denn dann können sich die Symptome auch wieder viel besser zurückbilden.

Was Du jetzt brauchst steht unten, wie ein Trauma überwunden werden kann. Dann beruhigen sich auch die konitiven Defizite.


Was die psychische Belastung angeht, kann es auch gut sein, sich zu vergegenwärtigen, das das Leben grundsätzlich unbefriedigend ist, Leiden ist, wie der Buddha sagte, denn alles ist vergänglich. Das Leben ist für alle Menschen "Altern, Krankheit und Tod". Wenn Du an ein Krankenhaus und Altersheim denken magst.

Du möchtest aus Deinem Alptraum erwachen. Der Buddha würde sagen, Du bist gerade erwacht, denn Du siehst das alles auf Erden vergänglich ist. Es gibt nichts was ewig bestand hat. Deine Gesundheit, Dein früheres Leben ist vergangen.

Das zu akzeptieren, ist aber auch schon wieder Heilung! Denn es gibt einen Weg aus dem Leiden, sagte der Buddha auch (Die 4 edlen Wahrheiten). Und das ist durch innere Einsicht, die Daseinsmerkmale, das charakteritische des Leben zu erkennen. Das sind Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit, Ich-Losigkeit. Ich-Losigkeit meint, das es kein Selbst gibt, das irgend etwas steuert oder kontrolieren kann. Wir leben in Illusionen. Wir glauben, das ist mein Körper und mein Geist. Aber Du kann nichts von Deinem Körper steuern, weder Deinen Herzschlag, noch Deine Verdauung oder Dein Altern. Auch Dein Geist, Dein Denken und Fühlen, kannst Du nicht kontrollieren. Was wird Dein nächster Gedanke sein? Weißt Du ihn schon? Was ist Dein nächstes Gefühl?

Wenn Du also überhaupt nichts steuern kannst, weder Krankeit noch Gesundheit, das Leben grundsätzlich unbefriedigend ist, weil alles vergänglich ist, was bleibt dann noch?

Akzeptanz. Die Dinge, so sehen, wie sie wirklich sind. Ein anderes Wort dafür ist Meditation. Die Illusionen, die wir alle haben erkennen. Auch Deine Gedanken und Gefühle, als leidhaftig, vergänglich und Ich-los erkennen. Das geht am besten in Ruhe und es gibt Hilfsmittel dazu, die Atem-Meditation:

https://discourses.dhamma.org/recordings/b6b4f30d-0b45-4699-9aa7-3404229157c4?embedded=true
https://discourses.dhamma.org/recordings/dc1caf1b-489f-4ac2-b1d1-34b5964cdc21?embedded=true

Wenn Du es in Deinem Zustand schaffen solltest, Dich jetzt öfter am Tag, 10-20 min. aufs Kissen zu setzten und Deinen Atem beobachten kannst, wird es eine große Hilfe sein. Du hast jetzt definitiv viel zu tun, viel innerlich zu arbeiten, zu ertragen. Aber auch das geht definitv vorbei.

Dieser schmerzhafte Prozess des Erwachens, wenn Du ihn als solches erkennen magst, kann einen sehr positiven Einfluss auf Dein zukünftiges Leben haben. Wenn Du akzeptieren kannst, was ist, und die Realität nicht mehr ablehst und gegen ankämpfst, ist das Leiden auch schon vorbei.

Das scheinbare Unverständnis, das Dir die Ärzte jetzt entgegen zu bringen scheinen, ist auch nur ein Spiegel Deiner eignen inneren Realität. Das schwer akzeptieren können, was auch nur wieder vollkommen verständlich ist. Du möchtest dringend, das Dein Leiden erkannt wird. Der erste Schritt ist, es selbst zu erkennen.

Ich hoffe das Gesagte ist gerade nicht zu viel für Dich. Dann entschuldige bitte.

Ich wünsch Dir baldige Besserung Deiner Symptome, Du Dein Trauma gründlich und restlos aufarbeiten kannst und das sich aus diesen gravierenden Erlebnissen, das Beste für Dich entwicklt.



http://psychotraumatologie.de/selbsthilfe/ueberwinden.html

Das Trauma überwinden​



Das Wichtigste nach dem Trauma:

Sicherheit und Beruhigung​


Sich in Sicherheit bringen, sich beruhigen, alles unternehmen, was je half, sich zu beruhigen, Ausruhen, die Erregung abklingen lassen. Wieder Ruhe zu erlangen ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Erst dann kommen unsere spontanen Heilkräfte und körpereigenen Erholungsprozesse zum Einsatz. Hält die Erregung an, werden dringend benötigte Kraftreserven unnötig verbraucht. Schließlich kann ein Erschöpfungszustand eintreten, der nicht so sehr auf das traumatische Ereignis zurückgeht, sondern auf die Zeit danach. Der Motor läuft weiter auf Hochtouren, obwohl es kein Fahrziel mehr gibt. Daher sollten Sie alle Hilfsmittel in Anspruch nehmen, die möglicherweise dazu beitragen können, die Tourenzahl Ihres inneren Motors schrittweise herunter zu fahren.

Hierzu weitere Tipps:

An hilfreiche Gewohnheiten anknüpfen​


Tun Sie alles, was Ihnen auch bisher schon geholfen hat, sich zu beruhigen und zu entspannen. Legen Sie sich ins Bett, versuchen Sie zu schlafen oder lesen Sie ein Buch. Besonders zu empfehlen: Spazierengehen in einer bekannten Umgebung. Treiben Sie Ihren gewohnten Sport, wenn Ihre körperliche Verfassung das zulässt. Wenn Sie die Wahl haben zwischen einem neuen Film im Fernsehen und einer Ihrer Video-Lieblingskasseten, schauen Sie sich die letzteren an. Da die traumatische Erfahrung uns mit zu viel neuer, unverarbeiteter „Information" konfrontiert, ist eine überschaubare Ablenkung vorzuziehen. Unternehmen Sie alles, was Sie ablenken kann. Vermeiden Sie jedoch nach Möglichkeit, sich dazu in Arbeitsvorgänge zu stürzen, die ihrerseits wieder Stress erzeugen. Leider wird dieser Versuch nicht selten unternommen. Man treibt den Teufel mit Beelzebub aus. Auch wenn es gelingt, sich vom Trauma abzulenken, tritt oft keine Erholung ein, sondern Erschöpfung.

Über das Trauma reden!​


Reden Sie mit wenigen vertrauten Personen über die Vorfälle. Aber nicht „zwischen Tür und Angel". Nehmen Sie sich Zeit und stellen Sie sicher, dass Ihr Gesprächspartner ebenfalls nicht unter Zeitdruck steht. Ihr Gesprächspartner sollte einfach zuhören, auf Ihre Gefühle eingehen und seine eigenen zum Ausdruck bringen. Das kann er am besten, wenn er nicht selbst von dem gleichen schrecklichen Ereignis betroffen ist, wie Sie. Wichtig ist, dass Ihr Gesprächspartner Sie nicht belehrt oder Ihnen womöglich noch Vorwürfe macht. Wenn dies zu erwarten ist, sollten Sie überlegen, ob es nicht einen anderen Gesprächspartner gibt, der weniger „mitbetroffen" und fähig ist, einfühlsam und auch geduldig zuzuhören. Reden Sie nicht mit Personen, zu denen Sie kein Vertrauen haben. Manche Traumaopfer stehen wie unter einem Zwang, ihre Erlebnisse allen Personen zu erzählen, denen sie begegnen, und das immer wieder. Hier kann es leicht zu Reaktionen von Ablehnung oder Überdruss kommen. Viele Gesprächspartner befinden sich in ihrem eigenen Alltagsstress und sind entweder nicht in der Lage oder nicht bereit, sich auf die meist äußerst bedrohliche Welt einzulassen, in die uns Traumaberichte versetzen. Manche sind selbst zu stark betroffen oder indirekt „mitbetroffen". Im Sinne eines Teufelskreises fühlen die Opfer sich dann zurückgewiesen, bekommen den Eindruck, dass niemand sie verstehen kann und ziehen sich immer weiter aus allen sozialen Kontakten zurück. Eine solche Negativspirale lässt sich unterbrechen, wenn Sie mit ihren Partnern einen begrenzten Zeitraum verabreden, in dem frei über das Trauma gesprochen werden kann. Damit schonen Sie nicht nur Ihren Partner, sondern auch sich selbst. Muten Sie sich nicht zu, alle manchmal schrecklichen Details immer wieder durchzugehen. Oft wird angenommen, dies sei „therapeutisch" wirksam. Im Gegenteil können sich Erinnerungen verselbständigen, und die ursprüngliche Panik wird wiederbelebt. Statt Erleichterung zu schaffen, wird die Traumatisierung noch verstärkt. Auch wenn Ihr Partner mehr wissen will, erzählen Sie nur so viel, wie es Ihnen möglich ist, ohne im Trauma gleichsam wieder zu versinken. Bitten Sie Ihren Partner, auf Ihre Grenzen Rücksicht zu nehmen. Da mit dem Trauma ein extremer Verlust an Selbstbestimmung und Kontrolle über den eigenen Lebensraum verbunden ist, sollten Sie alles tun, was Ihnen das Gefühl von Kontrolle und Selbstbestimmung zurückgibt. Besonders hilfreich ist es, wenn Ihre Umgebung Sie darin unterstützt. Für sich selbst können Sie kleine, alltägliche Verrichtungen ausführen, einen Fuß vor den anderen setzen, alles ausprobieren, was noch „funktioniert" und sich auf das konzentrieren, was Sie bewirken können.

Oberstes Ziel während der Schockphase und der Einwirkungsphase des Traumas ist es, allmählich wieder ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit zu finden, wieder „zu sich" zu kommen und etwas Ruhe zu finden.

Viele Betroffene machen sich selbst Vorwürfe, versagt zu haben und werden langfristig dann von Depressionen heimgesucht. Im folgenden beschreiben wir eine kleine Übung, die manchmal hilft, das eigene Selbstbewusstsein wieder aufzubauen.

Übung „an Erfolge denken"​


Bitte notieren Sie auf einem Blatt Papier die zehn größten Erfolge Ihres Lebens. Begründen Sie bei jedem Erfolg mit mindestens fünf Argumenten, weshalb es sich um einen Erfolg handelt.

Wenn Erinnerungen an Ihr belastendes Ereignis oder die belastenden Lebensumstände aufkommen, dann denken Sie gleichzeitig an Ihre früheren Erfolge. Führen Sie die Liste Ihrer Erfolge mit sich. Wenn Sie bemerken, dass Sie sich in Gedanken längere Zeit mit dem Ereignis beschäftigt haben, ziehen Sie Ihre Erfolgsliste heraus und lesen sie sich die Erfolge vor, möglichst laut, wenn es von den äußeren Umständen her möglich ist. Nach einiger Zeit benötigen Sie die Liste nicht mehr in schriftlicher Form. Dann gehen Sie Ihre Erfolge in Gedanken durch, besonders dann, wenn sich Gefühle der Unzulänglichkeit oder des Versagens bei Ihnen melden sollten.

Wirkungsweise der Übung: Viele Opfer von traumatischen Ereignissen erleben ihr Unglück wie ein persönliches Versagen, auch wenn dies objektiv gar nicht zutrifft. Dann breitet sich eine lähmende, deprimierende Stimmung aus, die eine wirklichkeitsnähere Sichtweise versperrt. Diese Stimmung können Sie unterbrechen, wenn Sie sich an frühere Erfolge erinnern. Natürlich bleibt die schreckliche Erfahrung, die Sie machen mussten, auch weiterhin deprimierend. Aber für viele Betroffene erscheint sie dann nicht mehr so allumfassend. Wenn Sie Ihre bisherigen Erfolge dagegen halten, weisen Sie dem jetzigen Unglück einen begrenzten Platz in Ihrem Leben zu.

In unserem Selbsthilfebuch Neue Wege aus dem Trauma finden Sie eine Vielzahl von Übungen, die Sie für Ihre Traumabewältigung nutzen können. Sie wirken am besten, wenn jeder sich die Übungen aussucht, die an seine persönliche Form der Traumaverarbeitung anknüpfen und persönlich zu ihm passen. Dazu sind ein breites Angebot und eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Übungen erforderlich, die in dieser Internet-Übersicht verständlicherweise nicht geleistet werden kann.