Erstmalig darüber reden.
Hallo Oliver,
Dann erstmal willkommen!
ja das mit dem Rückzug und irgendwie „lebensuntüchtig“ werden hatte ich auch -ich lebte damals bei meinen Eltern im Kinderzimmer und hab mich kaum noch um irgendetwas anderes als meinen Wahn gekümmert. Vielleicht mal mit dem Hund rausgehen oder mit meinen Eltern und Geschwistern ratschen…sonst nichts. Ich bekam dann auch einen rechtlichen Betreuer verpasst den ich nun zum Glück aber schon Jahre wieder los bin. Es kann also auch zumindest ein Stück weit wieder aufwärts gehen?eine TWG ist eine therapeutische Wohngemeinschaft für psychisch kranke dh es ist mit Betreuung (anders ist es auch unmöglich mit Hartz 4 hier ein Dach über dem Kopf zu bekommen zumal ich auch von meinem gescheiterten Studium noch recht hohe Schulden habe)ich muss aber sagen es ist auch belastend wenn die Mitbewohner nur noch wirr reden und sich für Frau hitler halten wie im Moment gerade. So neben der Spur war ich zum Glück nie. Trotzdem war ich zweimal über mehrere Monate in der Klinik.
Es tut mir leid dass bei dir die Medikamente nicht wirken-ich hatte auch mal abilify aber außer ne furchtbare bewegungsunruhe hatte ich davon auch nichts. Risperidon dagegen wirkt ganz gut und ich sehe eigentlich zum ersten Mal klar. Gegen Depressionen nehme ich allerdings noch zusätzlich Escitalopram und das hält es einigermaßen in Schach. Sonstige negativsymptome hatte ich nie so starke-ich war ja eher immer davon gepusht mit einer Koryphäe der Literaturwissenschaft zu schreiben und war da dementsprechend sehr motiviert und voller antrieb(nur wenn es um etwas ging leider nicht…)
Und was die sprachverarmung anbelangt finde ich du formulierst gut -ich hätte davon nichts gemerkt?
Liebe Grüße
Eleandra