Die akute Psychose ist also vorbei, das ist gut. Bleibt da auf jeden Fall am Ball, dass er sich unbedingt(!) ärztlich anbindet an einen (ambulanten) Psychiater und dort regelmäßig hingeht, damit man auch über die Medikamente sprechen kann und er bei zu schweren Nebenwirkungen eingreifen kann. Es ist wichtig, dass er jetzt erst einmal auf den Medikamenten bleibt und etwas findet, was für ihn funktioniert. Gut ist es auch, jetzt einen Notfallplan zu überlegen: was tut ihr, wenn er wieder psychotisch wird? Was hat ihm geholfen? Was hat die Symptome eher schlimmer gemacht? Was hat dir geholfen, damit umzugehen? Wie ging es eurem Kind dabei? Was braucht euer Kind? Wäre es gut, Beruhigungsmittel im Haus zu haben, die ihm durch die Psychose helfen? Ab wann geht es für ihn auf die Akutstation, ab wann musst du vielleicht auch gehen? Wenn dein Partner jetzt klar ist und in der Lage, diese Gespräche zu führen, tut das. Sag ihm, was du von ihm brauchst und was für dich geht und was nicht. Denk da bitte auch an euer Kind und dich. Dein Partner ist krank und braucht deine Unterstützung - dein Kind aber auch. Das heißt, dass du dich auch gut um dich selbst kümmern musst und deine Grenzen abstecken. Geh da nicht über das hinaus, was du geben kannst.