Angehörige
mein sohn will nicht.das ist das problem er soll mit zwang einnehmen hoffentlich die richterentscheidung wird positiv
Versuch ihn zu überreden eine außergerichtliche Lösung zu finden, damit er weniger unter Zwang gesetzt werden kann und von sich aus in die Klinik geht, also einer Therapie zustimmt.
Eventuell reicht auch ein ambulanter Psychiater aus.
So eine Richterentscheidung und wenn man dann für Wochen in der geschlossenen Station festgehalten wird kann sehr traumatisierend sein. Es gibt auch Fälle wo die Polizei die Betroffenen dann abführen und das solltest du deinem Sohn ersparen.
Die
Empfehlung von mir ist da ein mildes Zwischending, was für ihn nur Vorteile mit sich bringen würde. Da steigt die Lebensqualität deutlich an, weil das Neuroleptikum(Aripiprazol) später nur in Intervallen eingenommen werden kann und auch für sich allein schon etwas verträglicher als andere Antipsychotika ist.
Da könnte er das also noch steuern und auf seinen Psychiater einwirken, diese Wirkstoffe überhaupt zu bekommen, was ansonsten eher Zufall oder "Try and Error" ist.
Üblich ist bei den Antipsychotika die Dauereinnahme dieser Wirkstoffe, was eben die meisten Betroffenen ablehnen, indem sie ihre Medikamente immer wieder absetzen und rückfällig werden.
Die Intervalleinnahme funktioniert in dem Fall auch nur aufgrund der speziellen Antidepressiva, insbesondere des Bupropions. Ärzte und Psychiater raten da meistens zur Dauereinnahme, weil diese antipsychotischen Wirkstoffe von den Herstellern so konzipiert sind, was Anfangs vielleicht für Monate richtig sein kann, aber für die Dauereinnahme so eine Intervallform besser ist.
Da solltest du wirklich auf deinen Sohn einwirken und ihm gegenüber verständnisvoll sein, Zwangseinnahme kann verheerende Folgen haben und dann ist er womöglich an ein Medikament gebunden oder er bekommt gar noch Zuhause eine Spritze oder sonnst was auf Zwang. Das wäre das Schlimmste, was passieren kann. Ich hab da keine Ahnung, wie weit diese Zwangsmaßnahmen gefasst sein können, aber da ist man als Betroffener wirklich machtlos, zum Teil ärztlicher Willkür ausgesetzt und so etwas sollte man einem Betroffenen ersparen.
Wie alt ist dein Sohn und war er schon häufiger in der Klinik? Bist du mit ihm in regelmäßigen Kontakt und kannst ihm da wirklich zu keiner Behandlung überreden? Zwang kann wirklich sehr schlimm sein, da ist der freiwillige und selbstbestimmte Gang zum Psychiater in jedem Fall besser für ihn. Das könntest du ihm ja erklären.