Angehörige
Mein Partner ist 33 Jahre.
Er verweigert jegliche Hilfe, Medikamente will er nicht nehmen die Stetten seine Gedanken so sein reden.
Und alles mögliche an Unterstützung hab ich versucht .
Er zeigt halt überhaupt keine Einsicht für ihn ist alles normal.
Für mich ist die Situation auch nicht leicht aber für unsere Tochter schlimmer.sie möchte immer Papa Zeit aber bekommt sie nie.er ist so abwesend, lässt sich so gehen,denke er hört sich stimmen den er schläft auch kaum.und wenn ich reden möchte dreht er gleich durch.
Alles ist so schwer zur Zeit .und den richtigen Weg zu finden.
Wenn er sich nicht helfen lassen will wird das alles nicht mehr funktionieren.wir reden überhaupt nicht mehr.
Vielleicht kann er die
Medikamente-Orientierung(Link) hier im Forum annehmen?! Du könntest ihm das mal ausdrucken und schauen, was er dazu sagt. Das wäre am Einfachsten, sich da einen Psychiater zu suchen, der einem das verordnet. Ansonsten kann das wirklich zur Lebensaufgabe werden, da gute Medikamenteeinstellung zu finden, da die Ärzte da meistens nach Schema F vorgehen.
Ich verstehe es, wenn man als Betroffene/r die Standardtherapien ablehnt, weil das fast genauso schlimm oder noch schlimmer als die Erkrankung selbst sein kann.
Du solltest ihm dahingehend vielleicht Verständnis entgegenbringen, da die Medikamente sonnst wirklich schlimm sein können. Für die empfohlenen Medikamente von mir braucht er einen Psychiater, er müsste sich da selbstständig in Behandlung begeben und sich das genau anschauen.
Irgendwann landet er ansonsten vermutlich auch in der Klinik, wobei bis dahin viel Zeit vergehen kann. Dann hätte er kaum Einfluss mehr auf seine Therapie dort. So wenn er sich freiwillig und selbstbestimmt in Behandlung begibt, dann stehen ihn auch gut verträgliche Möglichkeiten wie die Empfehlung hier offen, weil er jetzt wohl vergleichsweise stabil und klar ist.
Du kannst auch hier im Forum aufschreiben, was er für unnormale Sachen macht und in welchen Situationen er durchdreht. Vielleicht verhältst du dich ihm gegenüber falsch, da der Druck durch die Erkrankung wirklich extrem sein kann und nach so einer Klinikbehandung man auch erstmal richtig Down sein kann. Du solltest ihn vielleicht auch eher wie ein Kind sehen, was du helfen musst, da er gerade in einer Extremsituation ist. Vielleicht solltest du auch ihn weniger als krank oder so sehen, sondern dass er zeitweise eben neben der Spur ist, häufig tritt die Erkrankung ja auch in Schüben auf.
Gibt es Stressfaktoten wie Jobsuche? Da solltet ihr über Alternativen wie Erwerbsminderungsrente bei einer Schizophrenie nachdenken. So eine Rente kann fast so hoch wie die Altersrente sein, also wie wenn er bis 67 gearbeitet hätte und dann könnte er zusätzlich noch bis zu 525€ im Monat ohne Abzüge zur Rente dazuverdienen. Selbst so ein Mini-Job kann für einen Betroffenen schwer sein, auch wenn er vorher 35 oder 40 Stunden die Woche gearbeitet hat. Für einen Betroffenen ist ein Vollzeitjob meiner Meinung ein Ding der Unmöglichkeit, auch wenn das vielleicht mit viel Qual anfangs irgendwie funktioniert.
Wichtig ist das er da erstmal vernünftige Medikamente bekommt und was Beruf/Verpflichtungen angeht eine Entlastung da ist, also keine Scham da Rente und Hilfen in Anspruch zu nehmen.