@tudelut
Wie alt ist dein Partner?
Normal bricht die Erkrankung ja erst so Anfang/Mitte zwanzig aus.
Viele Betroffene setzen die Medikamente gleich nach der Klinik wieder ab, da die Wirkstoffe auch einschränken.
War bei mir auch so, nur ist das eben für die Angehörigen schon sehr belastend.
Wenn er gar keine Hilfe sich sucht oder annehmen kann, dann solltest du vielleicht wirklich sehen dich selbst zu schützen und ihn auf sich stellen, bevor du oder deine Tochter zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.
Das Problem ist, dass diese Medikamente zwar einerseits helfen, aber auch Dinge wie Motivationslosigkeit zunehmen können. Es ist damit also sehr schwer einen festen Arbeitsplatz zu finden und diesen Druck überhaupt standzuhalten, von daher bekommen viele Betroffene auch Erwerbsminderungsrente wofür man ein paar Jahre(ca. 4 oder so) gearbeitet haben muss.
Ganz ohne Medikamente geht es leider auch nicht, weshalb man da wirklich alle Register ziehen muss und als Betroffener auch selbst Experte für seine Erkrankung werden sollte.
Ich kann euch die
Medikamente-Orientierung nahelegen. Das Antipsychotikum Aripiprazol (Abilify) ist gut verträglich und wird von daher auch von Betroffenen eher angenommen.
Das Besondere an der Empfehlung sind die beiden Antidepressiva, welche gegen die Motivationslosigkeit helfen sollen und dass aufgrund dieser speziellen Antidepressiva eine Intervalltherapie des Aripiprazols möglich ist.
Er muss eben bereit sein, zum Psychiater zu gehen und sich darauf einstellen zu lassen. Am Einfachsten ist es, wenn er zuerst nach Aripiprazol fragt, dies in möglichst kleiner Dosis(5mg täglich) ausprobiert und dann wie in der Empfehlung beschrieben die Antidepressiva Bupropion+Citalopram ergänzt.
Nur so ganz grob beschrieben. Letztendlich muss man erstmal einen Psychiater finden, der einen da überhaupt unterstützt und weiterhilft.