Meine Tipps zu psychischer Gesundheit, Umgang mit Schizophrenie

Hallo, ich habe vor drei Jahren auch ein paar Punkte zusammengefasst. Vielleicht eine Ergänzung zu den Ausführungen von @LordHabicht :


Ratschläge aus 25 Jahren Schizophrenie-Erfahrung

Tipp 1:
Mit dem Rauchen aufhören! Die meisten Menschen mit Schizophrenie sind starke Raucher. Das Nikotin dämpft die Wirkung der Medikamente und trägt zur Entspannung und zur Konzentration bei, deshalb sind die meisten Menschen mit Schizophrenie an die Zigarette gebunden. Es ist für sie sehr schwer damit aufzuhören, doch es ist wichtig, von dem Glimmstängel zu lassen. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, werden sie nach einigen Monaten feststellen, dass die Zigarette gar nicht so wichtig ist, wie Sie im Augenblick meinen. Auch als psychisch Kranker kann man ohne das Rauchen besser leben. Man kann frei durchatmen und spart zudem viel Geld. Das Wohlbefinden wird sich auf jeden Fall verbessern.

Tipp 2:
Statt zu rauchen, sollte man Sport treiben. Sport ist für Schizophreniekranke sehr gut geeignet, um die negativen Gedanken und Gefühle zu verarbeiten. Man kann Stress und Aggressionen abreagieren. Wenn man sich anstrengt und schwitzt, gibt der Körper zudem Glücksgefühle frei. Diese Glückshormone verbessern das allgemeine Befinden. Der Schreiber dieser Zeilen betreibt z. B. den Radsport. Dadurch ist man an der frischen Luft und in der Natur, man kann seinen Geist befreien und mit schönen Augenblicken füllen. Jeder kann die Sportart wählen, die ihm Freude macht. Körperliche Anstrengung hilft zwar nicht immer, aber in sehr vielen Fällen hat sie einen positiven Effekt, wenn sie regelmäßig betreibt.

Tipp 3:
Halten Sie sich viel an der Sonne auf und machen Sie Sonnenbäder. Die Psychopharmaka bewirken in manchem Fällen eine höhere Lichtempfindlichkeit, doch sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein, dann können Sie sich von März bis Oktober an die Sonne legen und Ihre Haut dem Sonnenlicht aussetzen. (Bei Unverträglichkeit können Sie Ihren Therapeuten fragen.) Das Sonnenlicht bildet das Vitamin D3, welches Depressionen entgegenwirkt. Der Schreiber hat festgestellt, dass sich sein allgemeines Befinden gebessert hat, wenn er an Sonnentagen jeweils für 20 Minuten auf dem Bauch und auf dem Rücken in der Sonne lag und sich bräunen ließ. Allerdings sollte man dabei auf Sonnencreme verzichten, denn sonst bildet die Haut nicht dieses Vitamin. Wenn man sonnenempfindlich ist und leicht einen Sonnenbrand bekommt, kann man am Anfang für wenige Minuten in die Sonne liegen und dann nach und nach die Zeit an der Sonne verlängern. Probieren Sie es, es hilft!

Tipp 4:
Der nächste Tipp richtet sich an die Personen, die gerne scharf essen. Pfefferoni oder Chili verbessern das allgemeine Wohlbefinden. Sie besitzen viele wertvolle Vitamine und der enthaltene Stoff, der den Gaumen vor Schärfe brennen lässt, löst Glücksgefühle aus. Hier gilt natürlich: Nicht übertreiben! Ein anderer Effekt von den scharfen Schoten ist, dass man sich und seinen Körper wahrnimmt und durch die Schärfe gegebenenfalls aus seiner Gedankenschleife herauskommen kann, falls man gerade eine ungute Phase durchlebt.

Tipp 5:
Hören Sie klassische Musik. Der Autor dieser Zeilen hörte viele Jahre lang die aktuelle Rock- und Popmusik und kam dann irgendwann auf die klassische Musik. Die klassische Musik bietet mehrere Vorteile. Ein Vorteil von der klassischen Musik ist ihre Atemrhythmik. Bei der Rockmusik ist die Melodie durch das Schlagzeug in ein starres Schlaggitter eingebunden, das führt dazu, dass das freie Atmen beim Hören unterdrückt und der Verstand umgangen wird. Durch das Anhalten des Atems flippt man dann aus. Die klassische Musik dagegen erlaubt dem Zuhörer, frei durchzuatmen und sie gleicht einer Kurve, bei der Anspannung durch das Einatmen und die Erleichterung beim Ausatmen gleichermaßen berücksichtigt werden. Dadurch entspannt man sich.
Ein anderer Aspekt ist, dass diese Musik das Gemüt beruhigt. Diese Musik ist nicht aggressiv, düster und gewalttätig wie die Rockmusik, sie beruhigt vielmehr die Nerven und schafft eine ganz besonders wohltuende Atmosphäre.
Ein weiterer Punkt ist, dass die klassische Musik Ordnung schafft. Der Schreiber hat es selber erlebt. Durch die klassische Musik ordneten sich nicht nur seine Gedanken, sondern er macht seine Wohnung viel öfter sauber, weil er Unordnung wahrnimmt und sofort beheben will.
Diese positiven Effekte stellen sich nicht sofort ein. Man braucht zunächst Geduld, vor allem dann, wenn schon sein ganzes Leben lang Rockmusik gehört hat. In der Regel braucht es eine Phase der Umgewöhnung, die sich jedoch auszahlt, wenn man mit Geduld an der klassischen Musik festhält.

Tipp 6:
Geholfen hat dem Schreiber auch, wenn er bestimmt Teekuren angewandt hat. Brennnesseltee lindert Entzündungen, entgiftet den Körper und entschlackt. Brennnesseltee kann unter Umständen auch das Gemüt des Kranken aufhellen. Es gibt noch andere Tees, wie z. B. Nachttees und Beruhigungstees, die helfen. Man kann sich ja vorher informieren. Dazu gibt noch andere natürliche Produkte, hilfreich sein können, wie z. B. Lebertran (Vitamin D3 und Vitamin A) oder Vitamintabletten. Auch Fischgerichte sind gesund. Hierbei sollte man sich vorher informieren.

Tipp 7:
Geben Sie nie, nie, niemals auf! Der christliche Glaube an Jesus Christus mit der Verbindung zum Schöpfer hilft! Nur dadurch konnte dieser Text entstehen, denn ohne Jesus Christus wäre der Schreiber nicht mehr am Leben!