Hallo zusammen,
mich würde mal eure Erfahrung interessieren: Wenn ihr Medikamente absetzt, lasst ihr euch dann vom Psychiater die kleinste Stückelung verschreiben und nehmt dann alle paar Monate eine weniger? Achtet ihr danach aktiv auf Symptome in den nächsten Tagen nach der Reduktion und nehmt sie gegebenenfalls wieder bzw. passt die Einnahme an, zum Beispiel jeden zweiten Tag? Also so, dass es wirklich nur eine ganz kleine Dosisreduktion über einen längeren Zeitraum ist.
Meiner Meinung nach ist eine sehr langsame Reduktion enorm wichtig, weil das Problem der Überempfindlichkeit der Dopaminrezeptoren real ist. Es kann wirklich Monate bis Jahre dauern, bis sich diese wieder normalisieren. Nach einer Reduktion können dann für ein bis zwei Tage verstärkt Symptome auftreten, und zwar wegen der Reduktion selbst, nicht weil sich tatsächlich etwas an der Krankheit verändert hat. Aber die Symptome können definitiv in eine volle Psychose führen. Mich interessiert, ob jemand die Erfahrung gemacht hat, seine Medikamente erfolgreich langsam reduzieren zu können, vielleicht sogar, obwohl der Psychiater es nicht empfohlen hat.
Bei mir war es so: Ich wurde mit Olanzapin und Quetiapin entlassen. Das Olanzapin habe ich relativ schnell abgesetzt, das Quetiapin dagegen langsam reduziert. Irgendwann habe ich meinem Psychiater gesagt, dass ich eine kleinere Stückelung der gleichen Menge möchte, habe diese dann noch eine Weile genommen und alle paar Monate eine Einheit weggelassen. Aktuell bin ich bei 50 mg Quetiapin retardiert und 25 mg Quetiapin normal. Die retardierte Form hilft nicht so gut beim Einschlafen, daher die Aufteilung.
Mir geht es aber, gerade auch sozial sehr gut. Ich konnte mich auch schon komplett von den psychotischen Gedanken distanzieren. Ich glaube, jeder kennt diesen Moment, wenn er ihn schon mal hatte. Wo man erkennt, was die psychotischen Gedanken waren. Ich weiß mittlerweile auch ganz genau: Wenn ich irgendwo dieses "besondere Gefühl" bekomme, dass hier nicht wirklich etwas besonders oder geheim ist, sondern es einfach nur ein falsches Dopamin-Signal in meinem Kopf ist,
Interessant ist übrigens auch der Hintergrund zu Dopamin: Viele denken, es sei ein reines „Glückshormon", aber das ist etwas irreführend. Dopamin funktioniert eher als eine Art Bedeutungsrezeptor es reguliert, wie viel Bedeutung wir Erlebnissen und Ereignissen zuschreiben und was wir für bedeutsam halten und was nicht. Bzw was wir interessant finden. Und hier kommt wahrscheinlich auch das Missverständnis her es bereitet oftmals sehr viel Freude etwas interessant zu finden. Dopamin ist auch in gewisser art und Weise dafür verantwortlich für wie wahrscheinlich wir bestimme Szenarien halten was auch erklärt warum man in psychosen an die unwahrscheinlichensten scenarien glaubt. Oftmals nicht unmöglich aber sehr sehr unwahrscheinlich quasi unmöglich.
Würde mich über eure Erfahrungen freuen!
Ob ihr das änhlich macht und welche Erfahrungen ihr gemacht habt?
mich würde mal eure Erfahrung interessieren: Wenn ihr Medikamente absetzt, lasst ihr euch dann vom Psychiater die kleinste Stückelung verschreiben und nehmt dann alle paar Monate eine weniger? Achtet ihr danach aktiv auf Symptome in den nächsten Tagen nach der Reduktion und nehmt sie gegebenenfalls wieder bzw. passt die Einnahme an, zum Beispiel jeden zweiten Tag? Also so, dass es wirklich nur eine ganz kleine Dosisreduktion über einen längeren Zeitraum ist.
Meiner Meinung nach ist eine sehr langsame Reduktion enorm wichtig, weil das Problem der Überempfindlichkeit der Dopaminrezeptoren real ist. Es kann wirklich Monate bis Jahre dauern, bis sich diese wieder normalisieren. Nach einer Reduktion können dann für ein bis zwei Tage verstärkt Symptome auftreten, und zwar wegen der Reduktion selbst, nicht weil sich tatsächlich etwas an der Krankheit verändert hat. Aber die Symptome können definitiv in eine volle Psychose führen. Mich interessiert, ob jemand die Erfahrung gemacht hat, seine Medikamente erfolgreich langsam reduzieren zu können, vielleicht sogar, obwohl der Psychiater es nicht empfohlen hat.
Bei mir war es so: Ich wurde mit Olanzapin und Quetiapin entlassen. Das Olanzapin habe ich relativ schnell abgesetzt, das Quetiapin dagegen langsam reduziert. Irgendwann habe ich meinem Psychiater gesagt, dass ich eine kleinere Stückelung der gleichen Menge möchte, habe diese dann noch eine Weile genommen und alle paar Monate eine Einheit weggelassen. Aktuell bin ich bei 50 mg Quetiapin retardiert und 25 mg Quetiapin normal. Die retardierte Form hilft nicht so gut beim Einschlafen, daher die Aufteilung.
Mir geht es aber, gerade auch sozial sehr gut. Ich konnte mich auch schon komplett von den psychotischen Gedanken distanzieren. Ich glaube, jeder kennt diesen Moment, wenn er ihn schon mal hatte. Wo man erkennt, was die psychotischen Gedanken waren. Ich weiß mittlerweile auch ganz genau: Wenn ich irgendwo dieses "besondere Gefühl" bekomme, dass hier nicht wirklich etwas besonders oder geheim ist, sondern es einfach nur ein falsches Dopamin-Signal in meinem Kopf ist,
Interessant ist übrigens auch der Hintergrund zu Dopamin: Viele denken, es sei ein reines „Glückshormon", aber das ist etwas irreführend. Dopamin funktioniert eher als eine Art Bedeutungsrezeptor es reguliert, wie viel Bedeutung wir Erlebnissen und Ereignissen zuschreiben und was wir für bedeutsam halten und was nicht. Bzw was wir interessant finden. Und hier kommt wahrscheinlich auch das Missverständnis her es bereitet oftmals sehr viel Freude etwas interessant zu finden. Dopamin ist auch in gewisser art und Weise dafür verantwortlich für wie wahrscheinlich wir bestimme Szenarien halten was auch erklärt warum man in psychosen an die unwahrscheinlichensten scenarien glaubt. Oftmals nicht unmöglich aber sehr sehr unwahrscheinlich quasi unmöglich.
Würde mich über eure Erfahrungen freuen!
Ob ihr das änhlich macht und welche Erfahrungen ihr gemacht habt?