@EdeBAZYXWVUTSRQ_Pseudo
Kognitionen sind bei mir mit Bupropion definitiv besser geworden in den Intervallphasen ohne Antipsychotika.
So etwas kann man sich schwer einbilden, da es gravierende Unterschiede sind. Vielleicht hat die NET-Wirkung beigetragen. Ohne Bupropion waren meine Kognitionen vorher konstant schlecht bei ähnlichen Absetzversuchen.
Die Besserung war bereits kurz nach der Einnahme und Intervallphase zu erkennen, wobei der Effekt mit dem phasenweisen Absetzen des Antipsychotikums zusammenhängt.
NET reduziert eher innere Unruhe und Reizbarkeit.
DAT hat im Grunde auch antipsychotische Effekte, was ich mit der Wirkung gegen Supersensibilisierung meinte. Auch Amphetamine führen von der Studienlage dazu, dasss sich die Dopaminrezeptoren wieder verringern können. Da Bupropion chemisch ein Amphetamin ist, aber keine Droge, indem es direkt auf die Ausschüttung von Dopamin wirkt, bietet es sich an und funktioniert ja, wie man bei mir gut sehen kann.
In die Gegenrichtung von Bupropion als NL-Adjuvans geht vom Konzept her Evenamid (Zulassung noch ausstehend), es verstärkt gewollt den dämpfenden Effekt, jedoch ist es dabei (bisher) "sicher", das heißt, man muss sich das nicht mit mehr (neueoleptischen) Nebenwirkungen erkaufen. Mal schauen, was draus wird!
Schauen wir uns mal das Konzept Evenamid an, wobei ich mich frage was du genau mit Gegenrichtung meinst?
Mit KI erstellt
| Aspekt | Evenamide | Bupropion |
|---|
| Primäres Target | Selektiver Blocker spannungsabhängiger Natriumkanäle in glutamatergen Neuronen | Hemmer des Noradrenalin‑/Dopamin‑Reuptakes (NDRI), zusätzlich nikotinischer Antagonist |
| Hauptsystem | Glutamat (v.a. vHipp → VTA‑Schleife) | Dopamin und Noradrenalin (v.a. mesolimbisch, gering präfrontal) |
| Effekt auf Glutamat | Normalisiert übermäßige Glutamatfreisetzung bei NMDA‑Hypofunktion | Kein primäres Glutamat‑Target; evtl. indirekte Modulation über DA/NE |
| Effekt auf Dopamin | Senkt hyperdopaminergen Zustand indirekt (VTA‑Feuerrate ↓ über vHipp‑Beruhigung) | Erhöht synaptisches DA (v.a. Nucleus accumbens); kann Psychose bei Vulnerablen eher triggern |
| Klinische Rolle | Kandidat als Zusatz‑Antipsychotikum (TRS, pos./neg./kognitive Symptome) | Antidepressivum, Rauchentwöhnung; nicht als Antipsychotikum, eher Vorsicht bei Psychose |
| Plastizität | Effekte halten > PK‑Fenster → Hinweis auf plastizitätsbezogene Veränderungen | Teils neuroplastische Effekte beschrieben (BDNF etc.), aber nicht spezifisch im Psychose‑Kontext |
1. Gemeinsame Berührungspunkte
- Natriumkanäle:
- Evenamide: klar definierter, selektiver VGSC‑Blocker in hyperaktiven glutamatergen Neuronen.
- Bupropion: zeigt in höheren Konzentrationen ebenfalls eine gewisse Natriumkanalblockade, aber das ist nicht sein primärer klinischer Wirkmechanismus.
- Berührung: Beide können neuronale Erregbarkeit über Na⁺‑Kanäle beeinflussen; bei Evenamide ist das der Kern, bei Bupropion eher ein Nebeneffekt.
- Einfluss auf die VTA‑Dopaminaktivität:
- Evenamide: reduziert VTA‑DA‑Neuronaktivität durch Dämpfung der ventralen Hippocampus‑Hyperaktivität.
- Bupropion: erhöht mesolimbische DA‑Verfügbarkeit; das kann VTA–NAcc‑Schaltkreise funktionell „anfeuern“.
- Berührung: Beide ändern die DA‑Dynamik im mesolimbischen System – aber in entgegengesetzter Richtung.
- Neuroplastizität:
- Evenamide: Einzelgabe mit anhaltender Wirkung jenseits der Eliminationszeit → Hinweis auf Veränderungen von Netzwerk‑Eigenschaften/Plastizität.
- Bupropion: wie andere Antidepressiva Hinweise auf neuroplastische Veränderungen (z.B. BDNF), allerdings primär im Depressions‑Setting beschrieben.
- Berührung: Beide könnten längerfristig synaptische/netzwerkbezogene Anpassungen triggern, aber in unterschiedlichen Systemen und mit unterschiedlicher klinischer Zielrichtung.
2. Zentrale Gegensätze
- Richtung des dopaminergen Effekts:
- Evenamide:
- Ziel: Hyperdopaminergie senken (Schizophrenie‑Modell).
- Mechanismus: vHipp‑Hyperexzitabilität ↓ → VTA‑DA‑Neuronenzahl aktiv ↓.
- Klinische Implikation: antipsychotisch ergänzend, ohne direkten D2‑Block.
- Bupropion:
- Ziel: DA/NE‑Signal erhöhen zur antidepressiven Wirkung.
- Mechanismus: Reuptake‑Blockade von DA/NE.
- Klinische Implikation: Kann bei vulnerablen Personen psychotische Symptome verstärken oder auslösen.
- → In einem vereinfachten Modell: Evenamide wirkt „antipsychotisch“ auf das dopaminerge System, Bupropion eher „pro‑dopaminerg“ und potenziell psychosefördernd.
- Primäres System: Glutamat vs. Monoamine
- Evenamide: arbeitet „eine Stufe höher“ im glutamatergen Treiber der VTA‑Überaktivität (Hippocampus‑Hyperexzitabilität als upstream-Pathologie).
- Bupropion: setzt direkt an der monoaminergen Endstrecke an (DA/NE‑Transporter).
- → Dein Framework: Evenamide greift deutlich näher an der von dir fokussierten Glutamat–Hippocampus–VTA‑Achse an, Bupropion ist klassisch „monoaminerg downstream“.
- Klinische Positionierung in Bezug auf Psychose
- Evenamide: Kandidat für TRS‑Adjunkt, um positive, negative und kognitive Symptome besser zu adressieren.
- Bupropion: Off‑label teils bei negativen Symptomen diskutiert, aber mit Vorsicht wegen Psychoserisiko; keine antipsychotische Evidenz.
3. Wie man beide in ein gemeinsames Modell setzen könnte
Wenn du ein didaktisches Schema zeichnest:
- Layer 1 – Neuroentwicklung / vHipp‑Hyperexzitabilität / NMDA‑Hypofunktion → Pathologisch erhöhte glutamaterge Drive auf VTA. → Interventionspunkt Evenamide: Na⁺‑Kanäle in überaktiven glutamatergen Neuronen blockieren, Glutamatfreisetzung normalisieren.
- Layer 2 – VTA‑Dopamin‑Output
- Bei Schizophrenie: hyperdopaminerg.
- Evenamide: reduziert Output indirekt.
- Bupropion: tendiert dazu, die DA‑Verfügbarkeit zu erhöhen.
- Layer 3 – Monoaminerge Modulation von Affekt, Antrieb, Kognition
- Bupropion: klare Wirkung hier (Antrieb, Stimmung).
- Evenamide: eher über „Netzwerknormalisierung“ und kognitiv/negativ symptomatische Verbesserung im Tiermodell.
Damit könntest du beide schön gegenüberstellen:
- Evenamide: glutamaterger „Top‑Down‑Normalizer“ mit indirekter DA‑Dämpfung.
- Bupropion: monoaminerger „Bottom‑Up‑Aktivator“ mit DA‑Steigerung.
In die Gegenrichtung von Bupropion als NL-Adjuvans geht vom Konzept her Evenamid (Zulassung noch ausstehend), es verstärkt gewollt den dämpfenden Effekt, jedoch ist es dabei (bisher) "sicher", das heißt, man muss sich das nicht mit mehr (neueoleptischen) Nebenwirkungen erkaufen. Mal schauen, was draus wird!
Bupropion stabilisiert und ermöglicht, dass man mit mehr Dopamin stabil funktioniert, was Kognitionen verbessert. Die DA-Steigerung ist unter Antipsychotikaeinnahme nahezu ausgeschlossen, da deren Wirkung überwiegt und die DAT-Transporterwirkung eher Dopamin verteilt, dort wo Mangelzustände sind (Negativsymptome, Kognitionen werden besser), statt Überschüsse (Positivsymptome) zu vergrößern.
Im Grunde moduliert Bupropion Dopamin und Noradrenalin, was stabilisiert und ermöglicht das man auch unter mehr Dopamin stabil bleibt, ohne dass es selbst Überschüsse anhebt.
Eher kommt es zu einer Rückkopplung, da Mangelzustände gelöst sind und damit weniger Anregung an Dopamin entsteht.
Evenamid ist für uns nur Theorie, oder kannst du Wirkung und Nebenwirkung abschätzen und welche Risiken so ein ganz neuer Wirkstoff hat.
Du könntest ja auch mal in deinen Worten erklären, wie die Gegensätze aussehen sollen, da das so klingt, wie wenn das eine das Andere ausschließt.
Sind unterschiedliche Wirkweisen da Bupropion durch Aktivierung Negativsymptome reduziert, Kognitionen verbessert und damit psychischen Stress reduziert, indem man sein Leben wieder gebacken bekommt. Auch weil es längere Zeiten ohne Antipsychotika möglich macht durch diese Stabilisierung.
Den Rat von Maggi kannst du ja gar nicht ausprobieren, du könntest aber darüber nachdenken.
Warum sollte er kein Bupropion bekommen? Oder steht das schon auf der verbotenen Liste? Oder meinst du,
@goped ist völlig entmündigt?
Ich persönlich würde als Antidepressivum zur neuroleptischen Medikation lieber ein SSRI ausprobieren, habe damit aber keine Erfahrungen, da nie eine relevante Depression zusätzlich zu den (zuletzt) Partial-Agonisten gehabt.
SSRI-Antidepressiva haben etwas mit dem Wertungssystem im Kopf zu tun, das bei Psychose eingeschränkt ist, von daher ein zweischneidiges Schwert und eher situationsabhängig nützlich oder kontraproduktiv.
Emotional und von der Libido flachen diese ab, was antidepressiv von der Grundstimmung nützlich ist. Das machen Antipsychotika aber auch. Zudem können SSRIs innere Unruhe und Nervösität fördern was ein Problem bei Goped darstellt.
Ein SSRI kann nützlich sein, wenn man die innere Unruhe etwa mit Bupropion NDRI in Griff hat. SSRI sind, was Ängste angeht, womöglich etwas besser.