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Was ist das Schlimmste an der Schizophrenie?

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Sind es die Positivsymptome oder Negativsymptome? Ist es die Emotionslosigkeit und Depression? Ist es der Wahn? Sind es die Stimmen? Was sind für euch die schlimmsten Symptome? Welche beeinträchtigen euch im Alltag am meisten?
 

Sab

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Ganz klar die Negativsymptomatik. Konzentrationsstörungen beeinträchtigen mich am meisten. Der Mist wird mich noch meinen Job als Programmiererin kosten.
 
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Für mich ist die gesamte Krankheit an sich schlimm.

Jedes Symptom ist auf seine Art schlimm. Und sind wir mal ganz ehrlich. Meistens vermischen sich die Symptome miteinander, sodass man Halluzinationen hat und gleichzeitig depressiv ist. Der Mix macht diese Krankheit zu einer sehr schlimmen Krankheit.
 
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für mich ist das Schlimmste, dass immer wieder die "emotionale Welt" einstürzt,
nachdem das passiert (in meinem Leben ist das zum Glück erst 2x passiert) ist,
fühle ich mich emotional isoliert von allen anderen, wobei ich auch keine Möglichkeit dann mehr habe mit der Außenwelt in Kontakt zu treten....
 
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Ich fand es beim Krankheitsausbruch am schlimmsten. Da verändert man sich ja schleichend und lernt sich mit seinen Problemen zu akzeptieren, auch wenn man anders ist. Die Erstbehandlung hat mich da den Boden unter den Füßen weggezogen und ich musste erstmal lernen, mit den Einschränkungen da umzugehen.
Die Zeit bis ich gute Medikamente gefunden habe, war schon sehr schwierig, für mich, aber auch für meine Angehörigen, die mich da aushalten mussten und wo es ging, geholfen haben.
Das mit den Negativsymptomen wurde bei mir erst vor 5 Jahren als ich mit Bupropion angefangen habe besser, ohne wäre ich heute vermutlich noch in meiner Wahnwelt gefangen und würde aufgrund der Negativsymptome zu tun haben, mein Zuhause halbwegs in Schuss und sauber zu halten.
Emotional hatte ich zeitweise auch so Liebeswahn oder wie man das nennen mag, das war auch belastend, da ich meist psychotisch wurde, wenn sich eine Beziehung angebahnt hat oder ich mich verliebt habe. Mir ist es schwergefallen, mit diesen Dingen abzuschließen und das Emotionale passte häufig kaum zur Realität, sodass ich mir in diesen Dingen viel verbaut habe.

Im Nachhinein gesehen war es für mich besser so, mit der Erkrankung allein zu bleiben. Ich glaube, das hätte damals kaum jemand auf Dauer ertragen und ich hätte auch nichts zurückgeben können in einer Beziehung. Zudem frage ich mich heute, ob ich mir damals auch diese emotionalen Dinge schöngeredet habe, da ich sonst auch sehr distanziert gewesen bin und das Meiste davon Traum und Wunschvorstellungen gewesen sind.

Vielleicht braucht man in der Erkrankung auch etwas Anerkennung, um weitermachen zu können und da bildet man sich eben vieles ein, um mit der eigenen Situation klarzukommen.
Im Nachhinein sind mir diese Dinge etwas unangenehm und ich würde manchmal gerne wissen, was in Anderen vorgeht, wenn diese von so einer Erkrankung mitbekommen oder warum mir es so schwerfällt eine Beziehung einzugehen bzw. dass, warum die Dinge bei mir häufig schiefgelaufen sind.
Mein Wahn war sonst eher politischer und religiöser Natur, obwohl ich mich vor der Erkrankung praktisch sehr wenig für Politik interessiert habe, in der Erkrankung fühlte ich mich für alles auf der Welt verantwortlich und dachte damals eben eine Botschaft von Gott bekommen zu haben, was mich damals dann vollständig in die Psychose getrieben hat.
War schon eine schlimme Zeit, aber heute bin ich ein Stück weit über diese Erfahrungen auch froh und bin ein viel glücklicherer Mensch als damals. Damals vor der Psychose hatte ich auch Depressionen und nahm Antidepressiva, was bei der Behandlung der Psychose aber abgesetzt wurde. Von daher ist mir der Griff zu diesen Wirkstoffen auch etwas einfacher gefallen.
 
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Ich behaupte mal die kognitiven Beeinträchtigungen sind das schlimmste
Das lässt sich mit meiner Medikamenteempfehlung behandeln.
Bei mir waren die Einschränkungen vorher auch sehr schlimm, wo ich heute anscheinend sogar geistig fitter als Gesunde bin.
Klar bleibt etwas von der Psychose, aber vieles kann man besser behandeln als das derzeit in den Psychiatrien noch der Fall ist.
Ich finde das unverständlich, warum man da so wenig macht, obwohl es eben Möglichkeiten gäbe, wie ich das etwa gemacht habe.
Wenn es einem besser geht, dann sind diese Beeinträchtigungen eben eher Erfahrungen, an denen man wächst.

Ich kann mir vorstellen, dass es Stimmenhörer besonders schwer haben, oder wenn man stark ausgeprägte Halluzinationen hat. Bei mir war das vergleichsweise mild und hauptsächlich Paranoia, Wahn, Verfolgungswahn. Stimmen hatte ich keine, aber das stelle ich mich am schlimmsten vor, etwa wenn diese böse und beleidigend sind.
 
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Hallo,du schreibst man kann wenn man in einer Beziehung ist nichts zurückgeben,wie meinst du das?Ich habe einen Freund der schizophren ist u.ich sagte ihm das ich ihn vermisse,sehr stark,er meinte bei ihm geht es ,und er wäre keiner zum vermissen,es kommt von ihm zu mir nix.ist es die Krankheit?
 
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Er hat die Krankheit schon lange nimmt Tabletten und lebt in einer Einrichtung
 
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Ich finde die depressiven Symptome bzw. Negativsymptome am schlimmsten, weil sie bei mir am längsten andauern. Die Positivsymptome sind bei mir mit Medikamenten in den Griff gekommen, aber die depressiven Symptome habe ich auch noch 1,5 Jahre nach der Psychose, wenn auch schon abgeschwächt, aber ich kann nicht weiter studieren und das finde ich schon richtig bitter. Ich kann mich nicht wirklich an schönen Dingen erfreuen durch die Depression.
 
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Das ist nicht schön nein wirklich nicht.Vielleicht an den kleinen Dingen ein Lächeln o.ein freundliches Wort,das lässt zumindest ein wenig die Sonne scheinen.
 
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@Betreuerin ja, da hast du recht ich versuche mich an den kleinen Dingen zu freuen. An alles was ich esse und trinke an meiner Familie etc. Ein bisschen was an Interessen sind ja auch schon zurückgekommen. Aber insgesamt bin ich halt leider immer noch ziemlich depressiv.
 
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Aripripazol in hohen Dosierungen machen mich depressiv....
 
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