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TAKE THESE BROKEN WINGS Dokumentarfilm über Schizophrenie, Genesung ohne Medikamente.

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Ein Film von Daniel Mackler.
„Take These Broken Wings" ist ein 75-minütiger Dokumentarfilm über die Genesung von Schizophrenie ohne Anwendung von Medikamenten, mit Joanne Greenberg (Bestsellerautorin, „Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen"), gesund seit über 50 Jahren, und Catherine Penney, gesund seit über 30 Jahren. Interviews mit Peter Breggin, Robert Whitaker und Bertram Karon. Ein Film von Daniel Mackler.


Die besten verfügbaren Langzeitstudien zeigen:

Beseitigt oder reduziert die Behandlung von Schizophrenie mit Antipsychotika Psychosen? Eine 20-jährige Multi-Follow-up-Studie
M Harrow 1, T H Jobe 1, R N Faull 1

Abstrakt
Hintergrund: Diese Forschung untersucht, ob eine mehrjährige Behandlung mit Antipsychotika Psychosen bei Schizophrenie reduziert oder beseitigt. Es liefert Längsschnittdaten aus 20 Jahren zur Häufigkeit und Schwere psychotischer Aktivität in Stichproben von behandelten Schizophreniepatienten (SP) im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika behandelten Patienten.

Methode: Insgesamt 139 junge Patienten mit Schizophrenie und affektiven Störungen wurden beim Index-Krankenhausaufenthalt untersucht und dann sechsmal über 20 Jahre auf Psychosen und andere wichtige Variablen erneut untersucht.
Ergebnisse: Bei jeder Nachuntersuchung über die 20 Jahre hinweg hatte ein überraschend hoher Prozentsatz der mit Antipsychotika behandelten SP im Längsschnitt eine psychotische Aktivität. Mehr als 70 % der von SP kontinuierlich verschriebenen Antipsychotika zeigten bei vier oder mehr von sechs Nachuntersuchungen über 20 Jahre eine psychotische Aktivität. Im Längsschnitt zeigten SP nicht verschriebene Antipsychotika signifikant weniger psychotische Aktivität als die verschriebenen Antipsychotika (p < 0,05).

Schlussfolgerungen: Die 20-Jahres-Daten zeigen, dass antipsychotische Medikamente im Längsschnitt nach den ersten Jahren die Häufigkeit von Psychosen bei Schizophrenie nicht eliminieren oder verringern oder die Schwere einer postakuten Psychose verringern, obwohl es schwierig ist, eindeutige Schlussfolgerungen zu ziehen über die Wirksamkeit der Behandlung in rein naturalistischer oder beobachtender Forschung. Im Längsschnitt würde der Zustand der Mehrheit der SP-verschriebenen Antipsychotika aufgrund ihrer psychotischen Aktivität und der Funktionsstörung die Frage aufwerfen, wie viele von ihnen wirklich ein Nachlassen der Krankheitssymptome haben.



Interviews:

Peter Roger Breggin
(* 11. Mai 1936) [1] ist ein amerikanischer Psychiater und Kritiker der Schockbehandlung und psychiatrischen Medikation. In seinen Büchern plädiert er dafür, den Einsatz von Medikamenten und Elektrokrampftherapie in der Psychiatrie durch Psychotherapie , Bildung , Empathie , Liebe und umfassendere menschliche Dienste zu ersetzen. [2]
Breggin ist Autor vieler Bücher, die sich kritisch mit psychiatrischen Medikamenten auseinandersetzen, darunter Toxic Psychiatry , Talking Back to Prozac und Talking Back to Ritalin. Sein neuestes Buch, Brain-Disabling Treatments in Psychiatry , diskutiert seine Theorie der medikamentösen Verzauberung (in der es heißt, dass es den Patienten nach der Behandlung schlechter geht, dies aber nicht sehen oder erkennen, warum), [3] die Nebenwirkungen von Medikamenten und Elektrokrampftherapie (ECT), die Gefahren der Diagnose und Behandlung von Kindern.



Robert Whitaker ist ein amerikanischer Journalist und Autor, der hauptsächlich über Medizin, Wissenschaft und Geschichte schreibt. [1] Er ist Autor von fünf Büchern, von denen drei die Geschichte oder Praxis der modernen Psychiatrie behandeln. Er hat zahlreiche Auszeichnungen für wissenschaftliches Schreiben gewonnen, und 1998 war er Teil eines Teams, das für den Boston Globe schrieb , der 1999 für den Pulitzer-Preis für öffentlichen Dienst in die engere Wahl kam, für eine Reihe von Artikeln, in denen die Ethik der psychiatrischen Forschung in Frage gestellt wurde, in der ahnungslose Patienten waren gegebene Medikamente, von denen erwartet wird, dass sie ihre Psychose verstärken. [2] [3] Er ist der Gründer und Herausgeber von Mad in America , [4] einem Webzine, das das moderne psychiatrische Establishment kritisiert.

Als Gewinner des IRE 2010-Buchpreises für den besten investigativen Journalismus untersucht dieses Buch, warum die Zahl psychisch kranker Patienten in Amerika, die SSI- oder SSDI-Invaliditätstests erhalten, trotz der sogenannten „psychopharmakologischen Revolution“ weiter steigt. Whitakers Hauptthese lautet, dass Psychopharmaka gut dazu geeignet sind, akute Symptome einzudämmen. Patienten, die längere Behandlungszyklen erhalten, sind jedoch oft stärker behindert als zu Beginn. [17]Trotz dieser Ergebnisse aus mehreren wegweisenden Studien in den 1970er Jahren begannen Pharmaunternehmen wie Eli Lily zusammen mit der American Psychiatric Association in den 1980er Jahren, Antidepressiva und Antipsychotika der zweiten Generation bei Psychiatriepatienten aggressiver einzusetzen. Viele prominente akademische Psychiater arbeiteten als wichtige Meinungsführer für die Pharmaunternehmen und wurden dafür in Millionenhöhe bezahlt. [17] : 322  [18]

Im April 2011 gab IRE bekannt, dass Anatomy of an Epidemic seine Auszeichnung als bestes investigatives Journalismusbuch des Jahres 2010 gewonnen hatte, und erklärte: „Dieses Buch bietet eine eingehende Untersuchung medizinischer Studien und Wissenschaften und ist mit überzeugenden anekdotischen Beispielen durchsetzt.“ Am Ende, Whitaker reißt Löcher in die konventionelle Weisheit der Behandlung von Geisteskrankheiten mit Medikamenten." [22]


Bertram P. Karon, Ph.D., ist Professor für Klinische Psychologie an der Michigan State University, wo er seit 1962 lehrt. Er ist ehemaliger Präsident der Abteilung für Psychoanalyse der American Psychological Association und Präsident der Michigan Psychoanalytic Rat. Er wurde von der New York Society for Psychoanalytic Training für ihren 1988 Distinguished Psychoanalyst Award und 1982 für ihren Outstanding Publication Relevant to Psycho-analysis Award for Psychotherapy of Schizophrenia: The Treatment of Choice ausgewählt. Außerdem wurde er 1990 für den Fowler Award for Distinguished Graduate Teaching von den Graduate Students der American Psychological Association und 1990 für den Master Lecturer Award der Michigan Psychological Association ausgewählt. Er hat über 100 Veröffentlichungen in amerikanischen und europäischen Zeitschriften für Psychoanalyse, Psychologie und Psychiatrie.
 
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Da schließe ich mich bestärkend an! Man muss nicht in Reaktivismus verfallen, falls man Medikamente nimmt und der klassische psychiatrische Weg einem hilft, aber es ist dennoch schön, so einen sanften Betroffenen Film zu sehen (obwohl manchmal die Tonbearbeitung etwas nervig ist, wo sie irgendwie versuchen zu veran... "schau"lichen, wie es sich wohl anfühlt, wenn man Stimmen hört ... fand ich n bisschen triggerend, obwohl ich selbst nichtmal Stimmen höre ^^)
 
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Ein Film von Daniel Mackler.
„Take These Broken Wings" ist ein 75-minütiger Dokumentarfilm über die Genesung von Schizophrenie ohne Anwendung von Medikamenten, mit Joanne Greenberg (Bestsellerautorin, „Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen"), gesund seit über 50 Jahren, und Catherine Penney, gesund seit über 30 Jahren. Interviews mit Peter Breggin, Robert Whitaker und Bertram Karon. Ein Film von Daniel Mackler.
Was die Bestsellerautorin angeht, so glaube ich, dass man Schizophrenie in so einem eher künstlerischen Beruf womöglich eher ausleben kann und damit der Beruf, den man hat, kein so großes Hindernis darstellt.
Etwa wenn man Musiker ist, dann können solche Erkrankungen womöglich auch nützlich sein oder man kann einen gewissen Größenwahn ausleben, indem man da mit seiner Erkrankung einen Platz in der Welt hat und einen Sinn im Leben findet.

Ich müsste mir das erstmal genauer anschauen, das geschriebene klingt schonmal sehr interessant. Das sehe ich sehr ähnlich, dass man zum Teil mit Neuroleptika eben auch schlechter dran ist, aber das eben ein kniffliges Thema ist, da die Psychose auszuleben auch gefährlich ist und da eben auch keine Selbstheilung garantiert ist.
Die Medikamente können das subjektive Leiden schnell lindern oder korrigieren und da viele schon vor den Neuroleptika andere Psychopharmaka hatten ist es schwer da einen kompletten Verzicht herzustellen oder die Uhr zurückzudrehen.
Antidepressiva etwa retten Menschenleben, wenn man depressiv ist und eben Medikamente braucht um weiterzufunktionieren oder keinen Suizidgedanken zu verfallen. Ähnlich ist es mit Neuroleptika, die einen auch helfen können wieder auf eine gerade Bahn zu kommen, oder einen überhaupt zeigen, dass die Wahrnehmung von einem verändert gewesen ist durch die Erkrankung und eben manche Fehler und Schwächen teil der Erkrankung sind und auch behandelbar sind.
Die Medikamente oder Neuroleptika können einen krassen Gegensatz zur Psychose herstellen und genau das kann kreative Denkmuster fördern, die einen vor der Psychose schützen oder einem im Akutfall zeigen, dass man sich womöglich etwas einbildet. Man kann dann also viel eher mit der Erkrankung und Problemen oder Wahnvorstellungen arbeiten, wenn diese als Problem sichtbar werden und veränderbar sind, auch was die Medikamente angeht, welche den Wahn etwa abmildern und damit man eben einen gewissen Abstand dazu bekommt.
In dem Sinne finde ich das Medikamente heutzutage schon auch sehr großen Nutzen haben, aber diese in der Anwendung eben viel besser und professioneller eingesetzt werden sollten. Heutzutage bekommt man Neuroleptika in recht hohen Dosierungen und verweilt in einem anderen Extrem bis man absetzt. Dieses bewusste zeitweilige Absetzen oder Reduzierung der Medikamente kann helfen, die Psychose auf einer halbwegs realistischen und unschädlichen Intensität zu erleben, wo man selbst dann auch mit einer Dosiserhöhung das abfangen kann und man sich so in einem für Betroffene gesunden Maße mit wahnhaften Sachen beschäftigen oder diese verarbeiten zu können.
Meine Erfahrung ist eben, dass häufig ein Informationsmangel oder Kommunikationsmangel zu Wahnsymptomatik führt und man sich viele Dinge erstmal selbst beibringen und lernen muss. Wenn man dieses Verständnis hat, dann bauen sich Ängste, die den Wahn fördern, ab und man kann nach und nach den Wahn überwinden oder eine ausgewogene Sichtweise einnehmen, die einem gesundheitlich zugutekommt.
Meine Erfahrung ist auch, dass Wahn etwa wie eine überschüssige geistige Energie ist, die man irgendwo ableiten muss. Da kann es helfen, wenn man sich dann Themen sucht, die einen Kopfmäßig weiterbringen und vom Hauptwahn (Hauptthema was einen beschäftigt) wegbringt. Bei mir waren das so Konfliktthemen auf der Welt, die mich negativ belastet und mitgenommen haben. Dadurch, dass ich mich mehr auf die Heilung meiner Psychose und solchen Themen konzentriert habe, konnte ich mehr positives für mich zurückbekommen und habe dann auch einen Ausweg aus diesen Wahnwelten gefunden, also eine Art Ablenkung auch wenn das Andere eben auch eine Art wahnhafter Zustand gewesen ist. Insofern würde ich positive Wahninhalte von Negativen, die einen Schaden oder wo man gar keine Erfolge sieht, voneinander trennen und man kann dann den Wahn einen positiven Spinn geben.

Ich hatte keine Stimmen und so, bei mir war es eher affektiv und paranoid mit leichten Halluzinationen.
Vielleicht sollte man von den Diagnosen her auch Stimmenhörer von Psychosen ohne Stimmen unterscheiden, dass man da mehr nach der Art der Symptome oder individuell vorgeht. Der Schlüssel zur Heilung liegt, finde ich darin, einiges zu verarbeiten, mehr aus sich zu machen und dazuzulernen. Die Medikamente können bei Wahn etwa helfen, kreative Lösungen und neue Sichtweisen zu generieren, weil man dann unter Medikamenten völlig anders an die Probleme herangeht und viel dazulernt.
Von daher bin ich grundsätzlich für Medikamente in der heutigen Zeit, aber das sollte bewusster und maßvoller erfolgen, auch eben andere Medikamente als nur Antipsychotika oder Benzodiazepine bei Psychosen verordnet werden, insbesondere Antidepressiva, Adhs Wirkstoffe und Medikamente, die eine langfristige nachhaltige Wirkung haben.
Häufig muss man Erfolge über längere Zeiträume betrachten, aber die Forschung setzt hauptsächlich auf Wirkstoffe deren Wirkung quasi sofort da ist. Da sollte einfach auch wissenschaftlich vom Staat unabhängig von der Industrie geforscht werden und man eben solche Empfehlungen wie meine überprüft werden, was an sich kein hoher Kostenfaktor wäre, da es sich um günstige Generica handelt.

Das Problem mit der Psychiatrie ist die Gewinnmaximierung und dass praktisch keine vernünftige Forschung oder Lösungen finanziert oder in so eine Richtung geforscht wird, wo letztendlich der Umsatz an Neuroleptika sich verringern würde.
Das macht jene Firmen schlecht, die sich zum Selbstzweck bereichern, aber an sich sind die Medikamente auch ein Segen wenn man eben human und unabhängig bleiben würde.
Letztendlich entscheiden Ärzte bei ihrer Verordnung über ihren finanziellen Bonus oder Sonderurlaub und verordnen teurere patentierte Wirkstoffe eben häufig auch zum Selbstzweck, wo der Preis dieser Wirkstoffe eben diese noch attraktiver macht, auch wenn diese mehr Nebenwirkungen und Probleme erzeugen.
 
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Hier ein Geschenkartikel der Washington Post:
https://wapo.st/3rey927
"Meinung: Wir haben einen Weg, die Opioid-Epidemie zu beenden, aber nicht den Willen"

Die Überschrift bringt es gut auf dem Punkt, es gäbe eben sicher auch Wege die Schizophrenie zu heilen, aber was bringt das, wenn der Wille dazu fehlt.
Medikamente(Neuroleptika) könnten langfristig abgesetzt werden durch eine gezielte Entwöhnung mithilfe von Wirkstoffen wie Bupropion. Was fehlt, ist der Wille so etwas umzusetzen und entsprechende Studien zu machen.
Ist vermutlich ähnlich wie bei der Opioid-Epidemie.
 
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