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Starke Nebenwirkungen

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29 Juni 2024
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Heute ist mir das erste Mal gekommen: Ich fahre zur Zeit, unter 1 mg Cariprazin morgens bzw. alle drei Tage morgens (stärkere Hartkapsel) und ~10 mg Melperon zur Nacht (das sich morgens zur Hälfte abgebaut hat) quasi nur zu 50% mit meinen eigentlichen Kapazitäten, das ist im Gehirn zur Hälfte alles blockiert. Ich habe keine depressiven oder intellectual impairment-Symptome, fühle mich aber nicht gut gelaunt und habe Schwierigkeiten, wenn ich mich auf Neues oder neue Abläufe einstellen muss. Typische Routinetätigkeiten gehen locker von der Hand.

Hinzu kommt ein dauerndes Gefühl der Überlastung, das aber durch Rausnehmen der Aktivitäten, etwa genommenen Urlaub oder Hobbys-Reduktion nicht besser wird.

Das sind halt die Nebenwirkungen der APs, Boehringer Ingelheim will ein Medikament für diesen Personenkreis herausbringen, ihr findet es hier: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Iclepertin .

Alles ziemlich kompliziert. Aber ich wollte mit diesem Beitrag sagen: Man muss sich auf eine Art unvollkommene Heilung einstellen. Wenn man die Medikamente weglässt, verlässt man den sicheren Boden der recovery (bei chronischer Paranoider Schizophrenie), wenn man nie etwas wagt, erträgt man dann doch die Nebenwirkungen irgendwann nicht mehr und setzt dann völlig "unvorbereitet" und unreflektiert ab, was dramatische Folgen zeitigen kann, abgesehen von dem Verlust an Lebensqualität, weil man bei der medikamentösen Einstellung versagt hat (vor sich selber, den Behandlern ist das meistens völlig egal).
 
Mir kommt es so vor, als würde man den Belastungswechsel im Gehirn bei Einnahme von Antipsychotika in einer gewissen Dosis nicht mehr nutzen können. Man ist einfach "Dopamin gepresst" und muss dann mit den Nebenwirkungen klar kommen. Schade dass du nicht mehr reduzieren kannst, aber das ist wohl der genetische Faktor. Mancher mit chron. Schizophrenie kann sehr wohl mit super wenig oder sogar ganz ohne Medikamente zurecht kommen.
Interessant mit dem neuen Medikament. Es richtet sich an einen anderen Botenstoff, und sowas finde ich spannend weil die Wirkung dann ja auch anders ist.
Ich gehöre zu denen die in der Lage sind "den Teufel zu besiegen". Auch wenn ich ganz grob Mist gebaut habe weiss ich doch dass ich mich auf mich selbst verlassen kann und vermutlich werde ich ohne Medikamente leben können. Das ist ein grosses Gut und ich bin darüber sehr froh. Ein Freund von mir mit Schizophrenie kann das auch (und er baut keinen Mist:-), während ein anderer Bekannter sehr aufpassen muss beim Reduzieren.
 
Wie man das jetzt macht ist einfach! Man darf ein bisschen Verrücktheit zulassen und darf sich damit lieb haben. Den ganzen Mist den man gebaut hat muss man sich verzeihen und man untersucht ihn mit den Emotionen(was hast du getan? Wie fühlt es sich an für mich und für andere und was ist mein ehrliches Fazit davon). Man braucht Gewissheit dass man keine Psychose mehr eingeht, da möchte man einfach ehrlich zu sich sein. Und dass man nicht zimperlich ist mit den Gefühlen, sondern das matschige auch aushält. Dass man nicht mehr in der ehrlichsten Form an sich zweifelt ist gut. Und man sollte sich nicht so wichtig nehmen.
Ist ja nur mein Thread hihi das ist jetzt alles.
 
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