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Im Forum findest Du diese Medikamente-Empfehlung.

Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein recht normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung deutlich verbessern kann und auch Positivsymptome reduziert.

Schizophrenes Residuum: für immer chronisch?

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Ist ein schizophrenes Residuum für immer chronisch oder kann es da auch Besserung geben? Vielleicht gibt's hier ja welche, die auch nach Jahren noch Besserung erfahren haben? Bisher dachte ich immer, dass man da eigentlich nichts machen kann. Vielleicht gibt's aber auch andere Erfahrungen.
 
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Bezüglich meiner Person habe ich ein schizophrenes Residuum diagnostiziert bekommen. Leide schon seit ca. 2 Jahren an diesem Krankheitsbild mit ausgeprägter Negativsymptomatik. Mein Psychotherapeut und mein Psychiater meinten zu mir, dass ich wahrscheinlich mit dieser Erkrankung ein Leben lang zurechtkommen muss. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen, wurde mir von Ihnen berichtet. Meistens bleibt das schizophrene Residuum jedoch bestehen bei den betroffenen Patienten laut Ihren Erfahrungsschatz.
 
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Vieles hängt davon ab, ob du wieder aktiv dein Leben gestallten willst. Ich kenne eine Frau die als Professorin arbeitet und parallel dazu an Schizophrenie leidet. Sie nimmt ihre Tabletten und lebt ihr Leben ohne Abzüge.

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/elyn-saks-professorin-mit-schizophrenie

Wenn du keine Drogen nimmst, wie die anderen hier im Forum, dann kannst du sehr wohl ein bestimmtes Leben führen.
 
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Ich habe die Diagnose schizophrenes Residuum, die mir während meiner Zeit in der Klinik so gestellt wurde. Einen Pflegegrad habe ich nicht.
 
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Vieles hängt davon ab, ob du wieder aktiv dein Leben gestallten willst. Ich kenne eine Frau die als Professorin arbeitet und parallel dazu an Schizophrenie leidet. Sie nimmt ihre Tabletten und lebt ihr Leben ohne Abzüge.

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/elyn-saks-professorin-mit-schizophrenie

Wenn du keine Drogen nimmst, wie die anderen hier im Forum, dann kannst du sehr wohl ein bestimmtes Leben führen.
Das sehe ich auch so, nur dass die Professorin im Artikel anscheinend eine paranoide Schizophrenie hat. Aus meiner Sicht besitzt diese Frau hauptsächlich die Positivsymptomatik der Schizophrenie, die besser behandelt werden kann. Bei einem schizophrenen Residuum überwiegen die Negativsymptome, die laut meinen Ärzten wesentlich schwieriger zu behandeln sind und meist ein Leben lang bestehen bleiben. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen, so wie bei anderen schweren Erkrankungen. Meiner Meinung nach hängt die Heilungschance oder auch Verbesserung des Residuums unter anderem davon ab, welche Einstellung die betroffene Person zum Leben besitzt (positiv oder eher negativ, proaktiv oder eher reaktiv). Die Komponenten wie Resilienz und der Umgang mit Lebenskrisen (sprich Anpassungsfähigkeit an Lebensereignisse) spielen aus meiner Sicht auch eine Rolle.
 
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Wenn Du diese 3 Videos siehst, weißt Du, wer allein entscheiden kann, was krank und chronisch ist und wie stark ein Geist sein kann, wenn er es wirklich möchte:

(DOKU) Das Geheimnis der Heilung:​


Welche Macht haben Gedanken?​

bei min. 13.20 wird berichtet, wie Deine Gedanken, Deine Erwartung die Wirksamkeit von Medikamenten steuert

Mirin Dajo – ein Mann mit übernatürlichen Kräften.​

 
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Hey @Niggo

Bei meiner derzeitigen Ärztin habe ich auch die Diagnose "Schizophrenes Residuum", doch das wechselt offenbar von Mensch zu Mensch. Auch "Hebephrenie" war dabei. Ehrlich gesagt kann ich besobders mit "Schiziphrenes Residuum" etwas anfangen, da ich mich zwar entkräfteter fühle als früher, aber sich irgendwie nichts ... sondauerhaft anfühlt, als ob es ein auswegsloses endstatitonäres "Residuum" darstellen würde... Daher ja, große Herausforderung mit den Stempeln mancher Menschen (idF Psychiatern) umzugehen. Sie einerseits für sich nutzen zu können (bspw als Mitgefühl für sich selbst oder auch als Verständnis, wie man auf die Umwelt zu wirken scheint idF speziell Psychiatern/Psychologen) aber auch so damit einen Freischein zu bekommen, seinen eigenen Weg kennenzulernen. Deiner Ärztin/Arzt ist das erstmal ziemlich egal. Also lässt du die Diagnose Dich definieren, oder wirst Du die Diagnose (neu?) definieren? 🤷‍♂️

Bin da persönlich irgendwie grundvernünftig einfach optimistisch... also ja; es kann absolut und immer auch wieder besser werden.
 
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Das schließt sich gegenseitig aus, bzw. wenn man eine positive Lebens-Einstellung hat und optimistisch ist, dann hat man auch kein Residuum.
 
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Ist ein schizophrenes Residuum für immer chronisch oder kann es da auch Besserung geben? Vielleicht gibt's hier ja welche, die auch nach Jahren noch Besserung erfahren haben? Bisher dachte ich immer, dass man da eigentlich nichts machen kann. Vielleicht gibt's aber auch andere Erfahrungen.
Ich glaube, bei mir war auch von Residualsymptomatik die Rede. Mir geht es recht gut, also kann mit den richtigen Wirkstoffen alles wieder werden.
 
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Bei mir war damals auch das Hauptproblem die Negativsymptomatik und der Wahn. Jetzt bin ich 35, mit 23 hat bei mir das mit der paranoiden Psychose(akut) ungefähr angefangen.
Ich bin der Meinung, dass man mit den üblichen Neuroleptika so gut wie gar nichts gegen Negativsymptome dieser Art machen kann, von daher finde ich auch absolut wichtig, dass man dann Bupropion (SNDRI Antidepressivum) einnimmt, wenn man wirklich gewillt ist, diese Problematik zu behandeln / in den Griff zu bekommen.
Die Empfehlung hier im Forum sollte das auch sehr erleichtern, sodass man diesen Wirkstoff auch in einer nützlichen Weise einnimmt.

Das Problem liegt eher darin, dass viele Erkrankte so eine Hilfe kaum annehmen können und ihr eigenes Ding durchziehen wollen, bei den Ärzten ist es sehr ähnlich.
Die Standardtherapien haben zumindest auf die Residualsymptomatik keine Antwort, also Negativsymptome bleiben zu einem gewissen Grad unbehandelt, weil Neuroleptika / Antipsychotika da eben ihre Schwächen haben oder einen Teil dieser Symptomatik noch verstärken.
 
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Naja, ich halt halt nichts davon, mehr oder weniger unabänderliche Dinge schön zu reden.
Für mich gilt das Freud'sche Realitäts-Prinzip über dem Lust-Prinzip.
Man kann ja das Beste daraus machen ohne die Realität komplett zu verleugnen.
 
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Naja, ich halt halt nichts davon, mehr oder weniger unabänderliche Dinge schön zu reden.
Für mich gilt das Freud'sche Realitäts-Prinzip über dem Lust-Prinzip.
Man kann ja das Beste daraus machen ohne die Realität komplett zu verleugnen.
Ja, das Beste ist ja schonmal nicht nichts (;. Klar, wer den Ist-Zustand verleugnet ( die vermeintliche Realität?) hat schlechte Karten um "das Beste daraus zu machen".

Beliest du dich zu Freud viel?
 
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Gegen ein Residuum macht man gar nix.
Warum macht man da nichts!?
Weil man es nicht kann, oder weil man keine Hilfe oder Medikamente die helfen anbieten möchte?
Residuum ist ja, wenn ich das richtig verstehe, die Restsymptomatik, die übrig bleibt und auch die Negativsymptome, oder?
Bei mir war, glaube ich auch von Residualsymptomatik die Rede, als ich das mit der Rente und so bekommen habe. Damals ging es mir wesentlich schlechter als heute. Insofern lässt sich da schon etwas machen, meine Medikamente helfen da zumindest.
Bin zwar weniger fleißig wie vor der Erkrankung, aber mir fallen Dinge wie Hausarbeiten wieder viel leichter und ich kann auch so Renovierungsarbeiten und so wieder mehr machen oder so helfen. Vorher war das bei mir sehr schlimm, dass ich mich zum Teil auch etwas zugemüllt habe oder eben ständig offene Baustellen hatte, wie Garage oder Auto putzen.

Die Frage wäre also, ob man wirklich gar nichts machen kann, oder schlichtweg keine Hilfe anbieten möchte?
Mir hilft das Bupropion ja auch, warum sollte das bei Anderen soviel anders sein, wenn es da auch mit einer Intervalltherapie des Aripiprazols kombiniert wird.
Meiner Erfahrung nach führt die Dauereinnahme der Neuroleptika eben zu verstärkter Negativsymptomatik oder trägt zur Residuualsymptomatik bei. Anfangs vor der Umstellung war das für mich eben auch so, dass ich entweder halb psychotisch die Medikamente abgesetzt habe und mich kurzzeitig besser und motivierter fühlte, das dann aber wieder schlimmer wurde(auch Negativsymptome) oder die Neuroleptika eingenommen habe, wo gewisse Negativsymptome dann wieder besser wurden, aber infolge der Dauereinnahme eben trotzdem dann Negativsymptome da waren und ich dann immer wieder reduzieren oder absetzen wollte, was zumindest für ein paar Wochen meinen Zustand gebessert hat. Ich war da zwar halb psychotisch, habe aber irgendwie noch funktioniert, was mit der vollen Dröhnung irgendwie auch nichts war.
Das Problem ist da finde ich das es normal weder mit noch ohne Neuroleptika richtig funktioniert. Mir hat da eben erst das Bupropion einen Ausweg aus diesem Teufelskreis gezeigt, indem es dann in der Absetzphase des Aripiprazols mich länger stabilisiert hat und die Negativsymptome mit der Zeit immer besser wurden, also eine Art Heilungsprozess in gang gekommen ist, auch wenn ich zwischendurch die Intervalleinnahme des Aripiprazols gebraucht habe.
Jetzt bin ich ja schon längere Zeit ohne Aripiprazol und komme zum Teil ein Jahr ohne zurecht, dann eben kann schon mal sein das ich bei viel Stress und so für 1-2 Wochen es einnehmen muss, was dann zwar auch dämpft, aber ich eben relativ gut funktioniere und es spätestens nach dem Absetzen des Neuroleptikums wieder besser mit der Motivation und Antrieb wird.
Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Ich glaube eben, dass es politische oder andere Gründe gibt, warum man Betroffenen kaum helfen will. Vielleicht ist das ja ein Teil des Krieges gegen Drogen, dass man alles, was irgendwie als Droge klassifiziert werden kann, für solche Therapien ausschließt, obwohl es eben notwendig wäre, um überhaupt wieder gesund werden zu können.
 
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Bei so viel Sendungs-Bewusstsein wie Du hast bist Du bestimmt nicht in nem Residuum.
^^ true. @Maggi

Maggi, gibt es hier so einen Vorstellungsthread eigentlich? So zur Übersicht der hier Registrierten undso, dass man nicht immer nachfragen muss? Finde ich super spannend, habe von den paar Leuten hier bereits das Gefühl, dass sie doch gescheit sind. Du bspw scheinst dich auch arg um ein seriöses Verstandenwerden zu bemühen bzw ist dir wichtig, oder?
 
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