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Psychosen oder Depression?

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Hallo,

Mein Name ist Sandro, ich bin 29 Jahre alt und gerade in einem Findungungsprozess mit mir selbst und meiner Psychiaterin!

Ich würde gerne mal meine Problematik hier vorstellen und um Rat bitten!
Vorneweg, ich habe in 2 Monaten einen Termin für eine psychologische Austestung, also sollte ich spätestens zu diesem Zeitpunkt hoffentlich gewissheit haben!

Ich muss damit anfangen, dass ich mich mein Leben lang bzw an das was ich mich erinnern kann, immer schon irgendwie anders gefühlt!
Ich hatte in meiner Jugend Anpassungsprobleme und war immer der coole hübsche Junge in der Schule!
Wo dann Schule vorbei war habe ich mich immer mehr aus dem sozialen Leben zurückgezogen!
Ich hatte damals eine langjährige Beziehung mit meiner ersten Freundin und bemerkte das alles erst, als ich mich von ihr getrennt habe!
Und irgendwie rückblickend wird mir jetzt klar, dass ich immer schon soziale Probleme und auch schwierigkeiten beim denken hatte.
Damals war das alles noch so banal und man sagte halt: ja der ist halt ein spätzünder!

Nach der Trennung von meiner Freundin hat aber eine ganz merkwürdige Zeit begonnen!
Ich habe immer mehr denk und wahrunehmungsprobleme bekommen, ich hatte dauernd so eine art brain fog, konnte nicht mehr klar denken!
Ich habe mich dann ziemlich schnell verändert und habe dann denke ich auch einen wahn bekommen!
Ich habe zu dieser Zeit irgendwie den Bezug zu Geld verloren und bin planlos durchs leben!
Ich habe dann auch einen Krankheitswahn entwickelt und habe um die 10 tausend euro für ärzte ausgegeben!
Ich bin dann irgendwann nach ca 2,5 Jahren auf den Gedanken gekommen, dass ich psychische Probleme haben könnte!
Ich konnte aber meine Probleme nie richtig erklären, ich wusste einfach nicht was mit mir los ist!

Ich habe dann auch ein paar Antidepressiva probiert und nehme nun seit ca 5 Monaten 10mg Cipralex!
Das hat teilweise gut geholfen, aber irgendwie war da trotzdem etwas merkwürdig!
Ich hatte trotzdem noch denkprobleme und es fühlte sich einfach nicht richtig an!
Bis mir meine Psychiaterin dann vor 3 Wochen Quetiapin verschrieben hat!
Ich habe es ganz langsam aufdosiert und bin jetzt bei erst 50mg!
Aber ich muss sagen ich kann seitdem viel klarer denken, die ersten zwei wochen war ich wieder ich selbst!
Konnte endlich wieder fühlen!

Ein weiteres Problem was trotz antidepressiva geblieben ist, ich kann keine wirkliche Beziehung zu anderen Menschen aufbauen, außer zu meiner Freundin.
Mir fällt es schwer anderen Menschen während einer Unterhaltung in die Augen zu blicken und fühle mich einfach unwohl!
Das ist jetz mit dem Quetiapin etwas besser bzw die ersten zwei Wochen war es völlig normal!
Ich bin einfach ganz bei mir und im jetzt!
Meine Lehrer in der Schule sagten schon immer dass ich ein Traumkind wäre!
Und das ist ohne dem Quetiapin auch heute noch so.

Meine Frage nun: Klingr das nach psychosen oder depressionen mit wahn?
Ich habe durch meine ganzen Denk und Sozialen Probleme glaube ich irgendwann Depressionen entwickelt, aber davor war da schon was anderes!

Sorry für den langen Text, ich hoffe jemand tut sich das an zu lesen! :)

Danke
 
TS
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Ich habe trotzdem ein paar Dinge vergessen ?

Ich hatte auch lange Zeit wirkliche Probleme mit mir selbst!
Ich musste mich ständig im Spiegel betrachten und selfies von mir machen!
Ich glaube einfach aus dem grund, dass ich mich nicht mehr erkannt habe bzw mir fremd vorgekommen bin!
Außerdem ist es mir zeitweise so vorgekommen als würde sich mein körper verändern, was er eventuell tatsächlich getan hat, da ich schon viel mehr mann geworden bin!
Ich fühlte mich davor nie so richtig erwachsen muss ich dazu sagen!
 
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@sonyblack heyhey!
Auf deine Frage ob es sich hier um einen Wahn handelt, ich denke Nein! Das erinnert mich an einen Kollegen, junge junge, der ist wirklich übel dran, da er eine heftige soziophobie hat und mit fast keinem sprechen kann. Ich vermute dass du aufgrund deiner soziophobie ziemlich eingeschränkt bist was dein Privatleben betrifft und daher auch diese Depressionen hast. Ist ja eigentlich eine nachvollziehbare Folge. Auch denke ich dass deine momentanen Konzentrations- und Denkstörungen daher rühren, dass du depressiv bist und in diesem Zustand kann man oft nicht mehr so gut denken wie früher.
Das mit deinen Arztbesuchen sieht nach Hypochondrie aus und bestätigt mir nochmals dass sich deine Problematiken hauptsächlich auf Ängste beziehen.

Mach dich nicht grundlos verückt, du sagst ja du sahst cool aus. Geniesse dein Wesen, da wird NICHTS komisches sein, sag ich dir, da is nichts!!gruss
 

Sab

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Ganz kurz zur Unterscheidung von Wahn in Psychosen und Depression mit psychotischen Symptomen:
Psychosen: bizarrer nicht nachvollziehbarer Wahn: Ich bin auf die dumme Idee gekommen ich muss verhindern dass sich die Welt auflöst. Der Wahn ist parathym, das heißt entspricht nicht der Stimmung: https://de.wiktionary.org/wiki/parathym
Depression mit psychotischen Symptomen: Der Wahn schwingt im Spektrum der Depression, z. B. Verschuldungswahn: man ist an allem schlechten der Welt schuld. Der Wahn ist synthym: https://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=1663 auch unheilbar krank zu sein gehört dazu.

Diagnostizieren kann das natürlich nur ein Arzt. Verlass dich darauf ... zur Not hilft auch ne Zweitmeinung.
 
Well-known member
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Ferndiagnosen sind immer so ein Thema.

Aber das was du hast klingt erst mal gar nicht nach ner Psychose.
Was war denn dein Wahn?
 
TS
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Erstmal danke für die Antworten!

Meine Psychologin meinte eben auch, dass das alles eher nach bipolar klingt!
Ich hatte anfangs einen Trainingswahn, wenn man das so bezeichnen kann!
Ich fing auf einmal an 6 Tage die Woche zu trainieren und zwar 3-4 Studen pro Tag!
Davor machte ich schon auch sport aber im normalen Ausmaß!
Zugleich bin ich von zuhause, als Landjunge muss ich dazu sagen, weg nach Wien ohne einen Plan!
Das klingt vl nicht so schlimm, aber das passte gar nicht zu mir!
Ich war teilweise nur trainieren und den restlichen Tag in meiner Wohnung isoliert!
Zugleicht glaubte ich aber auch der beste in sachen Sport und Training zu sein!
Ich war zugleich emotionslos und sozial sehr beschränkt!
Ich habe mich zu dieser Zeit einfach nicht wie ich selbst gefühlt wenn ich jetzt zurück blicke!
Ich hatte auch teils sehr merkwürdige ansichten, ganz komisch!
Ich gbin mir nicht sicher ob das Manien waren aber ich glaube schon, ich war halt nicht so überfröhlich wie man das von Manien hört!

Eine Zeit lang dachte ich dann ich sei etwas besonderes und auserwählt ein großer Schauspieler zu werden, obwohl das wie gesagt eigentlich gar nicht zu mir passt wie ich früher war!

Also meiner Meinung nach gibt es ja eh nur 3 Möglichkeiten: Schwere Depressionen mit wahn, Bipolare Störung oder in die Richtung schizoaffektive Störung!

Will hier auch keine Diagnose bekommen sondern einfach nur darüber quatschen!

Da ich ja das Quetiapin seit ca 3 Wochen nehme und das schon etwas mit mir macht, was antidepressiva nie gemacht haben, glaube ich schon dass da noch was anderes ist!
Und ich bin auch die Hypochondrie seitdem los!
 
Well-known member
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Zu ner Depression passt nicht diese starke Belastungsfähigkeit mit 3-4 Stunden Sport am Tag. Auch dieser "Größenwahn" im Sinne du seist auserwählt für etwas großes passt nicht zu ner Depression. Da hättest du eher den Wahn, dass du nichts bist. Also das Gegenteil.
Es klingt auch nicht nach shizoaffektiver Störung. Da wäre wahrscheinlich noch mehr Paranoia dabei gewesen und dann hättest du auch in deinen depressiven Phasen noch Wahnthemen, die Angst, beobachtet zu werden usw. Also hier würde das psychotische dem bipolaren überwiegen.
Bipolar klingt schon sinnvoll. Eine Manie muss nicht zwangsläufig heißen, dass du 24/7 überglücklich bist. Ich glaube, es ist oft so, dass alles um ein vielfaches intensiver ist. Also nicht nur Freude. Unterscheidet sich aber auch von Person zu Person.
Während einer Manie bemerken die Leute auch in der Regel nicht, dass sie grade eine Manie haben.

Wie war dein Schlafbedürfnis zu der Zeit und wie ist es jetzt?
 
TS
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Das Ding ist das ich in dieser Zeit wo ich so viel Sport gemacht habe, auch die meiste Zeit alleine war!
Ich hatte keine Freundin, keine wirklichen Freunde und zur Familie auch nur ganz wenig Kontakt!
Mein Schlafbedürfnis war eigentlich schon erhöht, denn ich hatte sehr schlechten schlaf!
Ich denke halt wenn ma soo viel Sport treibt dann ist der Körper halt die meiste Zeit k.o!
Zurzeit schlafe ich wieder gut eigentlich, nehme ja abends 75mg Quetiapin!

Ich hatte davor über ca 3 Monate 10mg Cipralex und abends Trittico genommen und es war nicht so gut wie jetzt!

Das witzige ist bei mir, immer wenn ich ein neues Medikament nehme gehts anfangs super und dann nimmt die Wirkung ab!
Seitdem ich eben das Quetiapin nehme bin ich viel mehr bei mir!
Ich war sonst in den Gedanken immer wo anders!
Entweder dass ich eben krank bin oder ich habe mir irgendwelche anderen Situation vorgestellt, negative als auch positive!
Ich habe nun auch diese leere in mir nicht mehr, was ich unter Antidepressiva eig fast immer wieder bekommen habe!
Mit den Antidepressiva konnte ich auch eig nie meine Probleme erklären, da war einfach so ein durcheinander in meinem Kopf!

Ich habe am dienstag eh termin bei meiner psychiaterin und werde da die ganzen veränderungen ansprechen!
 
TS
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Ich habe halt auch die meiste Zeit eine Gefühlslosigkeit auch wenn ich nicht depressiv bin, es ist zwar besser aber trotzdem ist das diese freudlosigkeit und desinteresse!
Motivation etwas zu machen habe ich, aber die Dinge erfüllen mich einfach nicht so!
Ebenso habe ich die meiste Zeit keine Zukunftsplanung, jetzt wo ich mit dem Quetiapin angefangen habe war das alles für ca 1-2 Wochen weg!
Ich hatte wieder Lust studieren zu gehen, hatte Lust auf Sex, fühlte mich generell viel besser!
 
Well-known member
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Das mit dem Sport kann ich bestätigen. Habe damals auch teilweise bis zu 8 mal Sport in der Woche gemacht. Manchmal halt um 5:30 vor der Arbeit und dann wieder um 18 Uhr nach der Arbeit. Immer joggen gewesen. War da echt ziemlich gut drinn damals. Nur leider dann schwer verletzt.
Da war mein Schlafbedürfnis auch um 1,5 Stunden erhöht. Also das ist wohl normal wenn man so viel Sport macht.

Das Antipsychotika hat bei mir auch bewirkt glaube ich, dass meine Gedanken weniger ausgeschwiffen sind. Jetz wo ich ganz wenig nehme sind die wieder überall. Vielleicht hat das auch was mit ADS oder ADHS zu tun?

Voll schwer zu sagen was bei dir los ist irgendwie xD Aber wenn das Medikament hilft, dann ist das ja schon mal das Wichtigste :D
 
TS
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@Klippschliefer

Ok das klingt ja auch ziemlich anstrengend wie das bei dir war!

Ich hab mir dann nur irgendwann gesagt: Ok ich habe psychische Probleme und reduziere den Sport!
Zurzeit mach ich gar nichts, was ganz gut geht!
Wenns mir wieder besser geht und ich stabiler bin werde ich bestimmt wieder ein wenig machen!

Mal sehen was am Dienstag rauskommt, ich habe in 3 Monaten auch noch einen Termin für eine psychologische Austestung, da sollte ich dann gewissheit haben hoffentlich!

Was hast du für Medikamente bekommen bzw wie siehts aktuell bei dir aus?
 
Well-known member
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Hatte miese Entzugserscheinungen als ich meinen Sport nicht mehr machen konnte. Bin in ein richtiges Loch gefallen. War das bei dir nicht so?

Ich habe 5 mg Olanzapin bekommen.
Reduziere das aber seit mittlerweile ca. 1,5 Jahre.

Bin jetzt bei 0,35mg.

Es sieht super aus. Ich fühle mich gut. Keine psychotischen Symptome oder andere Probleme in die Richtung.
Nur manchmal kommts durch. Letztens in der Uni habe ich die ganze Zeit so ein elektrisches brizzeln aus der Wand gehört. Das Geräusch war wirklich da, das haben die anderen Mitstudenten auch gehört. Nur meine Interpretation des Geräusches ist wieder total eskaliert: Dachte, dass könnte vielleicht Giftgas sein, oder Frequenzen zur Manipulation der Studenten.

Macht natürlich keinen Sinn. Habe mich dann umgesetzt. Woanders im Raum war das Geräusch leiser. Dadurch konnte ich mich beruihgen.

Aber abgesehen von solchen Aussetzern, die ca. alles 2 Wochen ein mal vorkommen gehts mir wie jeden nicht erkrankten auch.
 
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@sonyblack
Gut das du so offen darüber schreiben kannst.
Was Diagnosen angeht, so geht das Eine häufig ins Andere über. Etwa können Depressionen in und vor der Psychose auftreten, was bei mir auch der Fall gewesen ist. Vieles spricht für eine schizoaffektiven Psychose, weil du keine so krassen Schwankungen wie bei einer Bipolaren Störung hast, aber trotzdem deine Gefühle betroffen sind.
Ich hab auch so etwas in der Art und paranoide Psychose auch (gemischte schizoaffektive Psychose).

Die Diagnose kann bei dir nur der Psychiater stellen und du kannst ja beim nächsten Mal fragen, ob er dir das sagen und erklären kann.
Das Problem mit der Konzentration kenne ich auch, ist typisch für Negativsymptome, aber auch das Cipralex(SSRI Antidepressivum) kann für sich allein derartige Symptome auch fördern oder die Möglichkeit die Dinge richtig zu gewichten.
Da du jetzt Quetiapin hast, ist dieses stärkere Medikament ausschlaggebend und die Wirkung des Cipralex sollte etwas milder ausfallen.
Du musst bedenken, dass es auf das Antidepressivum und der Wirkweise ankommt, wie du dich zu Beginn und später fühlt. Es gibt Wirkstoffe, die setzen gleich an, aber einige wie auch das Cipralex wirkt erst nach 2 Wochen richtig und kann vorher eben das Gegenteil machen.
Da du anscheinend kaum Negativsymptome hast, ist deine Prognose vermutlich gut und auch so ist eine schizoaffektive Psychose von den Heilungschancen besser als eine paranoide Psychose.

Ich würde dir empfehlen zum Cipralex(SSRI Antidepressivum) dir noch das Bupropion(SNDRI Antidepressivum) verordenen zu lassen, das wirkt völlig anders also auf die Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin wo SSRIs nur auf Serotonin wirken.
Dieses amphetaminähnliche Bupropion wirkt etwas ähnlich wie Sport oder ist vielleicht ein schwaches ADHS Medikament, also macht wach und konzentriert, damit kann sich vieles bessern.
Du hast das Quetiapin erst kürzlich, von daher kann das mit den Negativsymptomen auch schlechter werden und sich stärkere Motivationslosigkeit davon ergeben, da Neuroleptika das Dopamin blockieren und Betroffene diese Wirkstoffe häufig versuchen abzusetzen. Da gibt es auch andere Möglichkeiten, aber Quetiapin hat einen guten Ruf.
Cipralex ergänzt sich von der Wirkung sehr gut mit dem Bupropion, du solltest aber dir vom letzteren keine zu starke Wirkung erwarten, weil das Quetiapin vermutlich das meiste von der Wirkung der ADs herausnimmt.

Schau mal was herauskommt, also welche Diagnose du genau hast.
Das Bupropion hilft auch bei Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Unruhe, die bei schizaffektität eventuell auftritt, aber jetzt durch das Quetiapin bereits abgeflacht sein sollte. Eventuell kannst du ja mal nach dem Wirkstoff fragen, was dein Arzt dazu meint ob dieses Antidepressivum zusätzlich möglich ist.
 
TS
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@Klippschliefer

Irgendwie bin ich dann auch in ein Loch gefallen ja!
Aber nur weil mir dann erst glaube ich klar geworden ist, dass etwas mit mir nicht stimmt!
Und zugleich habe ich auch noch depressionen gehabt und mir dann daraus eingeredet, dass ich körperlich krank sei bis hin zu todkrank! Nun mit den medikamenten geht es etwas besser aber noch nicht ganz!
 
TS
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@Maggi

Danke für deine Antwort!
Das klingt alles sehr plausibel wenn ich das lese!

Ich will das quetiapin eigentlich nicht weiternehmen bzw höher dosieren, da ich dann eben doch etwas müde bin und gewicht will ich auch keines zunehmen!
Ich würde der psychiaterin sowieso gerne vorschlagen ob ich aripiprazol oder cariprazin(eo ich aber nicht weiß ob das das richitge für mich ist) anstatt des quetiapin nehmen kann!
Diesr könnte ich eventuell auch höher dosieren, ich glaub da würde ich eher eine unruhe in kauf nehmen!

Bezüglich antidepressiva will ich sowieso auch wechseln, da das cipralex auf meine libido schlägt und anscheinend sowieso nicht so gut wirkt!
Ich dachte da eig auch an wellbutrin oder brintellix!
Würdest du ansonsten auch fluvoxamin oder agomelatin empfehlen?
Also rein von der wirkweise her!

Ich muss ja sowieso mal die diagnostik abwarten, da das mit meiner psychiaterin alleine glaube ich nicht funktionieren würde!
 
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Dann würde ich dir gleich zur Empfehlung hier im Forum raten.
Da wird Aripiprazol eingesetzt, was auch so kaum auf die Libido schlägt. Das Cipralex(Escitalopram) könntest du beibehalten, da es fast das gleiche wie Citalopram ist, Dosierungen sind glaube ich anders.
Aripiprazol und Cipralex machen beide eher unruhig, also da wäre dann das Bupropion wichtig zusätzlich einzunehmen. Das Cipralex würde bei der einnahmeform bezüglich der Libido eher günstig sein, da Aripiprazol da schon anders ist und keine derartigen Nebenwirkungen hat.
Von Cariprazin habe ich bisher wenig gehört, wegen der möglichen Wechselwirkungen mit den Antidepressiva, würde ich dir schon das Aripiprazol empfehlen, damit habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht.
Schau die einfach mal oben den Empfehlungslink an.
Bupropion ergänzt sich ideal mit SSRI Antidepressiva (Cipralex oder Citalopram, Fluoxetin) Flufoxamin scheint auch ein SSRI zu sein, also da brauchst du keine andere Wirkung als beim Cipralex erwarten. Cipralex wird etwas anders als die anderen SSRIs verstoffwechselt, deswegen würde ich das vorziehen. Anderweitig kann das den Blutspiegel anderer Wirkstoffe ändern.
Agomelatin klingt auch interessant, da es auf unter anderem den frontalen Cortex wirkt (Dopamin und Noradrenalin). Das Bupropion soll diese Funktion übernehmen, indem es durch die Wiederaufnahmehemmung den Mangel an Dopamin im frontalen Kortex beheben kann oder ein stückweit ausgleicht. So erkläre ich mir die Positive Wirkung auf die Psychose, weil indirekt man dann auch mit weniger Aripiprazol klarkommen kann und auch Negativsymtome deutlich besser werden.
Also an sich würde ich dir empfehlen eben vom Quetiapin auf das Aripiprazol zu gehen und zusätzlich das Bupropion einzunehmen. Es kann Sinn machen bei einer Umstellung aufs Aripiprazol das Cipralex vorerst abzusetzen und erst wenn du Bupropion hast das Cipralex zusätzlich zu nehmen weil sich die Unruhe eben steigern kann, wenn man nur Arpiprazol mit einem SSRI einnimmt. Die Wirkung des Bupropions auf das Noradrenalin fördert diese beruhigende Wirkung gegen Unruhe und Stimmungsschwankungen / Reizbarkeit etwa.
Damit diese Antidepressiva richtig wirken können, braucht es ein Stückweit auch das Neuroleptikum, es kann aber helfen, das Neuroleptikum für kurze Zeiträume wegzulassen, wozu sich eben das Aripiprazol aufgrund der schnellen Akutwirkung sehr gut eignet.
 
TS
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@Maggi

Danke die Empfehlung habe ich bereits schon gelesen!
Ich finde das sehr interessant und einen Versuch wert!
Allerdings will ich eigentlich das cipralex loswerden, da es nicht wirklich gegen meine depressionen hilft!
Es hat vielleicht ein wenig geholfen aber auf lange zeit gesehen eigentlich nicht sehr!

Wäre es einen versuch wert dann abends das agomelatin zu nehmen, das wirkt antidepressiv und schlaffördernd!
 
TS
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@Maggi

Weißt du ob man das Quetiapin mit Aripiprazol kombinieren kann?
Ich glaube nämlich, dass meine Psychiaterin wieder sehr skeptisch sein wird wenn ich alles umstellen will!
Also dann morgens das Aripiprazol und Wellbutrin und abends Quetiapin in kleiner dosierung!
Oder doch besser Agomelatin abends?
 
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Allerdings will ich eigentlich das cipralex loswerden, da es nicht wirklich gegen meine depressionen hilft!
Falls du später Bupropion nehmen solltest, dann hilft Cipralex, um bestimmte Nebenwirkungen zu vermeiden. Zumindest in Kombinatio mit Aripiprazol ist das ratsam, beim Quetiapin kann das anders sein.
Was Depressionen angeht, so haben die Antidepressiva bei einer Psychose keine durchschlagende Wirkung darauf, da wirken Neuroleptika wie etwa das Aripiprazol viel Effektiver bei depressiver Symptomatik.
Wäre es einen versuch wert dann abends das agomelatin zu nehmen, das wirkt antidepressiv und schlaffördernd!
Das wäre eben ein zusätzlicher Versuch und die Frage ist, wie viele Umstellungen deine Ärztin erlaubt. Das Agomelatin kannst du auch später noch ausprobieren, weil es für sich allein genommen vielleicht schon gut funktioniert.
Ich würde also erst entweder das Aripiprazol oder das Bupropion probieren und eventuell Cipralex vorerst weglassen.
Weißt du ob man das Quetiapin mit Aripiprazol kombinieren kann?
Hab schon unterschiedliches gehört. Ich würde solche Kombinationen von Neuroleptika grundsätzlich vermeiden. Aripiprazol wird morgens eingenommen und wirkt auch sehr schlaffördernd, also da macht Quetiapin wenig Sinn. Eine kleine Dosis kannst du schon probieren, aber eben solltest du schauen, ob es ohne vielleicht besser ist.
Wenn du die Möglichkeit hast, dann würde ich an deiner Stelle die Empfehlung hier im Forum ausdrucken, damit sich das deine Psychiaterin überlegen kann. Da wären eben die 3 Wirkstoffe Aripiprazol, Bupropion und Citalopram(geht ebenso Cipralex) ausreichend. Da bei mehreren Medikamenten auf Wechselwirkungen geachtet werden muss und das an sich ja eine größere Umstellung wäre, würde eben ein Ausdruck helfen, damit sich deine Psychiaterin drauf einlassen kann
 
TS
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Also erstmal wirklich vielen dank für deine antworten!
Tut wirklich gut mit jemandem zu „sprechen“ der sich auskennt!

Das mit dem ausdrucken ist eine gute idee, das werd ich machen!
Bin ich schon gespannt wie meine psychiaterin da reagiert! :)

Hat die kombination von der Empfehlung nebenwirkungen bezüglich der Libido, also dass sie vermindert wird?

Also ich würde definitiv mal gerne auf Bupropion und Aripiprazol wechseln, dann eventuell wenn nötig Agomelatin abends!
Aber eins nach dem anderen!
 
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