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Leberschäden durch Neuroleptika?

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Alle 3 Leberwerte sind bei mir erhöht. Ich frage jetzt: kommt das von den Neuroleptika? Oder zählen Neuroleptika zu den weniger schädlichen Substanzen für die Leber? Wenn jetzt aber alle Werte erhöht sind, zeigt das doch auf eine chronische Schädigung hin, oder nicht?
Auf jedenfalls ist die Leber dann doch entweder krank oder sie ist mit der Entgiftung überfordert. Ultraschall war unauffällig.
 
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ich finde auf die schnelle nicht, da war Risperidon in der Liste, der die Leber schädigt.
 
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Alle 3 Leberwerte sind bei mir erhöht. Ich frage jetzt: kommt das von den Neuroleptika? Oder zählen Neuroleptika zu den weniger schädlichen Substanzen für die Leber? Wenn jetzt aber alle Werte erhöht sind, zeigt das doch auf eine chronische Schädigung hin, oder nicht?
Auf jedenfalls ist die Leber dann doch entweder krank oder sie ist mit der Entgiftung überfordert. Ultraschall war unauffällig.
Was nimmst du denn genau für Neuroleptika ein und trinkst du vielleicht auch Alkohol?
Wenn 3 erhöht sind, dann muss man da glaube ich genauer nachsehen, zwei dürfen glaube ich erhöht sein.
ich finde auf die schnelle nicht, da war Risperidon in der Liste, der die Leber schädigt.
Ich hatte das damals und fühlte mich damit wie ein Alkoholiker. Ich konnte(darf oder soll man nicht) Alkohol trinken, habe aber keine richtige Wirkung verspürt, also keinen Rausch bekommen.
Das deutet darauf hin, dass der Wirkstoff auch so für sich schon schädigend wie Alkohol sein könnte, wenn man dann vom Alkohol keine Wirkung mehr spürt.
Mir hat man damals in der Klinik auch dringend abgeraten, zum Risperdal oder Xeplion Alkohol zu trinken.
Beim Aripiprazol war ich immer ganz normal und relativ schnell betrunken, eventuell deutet das ja auf eine weniger schädliche Wirkung auf die Leber hin.
Oder zählen Neuroleptika zu den weniger schädlichen Substanzen für die Leber?
Da würde ich jeden Wirkstoff einzeln anschauen. Es gibt auch einzelne Antidepressiva, die schädlich für die Leber sein können. Bei den Neuroleptika gibt es da sicher auch Unterschiede.
Was bekommst du denn für Wirkstoffe?
 
TS
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Früher bekam ich auch Antidepressiva. Zur Zeit bekomme ich nur Clozapin. Alkohol fällt bei mir komplett weg, weil ich überhaupt kein Alkohol trinke.
 
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Unter Clozapin scheint das mit den Leberwerten häufiger aufzutreten:

https://www.ppt-online.de/heftarchiv/2005/03/leberwerterhohungen-unter-psychopharmaka.html
Schädigungen der Leber können medikamentös-toxisch direkt die Hepatozyten (Nekrose, Steatose) oder die duktalen Zellen der Gallenwege (Cholestase) betreffen oder immunologisch induziert sein (Hypersensitivitätsreaktion).

Bei den Antidepressiva besitzen trizyklische Substanzen gegenüber selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) ein erhöhtes hepatotoxisches Risiko [4, 10]. Im AMSP-Projekt [5] waren ausgeprägte Leberenzymanstiege unter trizyklischen Antidepressiva mit einer Inzidenz von 0,16 % die zweithäufigste UAW-Art; unter Mirtazapin waren sie bei insgesamt 4750 überwachten Patienten die häufigste UAW. In einer englischen Studie wurden bei 13554 Patienten, die mit Mirtazapin behandelt wurden, 12 Fälle mit einer deutlich erhöhten Leberenzymaktivität dokumentiert [3]. Kasuistisch wurden zwei Patientinnen mit Mirtazapin-induziertem protrahiertem Ikterus beschrieben [8].

Bei den Antipsychotika besitzen vor allem trizyklische Substanzen ein erhöhtes lebertoxisches Risiko. Isolierte Leberwerterhöhungen wurden unter Phenothiazinen bis zu 20 %, toxische Hepatitiden unter Phenothiazinen zwischen 0,1 und 1 %, unter Haloperidol bei 0,002 % beobachtet [6].
Bei den atypischen Antipsychotika wurden besonders unter Clozapin (transient) erhöhte Leberwerte beobachtet [6]. In einer prospektiven Studie verglichen Hummer und Mitarbeiter [9] insgesamt 238 Patienten, die entweder Clozapin oder Haloperidol erhielten. Bei 37,3 % der Patienten in der Clozapin-Gruppe, gegenüber 16,6 % in der Haloperidol-Gruppe, zeigte sich ein Anstieg der Leberfunktionswerte über das 2fache des oberen Referenzwerts. Im Rahmen des AMSP-Systems wurden unter Clozapin bei 15414 überwachten Patienten 14 Fälle, unter Olanzapin bei 9231 überwachten Patienten sogar 17 UAW-Fälle mit massiven Leberenzym-Anstiegen beobachtet [2].

Über schwere hepatische UAW unter den modernen Atypika liegen mehrere kasuistische Darstellunge
n vor. El Hajj und Mitarbeiter [7] berichteten von einem tödlich verlaufenden Leberversagen unter Quetiapin, Raz et al. [12] von einer schweren toxischen Hepatitis im Rahmen eines Hypersensitivitäts-Syndroms 60 Tage nach Beginn einer Olanzapin-Medikation, Benazzi [1] von schweren Funktionsstörungen der Leber unter Risperidon.

Die vorliegenden Fälle des AMSP-Projekts zeigen, dass sowohl bei verschiedenen älteren Substanzen (Chlorprothixen) als auch bei neueren Antidepressiva (Citalopram, Mirtazapin, Venlafaxin) und Antipsychotika (Olanzapin, Quetiapin) mit lebertoxischen Effekten gerechnet werden muss. Dabei waren in den hier vorgestellten Kasuistiken die Leberwerte nach Reduktion beziehungsweise Absetzen erfreulicherweise jeweils rückläufig und es kam zu keinen schwerwiegenden Komplikationen.
Beurteilung
Der dargestellte Verlauf zeigt, dass bei Patienten mit wiederholtem Anstieg von Leberenzymen unter unterschiedlichen Psychopharmaka unbedingt eine genauere hepatologische Diagnostik durchgeführt werden sollte, da eine vorbestehende Lebererkrankung anzunehmen ist. Auch in diesem Fall ist eine Adipositas offenbar wesentlich für die Lebervorschädigung, so dass bei Patienten mit Adipositas immer auch an eine Fettleber und damit eine besondere Vulnerabilität der Leber gedacht werden muss. Wie der Fall bestätigt, ist unter diesen Umständen ein pathologischer Anstieg von Leberenzymen wahrscheinlich auch unter anderen Psychopharmaka als den bisher verabreichten zu erwarten, so dass eine medikamentöse Therapie deshalb ganz besonders abzuwägen ist.
 
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TS
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Ich nehme das Clozapin jetzt aber schon ziemlich lange und hatte nie Probleme mit den Werten. Ist das dann nicht eher unwahrscheinlich, dass es von den Tabletten kommt? Das Komische ist ja, das wirklich alle Werte erhöht sind.
 
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Ich nehme das Clozapin jetzt aber schon ziemlich lange und hatte nie Probleme mit den Werten. Ist das dann nicht eher unwahrscheinlich, dass es von den Tabletten kommt? Das Komische ist ja, das wirklich alle Werte erhöht sind.
Clozapin führt ja häufig zu starker Gewichtszunahme. Vielleicht Fettleber oder so etwas.
Bei mir waren mal ich 2 Werte etwas erhöht, da sollte ich mir keine Sorgen machen, bei 3 soll es gefährlich sein.
Trinkst du Alkohol?
 
TS
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Dafür das ich Clozapin nehme, bin ich eigentlich viel zu dünn. Alkohol trinke ich überhaupt gar nicht.
 
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