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Diese neuartige Wirkstoffkombination ermöglicht ein relativ normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese Wirkstoffkombination auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung erheblich verbessern kann und auch die Positivsymptome reduziert.

Jede Schizophrenie ist anders.

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23.05.2021
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268
Das Erscheinungsbild der Schizophrenie ist komplex und vielfältig. Die Krankheitsanzeichen (Symptome) kommen in unterschiedlichen Schweregraden und Ausprägungen vor. Auch der zeitliche Krankheitsverlauf kann sich von Patient zu Patient unterscheiden.
Das heißt, jede Schizophrenie ist so individuell wie die Betroffenen selbst.



Die Symptome der Schizophrenie werden im Allgemeinen in zwei große Symptomgruppen unterteilt:

Plus-/Positivsymptome Minus-/Negativsymptome

Bei den Negativsymptomen fällt etwas im Erleben weg. So kann es beispielsweise zu einer Abnahme von Gefühlsregungen oder zu einem sozialen Rückzug kommen. Die negativen Symptome sind normalerweise schon vor der ersten akuten Krankheitsphase vorhanden (Prodromal-Phase) und bleiben in vielen Fällen als Restsymptomatik auch noch darüber hinaus (Residual-Phase) bestehen.

Bei den Positivsymptomen hingegen kommt etwas im Erleben dazu. Darunter zählen beispielsweise Halluzinationen oder Wahnvorstellungen. Die positiven Symptome treten vor allem in der akuten Krankheitsphase in den Vordergrund.


Negativsymptome wie Gleichgültigkeit, Antriebslosigkeit und Sprachverarmung sind wesentliche Charakteristika bei Schizophrenie und bei anderen psychotischen Erkrankungen weniger ausgeprägt. Sie beeinflussen häufig Ihre Lebensqualität und den Langzeitverlauf. 50 bis 80 % der Betroffenen entwickeln mindestens ein Negativsymptom, das sich auf ihren Alltag auswirkt und sehr belastend für die Patienten ist. So tragen die Negativsymptome maßgeblich zu einem schlechteren Funktionsniveau im Beruf und zur Beeinträchtigung Ihrer sozialen Interaktion bei. Außenstehende können das Vorliegen einer Negativsymptomatik an der großen Ähnlichkeit zu Symptomen einer Depression erkennen.

Die Therapie der Negativsymptomatik stellt eine Herausforderung dar. Durch intensive Forschungsarbeit stehen aber immer bessere Medikamente (Antipsychotika, Neuroleptika) zur Verfügung. Konnten früher nur die Positivsymptome medikamentös behandelt werden, so gibt es jetzt auch Präparate, die die Negativsymptomatik vermindern können. Diese modernen Neuroleptika bedeuten einen entscheidenden Fortschritt bei der Behandlung der Schizophrenie.
 
Administrator
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1.647
Antidepressiva mit Wirkung auf das Dopamin helfen besser als moderne Neuroleptika bei Negativsymptomen.

Die Vorstellung alles in ein Antipsychotikum/Neuroleptikum packen zu können, oder in einen Wirkstoff ist ein Irrtum.

Insofern @Niggo können moderne Neuroleptika zwar etwas regulierender eingreifen, aber an sich sind das Dopaminblocker und Negativsymptome kommen eben von einer Mangelerscheinung in bestimmten Hirnregionen(prafrontaler Cortex).

Es gibt Antipsychotika mit antagonistischer Wirkung, wie etwas das Aripiprazol, was bedeutet das Dopamin freigesetzt und blockiert wird, das ist aber eher die Ausnahme und kann im besten Fall manche Negativsymptome etwas abschwächen.

Effektiv wirken also nur wenige Antidepressiva wie Bupropion(bei entsprechender Einnahme mit wenig Neuroleptika).
Alternativ gibt es eventuell noch ein paar andere ADs und ADHS Medikamente könnten helfen.

Zumindest ist es falsch das Antipsychotika bei Negativsymptomen einen besonderen Nutzen haben. Scheinbar legt man bei der Behandlung von Schizophrenie einfach keinen Wert auf die Behandlung von Negativsymptomen und vermarktet viele neuere patentierte Wirkstoffe indem man da falsche Hoffnungen erzeugt.
Die antipsychotischen Medikamente haben meist ein anderes Nebenwirkungsspektrum so das man die Wahl zwischen verschiedenen Übeln hat, weil man ja praktisch abhängig davon ist, wenn man stabil bleiben möchte.

Bitte also keine Lügengeschichten oder Pharmamarketing nachplappern @Niggo . Grade da muss man genau hinschauen und auch kritisch. Meine Meinung dazu.
 
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73
Ich mag die Nebenwirkungen von Neuroleptika nicht, aber wenn man gelernt hat mit der Krankheit umzugehen, ist es toll, wenn man psychosefrei ist.
 
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