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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

➝ Die Dopamin‑Regulationshypothese: Schizophrenie als Signal‑Rausch‑Störung

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Intervalltherapie Frage

Denkende

Member
Wird bei der Intervalltherapie das Abilify phasenweise ausgeschlichen oder von einem Tag auf den anderen ganz abgesetzt bis man es nach einem Intervall wiedernimmt?
 
@Denkende: Genau das geht schief, da du Bupropion (NDRI Antidepressivum) zwingend als Stabilisator benötigst.

Ohne Bupropion bedeutet Intervalltherapie extreme Instabilität. Mit Bupropion verbessert sich einiges, und das ermöglicht es, 3–8 Monate ohne Antidepressiva sehr stabil zu sein.

https://schizophrenie-forum.com/psy...erapie_nebenwirkungsprofile_2026_v2-pdf.2724/

Abilify auszuschleichen ist ansonsten schwierig, da ohne Bupropion auch die präfrontale Kontrolle über NET stabilisiert wird. Ohne würde sich die präfrontale Kontrolle (Reizbarkeit und Unruhe) im Laufe der Absetzversuche verschlechtern.
Bupropion (NDRI-Antidepressivum) stabilisiert über NET und über DAT antipsychotisch, nur braucht es gelegentlich das Antipsychotikum in kurzer Intervallform ca 1-3 Wochen.

Andere Intervalltherapien sind in meinen Selbstversuchen mit Aripiprazol gescheitert, was auch der Studienlage entspricht, da diese Art Intervalltherapien ein negatives Outcome haben.

Mit Bupropion täglich kann das über einen gewissen Zeitraum stabilisieren, womit man dann pro Intervall(kurzzeitige Gabe des Antipsychotikums) erhebliche Verbesserungen festgestellt.
Klappt mit Bupropion, wobei die kleinstnötige Dosis von Aripiprazol angestrebt werden solle. Bupropion kann man hochdosieren, wobei oben im Link auch die relevatne Zusatzmedikation und Ergänzungen erwähnt sind.

Mag wenig Fallberichte geben, aber bei mir hat es nahezu zu Vollremission geführt. Dafür ist Buproprion wichtig, ansonsten müsste man auf Methylphenidat (geringe Dosis) + Atomoxetin (geringe Dosis) ausweichen, da Bupropion zu allergischen Reaktionen führen kann. Ich hatte auch eine Allergie darauf(wie starke Nesselsucht), konnte es aber nach Wochen absetzen dann doch problemlos einnnehmen.
 
Mag wenig Fallberichte geben, aber bei mir hat es nahezu zu Vollremission geführt. Dafür ist Buproprion wichtig, ansonsten müsste man auf Methylphenidat (geringe Dosis) + Atomoxetin (geringe Dosis) ausweichen, da Bupropion zu allergischen Reaktionen führen kann. Ich hatte auch eine Allergie darauf(wie starke Nesselsucht), konnte es aber nach Wochen absetzen dann doch problemlos einnnehmen.
Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion auf Antigene. Bupropion ist kein Antigen.
Es kann aber vielleicht ähnlich wie eine psychosomatische Reaktion das Immunsystem triggern.
 
@Denkende: Genau das geht schief, da du Bupropion (NDRI Antidepressivum) zwingend als Stabilisator benötigst.

Ohne Bupropion bedeutet Intervalltherapie extreme Instabilität. Mit Bupropion verbessert sich einiges, und das ermöglicht es, 3–8 Monate ohne Antidepressiva sehr stabil zu sein.

https://schizophrenie-forum.com/psy...erapie_nebenwirkungsprofile_2026_v2-pdf.2724/

Abilify auszuschleichen ist ansonsten schwierig, da ohne Bupropion auch die präfrontale Kontrolle über NET stabilisiert wird. Ohne würde sich die präfrontale Kontrolle (Reizbarkeit und Unruhe) im Laufe der Absetzversuche verschlechtern.
Bupropion (NDRI-Antidepressivum) stabilisiert über NET und über DAT antipsychotisch, nur braucht es gelegentlich das Antipsychotikum in kurzer Intervallform ca 1-3 Wochen.

Andere Intervalltherapien sind in meinen Selbstversuchen mit Aripiprazol gescheitert, was auch der Studienlage entspricht, da diese Art Intervalltherapien ein negatives Outcome haben.

Mit Bupropion täglich kann das über einen gewissen Zeitraum stabilisieren, womit man dann pro Intervall(kurzzeitige Gabe des Antipsychotikums) erhebliche Verbesserungen festgestellt.
Klappt mit Bupropion, wobei die kleinstnötige Dosis von Aripiprazol angestrebt werden solle. Bupropion kann man hochdosieren, wobei oben im Link auch die relevatne Zusatzmedikation und Ergänzungen erwähnt sind.

Mag wenig Fallberichte geben, aber bei mir hat es nahezu zu Vollremission geführt. Dafür ist Buproprion wichtig, ansonsten müsste man auf Methylphenidat (geringe Dosis) + Atomoxetin (geringe Dosis) ausweichen, da Bupropion zu allergischen Reaktionen führen kann. Ich hatte auch eine Allergie darauf(wie starke Nesselsucht), konnte es aber nach Wochen absetzen dann doch problemlos einnnehmen.
Ja ich meine, dass man das Bupropion durchgängig nimmt bei der Intervalltherapie. Aber wie es ist es mit dem Abilify? Muss man das ausschleichen oder von einem Tag auf den anderen absetzen?
 
Ja ich meine, dass man das Bupropion durchgängig nimmt bei der Intervalltherapie. Aber wie es ist es mit dem Abilify? Muss man das ausschleichen oder von einem Tag auf den anderen absetzen?
Ok, ja Bupropion durchgängig ist voraussetzung. Teils auch andere stabiliserende und schlaffördernde Medikamente wie Trimipramin-Tropfen in den Absetzphasen, da Bupropon sonst ohne Antipsychtikum übermäßig wach macht, gerade zu Beginn der Einnahme.

Aripiprazol(Abilify) sollte erst mal auf eine Mindestdosis reduziert werden, bevor du mit Bupropion beginnst, damit du die für dich passende Wirkdosis nimmst, statt etwa 15mg zu nehme und nur 10mg oder 7,5mg zu benötigen. Aripiprazol wirkt teils schon ab ca. 5mg auch im Akutfall verlässlich.
Bupropion erhöht den Aripiprazolspiegel um das 1,5 Fache, also müsstest du die Dosis eines starken CYP2D6 inhibitor lauf FDA angaben tendenziell halbieren, was dort für Aripiprazol angegeben ist. Da Bupropion ein starker CYP2D6 Inhibitor ist und damit den Abbau vom Aripiprazol im Körper verlangsamt. Damit steigt der Blutspiegel an, was zumindest ausgeglichen werden sollte.
TDM=Therapeutisches Drug Monitoring solltest du machen bevor du Bupropion ansetzt um das genau herauszufinden, wie sehr sich der Blutspiegel tatsächlich verändert. 50% Steigerung wäre dann das 1,5 Fache. 100% das 2 Fache, also halbe Dosis wie die FDA an einer stelle erwähnt hat wenn man starke CYP2D6 Inhibitoren(wie Bupropion) mit Aripiprazol kombiniert.
Bei TDM nimmt man Blut, also das kann dein:e Psychiater:in machen.
Ja ich meine, dass man das Bupropion durchgängig nimmt bei der Intervalltherapie. Aber wie es ist es mit dem Abilify? Muss man das ausschleichen oder von einem Tag auf den anderen absetzen?
Wenn du auf einer kleinen Dosis bist wie 5mg oder 7,5mg Aripiprazol dann würde ich erst einmal Bupropion (150mg Startdosis) für ein paar Monate testen. Die Intervalleinahme findest du hier erklärt:
https://schizophrenie-forum.com/psy...erapie_nebenwirkungsprofile_2026_v2-pdf.2724/

Du kannst dann theoretisch das Aripiprazol abrupt absetzen, solltest aber das im Vorfeld mit deinem Psychiater alles absprechen, die Broschüre ausdrucken und auch nach Antidepressiva einen SSRI (Citalopram um Libido und Emotionalität in den Absetzphasen zu regulieren, auch hilft Citalopram gegen mögliche Miktionsstörungen vom Bupropion und Obstipation(Verstopfungssymptome, die teils Bupropion über NET teils das Trizyklikum etwas begünstigt) und Trizyklikum (Trimipramin-Tropfen zum Schlafen, sehr gering dosiert).

Im Grunde ist bei der Intervalltherapie das schlaffördernde Antipsychotikum weg. Trimipramin-Tropfen helfen da sehr den Schlaf über Monate zu stabilisieren, nur wenn frühwarnsymtpome und so durchkommen und der Schlaf trotz Trimipramin-Tropfen sich destabilisiert oder die Libido und Emotionalität oder Depressivität trotz dem SSRI Antidepressivm und Bupropion ansteigt, dann brauchst du das Antipsychotikum Aripiprazol für etwa 2-3 Wochen was mehr oder weniger sein kann, damit du wieder voll stabil bist und die nächste Absetzphase beginnen kannst.

Antidepressiva werden mit der Zeit wenn du kein Antipsychotikum nimmst langsam unwirksam, auch die sedierende Wirkung des ansonsten stark sedierenden Trimipramins wird immer schwächer. Die kurzfristige Aripiprazol-Einnahme wirkt einerseits nach ca. 3 Tagen antidepressiv, da Antidepressiva bei Psychose keine verlässliche antidepressive Wirkung haben.
Im Grunde steigt die Denkgeschwindigkeit in den Intervallphasen an, Bupropion erhält die funktionelle Stabilität auch bei schnelleren denken (weniger Negativsyptome) zu funktionieren, weil es antipsychotisch auch bei Positivsymptomen wirkt.
 
Ich nehme jetzt 10 mg Abilify und seit heute 300 mg Bupropion. Davor nahm ich 150 mg Bupropion. Aber wegen starker Negativsymptomatik hat die Ärztin die Bupropion Dosis erhöht. Fühle mich sehr müde. Meine Ärzte möchten aber das Abilify nicht runterdosieren. Zur Intervalltherapie hab ich alles ausgedruckt und der Ärztin gegeben. Sie hat sichs durchgelesen, aber möchte das nicht machen, weil es keine Therapie ist, die auf empfohlene Leitlinien basiert.
 
Ich nehme jetzt 10 mg Abilify und seit heute 300 mg Bupropion. Davor nahm ich 150 mg Bupropion. Aber wegen starker Negativsymptomatik hat die Ärztin die Bupropion Dosis erhöht. Fühle mich sehr müde. Meine Ärzte möchten aber das Abilify nicht runterdosieren. Zur Intervalltherapie hab ich alles ausgedruckt und der Ärztin gegeben. Sie hat sichs durchgelesen, aber möchte das nicht machen, weil es keine Therapie ist, die auf empfohlene Leitlinien basiert.
Das mit dem Runterdosieren hört sich sinnvoll an. Du gehörst wohl zu denen bei denen der muntermachende Anteil vom Abilify Null anschlägt.
Gibt glaub ich viele bei denen es so ähnlich wie ein normales Atypikum wirkt, also ohne den besagten Anteil. Eine Bekannte wirkt wie die reinste Schlaftablette damit.
 
Ich nehme jetzt 10 mg Abilify und seit heute 300 mg Bupropion. Davor nahm ich 150 mg Bupropion. Aber wegen starker Negativsymptomatik hat die Ärztin die Bupropion Dosis erhöht. Fühle mich sehr müde. Meine Ärzte möchten aber das Abilify nicht runterdosieren. Zur Intervalltherapie hab ich alles ausgedruckt und der Ärztin gegeben. Sie hat sichs durchgelesen, aber möchte das nicht machen, weil es keine Therapie ist, die auf empfohlene Leitlinien basiert.
Du kannst laut FDA-Angaben (U.S. Food and Drug Administraion) bei einem starken CYP2D6-Inhibitor -was Bupropion ist - die Aripiprazol-Dosis halbieren. Aripiprazol wird teilweise über das CYP2D6-Enzym abgebaut, weshalb Bupropion durch die starke CYP2D6-Hemmung den Blutspiegel manch anderer Medikamente erhöhen kann. Realistisch würde ich 1,5 Fach statt 2 Fach(halbe Dosis) sehen.

Deine 10 mg Aripiprazol wirken also wie 15 oder gar 20mg. Angesichts dessen wäre eine Reduktion auf 5 oder 7,5 mg Aripiprazol wichtig, wenn keine Dosisanpassung stattfand, als du mit Bupropion 150mg begonnen hast. Bei 150mg Bupropion wären 7,5mg statt 10mg Aripiprazol vielleicht passend und bei 300mg Bupropion würde ich eher zu 5mg Aripiprazol tendieren. Normal sollte man besser vor der Umstellung ein TDM (therapeutisches Drug Monitoring) machen, damit könnte man anhand der Blutspiegel das sehen. Da du schon Bupropion nimmst und vielleicht keine Dosisanpassung gemacht hast, kann man pauschal sagen, den Faktor 1,5–2 zu nutzen, also 5mg x 2(halbiert) = 10mg (aktuelle Dosis); 7,5mg x 1,5 = 11,25mg

- Gab es bei dir damals bei 150mg Bupropion eine deutliche Dosisreduktion?

Bei 300mg kann die Hemmung eben noch stärker sein, was du dann spürst, indem keine Negativsymptome besser werden, da Aripiprazol übermäßig stark wirkt.
Bei kontinuierlicher Antipsychotikaeinnahme würde ich auf 5-7,5 mg an deiner Stelle reduzieren.
Bei einer Intervalltherapie würde ich dann eher 7,5-10mg, da dort das Aripiprazol nur für wenige Wochen ca. 2-3 am Stück eingenommen wird.
Fühle mich sehr müde.
Müdigkeit ist ein hervorragendes Zeichen, da Bupropion normal bei zu wenig Antipsychotika sehr wach macht. Du solltest Aripiprazol daher an sich direkt auf 5 mg reduzieren können und bei Verschlechterung oder Schlafstörungen auf 7,5mg erhöhen. Bei kontinuierlicher Einnahme macht das so und so Sinn, da die für dich geringste Antipsychotikadosis zu finden und dann erst über eine Intervalltherapie nachzudenken. Dosisreduktion von 1,5 bis 2 (halbiert) ist notwendig, da ansonsten deine 10mg wie 15 oder 20mg wirken.

- Oder hattest du vor dem Bupropion 15 oder 20mg Abilify?

Aber wegen starker Negativsymptomatik hat die Ärztin die Bupropion Dosis erhöht.
Genau dieser Nutzen kann deswegen kaum greifen, da Bupropion auch so eine minimal nötige Antipsychotikaeinnahme braucht und durch einen höhren Aripiprazol-Spiegel (durch Bupropion) im Blut dann Negativsymptome und Nebenwirkungen zunehmen, was Bupropion nur teilweise ausgleichen kann.
Zur Intervalltherapie hab ich alles ausgedruckt und der Ärztin gegeben. Sie hat sichs durchgelesen, aber möchte das nicht machen, weil es keine Therapie ist, die auf empfohlene Leitlinien basiert.
Du solltest erst einmal die für dich kleinste wirksame Aripiprazol-Dosis finden. Es hat auch so ohne Bupropion bei manchen Betroffenen ab 5 mg wirksamkeit die auch im Akutfall greift.

-Hast du vor Bupropion schonmal getestet ab wieviel mg bei dir Aripiprazol wirkt, etwa bei einem Reduktionsversuch?
 
Sie hat sichs durchgelesen, aber möchte das nicht machen, weil es keine Therapie ist, die auf empfohlene Leitlinien basiert.
Ich habe dir eine aktualisierte druckfertige Patienteninformation gemacht mit Zusatzschreiben: "Dokumentation einer leitlinienabweichenden Therapieentscheidung (Intervalltherapie mit Bupropion) im Rahmen der individuellen Behandlung"

https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Das kannst du ausdrucken und zusammengeheftet zum Unterschreiben in die Praxis mitnehmen.
Das wäre eine Möglichkeit, eine individuelle Behandlung zu bekommen, das sichert deine Ärztin ab und dir ermöglicht es auch im Verlauf der Intervalltherapie, die notwendigen anderen Medikamente (Trimipramin-Tropfen und Citalopram) zur gegebenen Zeit zu bekommen.
 

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