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Intervall-Therapie mit Haldol möglich?

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Die Fragen richten sich hauptsächlich an unseren Admin und Medi-Experten Maggi.

Kann man auch mit Haldol eine Intervall-Therapie machen? Wenn ja, gibt es da besondere Risiken? Müsste ich da irgendwas besonderes beachten oder kann ich einfach in kleinen Schritten das Intervall verlängern?

Hatte daran gedacht Schrittweise das Intervall so zu ändern: Von 5mg täglich auf 5mg alle 2 Tage und nach 6 Wochen alle 3 Tage bis ich bei 5mg pro Woche bin. Natürlich immer vorausgesetzt dass ich keine Symptome bekomme.

Geht das?
 
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Zur Intervalltherapie:

Aripiprazol hat ne Halbwertszeit von 75 Stunden
Haloperidol nur von 12-36
Halbwertszeit = Der Zeitpunkt an dem nur noch 50% des Medikaments im Körper sind.

Würde mal daraus schließen das es auch geht. Aber ist auf jeden Fall riskant. Aber mal schauen ob die anderen mehr wissen.
 
TS
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Zum reduzieren: Das ist Nebensache. Würde auch 10mg pro Woche nehmen wenns damit geht. Geht darum wenn möglich Medi-freie Tage zu haben.

Haloperidol nur von 12-36

Solian hat nach meiner Recherche eine Halbwertszeit von nur 12 Std. Damit hab ich vor einigen Jahren sehr gute Erfahrungen mit einer Intervall-Therapie gemacht. Seit damals ist die Krankheit schlimmer geworden und so gut wie damals wirds wahrscheinlich nicht mehr, aber eine deutliche Besserung dürfte hoffentlich möglich sein.
 
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@Enlightened
Im Grunde klappt eine Intervalltherapie normal eher schlecht als recht.
Aripiprazol soll glaube ich den älteren typischen Neuroleptika noch am ähnlichsten sein, weshalb vielleicht auch Haldol funktionieren könnte.
Wichtig wäre eben, dass du zusätzlich das Bupropion(SNDRI Antidepressivum) und eventuell auch Citalopram(SSRI Antidepressivum) einnimmst, weil das in diesen Absetzphasen stabilisiert und gegen die Negativsymptome hilft. Damit kann man diese Intervalle länger und ohne Einschränkungen durchstehen.

Falls das Haldol ungeeignet wäre, könntest du stattdessen Aripiprazol nehmen. Wichtig ist eben vor allem das Bupropion, was aufgrund von möglichen Nebenwirkungen gut zusammen mit Citalopram funktioniert.
 
TS
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@Maggi
Gut. Dann mach ich das so wie geplant im Eingangspost.

Die einzige Sorge ich die ich noch habe ist dass das Haldol bei quasi regelmäßigen Einmalgaben nicht genug "Herunterfahrkraft" hat. Da geht probieren über studieren. In 6 bis 12 Wochen weiß ich dann etwas mehr.

Aripiprazol und die genannten ADs dürften bei mir Kontraproduktiv sein und die ADs stehen auch dem Ziel Medi-freier Tage entgegen. Zum seelischen Ausgleich meditiere ich täglich.
 
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Die einzige Sorge ich die ich noch habe ist dass das Haldol bei quasi regelmäßigen Einmalgaben nicht genug "Herunterfahrkraft" hat.
Du solltest es schon etwa ein bis zwei Wochen am Stück einnehmen und dann wieder einen Zeitraum(ca. ein Monat) weglassen.
Ohne den Antidepressiva würde ich an deiner Stelle keine Intervalltherapie probieren. Diese kann man täglich ohne Einschränkungen einnehmen, also da hast du normal nur Vorteile.

Hattest du schon mal das Aripiprazol als Neuroleptikum? Haldol ist ja eher ein Klinikmedikament, weil diese älteren typischen Neuroleptika auf Dauer schwere Nebenwirkungen machen können.

Wenn musst du also das Haldol schon für mehrere Tage am Stück einnehmen, bis die Symptome abgeklungen sind.
 
Administrator
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Bezüglich der Halbwertszeit sehe ich bei Haldol weniger das Problem, auch wenn diese deutlich kürzer ist. Normal müsste da die Wirkung schneller da sein. Die Intervalldosis sollte eben so niedrig wie möglich sein, sodass die antipsychotische Wirkung auch noch anschlägt. Haldol eignet sich vermutlich sogar besser als andere Atypische Neuroleptika für eine Intervalleinnahme. Aripiprazol ähnelt von der Rezeptorblockade den älteren Neuroleptika und hat auch eine sehr gute Akutwirkung(trotz hoher Halbwertszeit) anders als herkömmliche atypische Neuroleptika, die meiner Meinung von ihrer Akutwirkung her zu schwach sind oder eher ungeeignet.

@Enlightened an sich spricht finde ich nichts gegen das Haldol. Problematisch ist in den Absetzintervallen eben das ohne zusätzliche Medikamente wie im speziellen das Bupropion es sehr schnell zu Unruhe und Stimmungsschwankungen aber auch Frühwarnsymptomatik kommt. Mit diesem Wirkstoff der sonnst keine Einschränkungen/Nachteile macht, wärst du da eben auf der sicheren Seite. Bupropion kann Nebenwirkungen wie Wachheit, Miktionsstörungen(schwache Blase) oder Verstopfung machen, weshalb sich da zusätzlich Citalopram empfiehlt um die Serotoninwirkung zu ergänzen und diese Nebenwirkungen zu minimieren. Bupropion wirkt auf Noradrenalin und Dopamin. Die Noradrenalinwirkung hilft gegen Unruhe und Stimmungsschwankungen, die Dopaminwirkung wirkt im Grunde andersherum wie es die Neuroleptika tun, also es wird dabei der Dopaminmangel in bestimmten Gehirnregionen verringert und damit verbessern sich die Negativsymptome, was indirekt auch die Positivsymptome zu einem gewissen Grad reduziert, da vermutlich dann weniger Dopamin angeregt wird(da keine Mangelerscheinung).
Nur so, damit du auch den Grund und Sinn der zusätzlichen Antidepressiva verstehst, die du dann durchgehend einnehmen müsstest. Das Haldol oder eben Aripiprazol wäre dann das Intervallmedikament, was gröbere Schübe abfängt ohne auf Dauer zu stark zu dämpfen.
 
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