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Eines unserer Ziele ist es, Ihnen dabei zu helfen, unverarbeitete Probleme besser zu bewältigen und neue Perspektiven zu entdecken, da die Verarbeitung der Symptome ein zentrales Thema bei der Bewältigung der Erkrankung darstellt. Dabei können Erfahrungen anderer Betroffener mit ähnlichen Symptomen sehr helfen.


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Etwas ganz Besonderes ist zudem eine neuartige 🩺medikamentöse Therapieoption💊 bei Psychose, welche auch bei Negativsymptomen hochwirksam ist und den Krankheitsverlauf insgesamt deutlich verbessert.

Hat irgendjemand Symptome wie Reizüberflutung? Tinitus, piepsen auf den Ohren, Schmerzen auf den Ohren, erdrückt fühlen von Reizen

Asklepios

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24 Jan. 2023
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Nach meiner Psychose war alles für mich zu viel. Licht, Geräusche. Ich bekam einen Tinitus. Reize erschlagen mich. Nach der Psychose war es hart.

Jetzt hat es sich leicht gebessert nach 1,5 Jahren. Trotzdem immer noch da.
Hat jemand ähnliche Überreizungen?
 
Nach meiner Psychose war alles für mich zu viel. Licht, Geräusche. Ich bekam einen Tinitus. Reize erschlagen mich. Nach der Psychose war es hart.

Jetzt hat es sich leicht gebessert nach 1,5 Jahren. Trotzdem immer noch da.
Hat jemand ähnliche Überreizungen?
Nimmst du denn das selbe Medikament in gleicher Dosis wie früher oder hast du die Dosis jetzt nach 1,5 Jahren heruntergesetzt?

Ich hatte auch starke Reizüberflutung nach meiner ersten Psychose. Ich konnte nicht mal mehr Musik hören oder Fernsehen, weil mir das zu viel war. Selbst der Verkehrslärm draußen war mir zu viel. Jetzt nach 7 Monaten hat sich das etwas gebessert und ich habe mal bessere mal schlechtere Tage. Ich höre oft trotzdem keine Musik mehr und schaue auch kaum mehr Fernseh. Aber es wurde schon wieder etwas mehr und ich bin nicht mehr so heftig Überflutet von Reizen wie das vorhergehende Jahr.
 
Vor 1,5 Jahren hatte ich die Psychose. Seid September 22, also seit ca. 5 Monaten nehme ich Aripiprazol. Erst 5mg dann 10 dann 15 und dann 20mg. 20mg seid 2 Monaten. Aber ich habe viel über Cariprazin Reagila gelesen. Das nehme ich jetzt noch dazu 1,5mg zum eindosieren. Das Aripiprazol werde ich dann ausschleichen. Alles in Abklärung mit dem Arzt.

Das ging mir genauso mit dem Fernsehe schauen. Das plättschern der Dusche war zu laut. Die Autos, die an mir vorbei fuhren waren viel zu lait und machten mich fertig und aggressiv. Auch Menschen kontakte waren nach der Psychose zu viel.Viele Menschen erdrücken mich. Ist so anstrengend.
War gerade auf einer Taufe und es war herausfordernd. Ich wünsch mir so, dass es sich bessert.

Wie ist es bei dir mit Freunden. Hast du welche und triffst du dich? Meine Freunde habe ich verloren. Ich könnte auch wenig durchhalten dort.

Was nimmst du für Tabletten?
 
Ich bekomme alle 28 Tage 50mg Xeplion injiziert. Bin aber gerade am Runterdosieren.

Das du auf eine Feier gehen kannst, finde ich sehr stark von dir. Als ich so stark Reizüberflututet war hätte ich das nicht geschafft. Deswegen Respekt an dich. Wie hast du das so gut überstanden?

Heute ist zum Beispiel ein mittelmäßiger Tag bei mir und ich liege einfach nur im Bett rum und surfe im Internet. An so Tagen vertrage ich in kleinster Weise Lärm oder alles was mich überreizen könnte. Ich hoffe das kommt wieder in Ordnung.
 
Nach der Taufe heute, sind alle noch zusammen Essen gegangen. Hier bin ich raus. In der Kirche war ich dabei. War nicht so einfach aber es ging gerade so.
Ist es bei dir auch so ein inneres Zittern, umso schlimmer es wird? Je länger es dauert mit der Reizüberflutung, desto mehr kommt so ein ekliges Gefühl, ein inneres zittern, wie kleine elektrostöße an meinen Nerven. Die blank liegen. Ich kann dann auch nicht mehr richtig denken.
 
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Nach der Taufe heute, sind alle noch zusammen Essen gegangen. Hier bin ich raus. In der Kirche war ich dabei. War nicht so einfach aber es ging gerade so.
Ist es bei dir auch so ein inneres Zittern, umso schlimmer es wird? Je länger es dauert mit der Reizüberflutung, desto mehr kommt so ein ekliges Gefühl, ein inneres zittern, wie kleine elektrostöße an meinen Nerven. Die blank liegen. Ich kann dann auch nicht mehr richtig denken.
Also ich war gestern in einem Lebensmittelmarkt und es war total überfüllt dort. Jede Menge Gewusel und überall gequatsche und ein Kind hat laut geweint. Das wurde mir dann auch so viel, dass ich mich gar nicht mehr auf meinen Einkauf konzentrieren konnte. Ich werde dann selbst total unruhig und muss meine ganze Energie dafür aufbringen ruhig zu bleiben.

Hatte das Geschäft dann auch schnell verlassen, obwohl ich nicht alles hatte was ich brauchte.

Ich kenne das also mit der nachlassenden Konzentration und auch das man Menschenmengen meidet.

Mir wäre das auch so gegangen. Die Kirche wäre bei mir auch noch in Ordnung gewesen, aber das Beisammensein wäre mir wahrscheinlich auch zu viel geworden.

Ich gehe auch meistens nur weg, wenn ich weiß, dass nicht so viel los ist oder dass ich dann schnell wieder weg kann, wenn ich es nicht mehr aushalte.

Ich bin leider nicht mehr so strapazierfähig wie vor meiner Psychose. Aber ich frage mich, ob es eine Nebenwirkung von den Medikamenten oder ob es eine Nachwirkung von der Psychose ist.

Mich zieht es immer ein bisschen runter, wenn ich merke, dass ich nicht mehr an allem teilnehmen kann. Man hat dann, wenn man absagt oder nur eine gewisse Zeit durchhält beinahe ein schlechtes Gewissen.
 
So wie mein Arzt das schildert, liegt das an der Negativsymptomatik. Also die Zeit nach abklingen der Akutphase.
Da meinte er, daher komme die Reizüberflutung. Nicht von den Medikamenten. Diese sollen, wie Aripripazol, die Reize abschotten, wie eine Sonnencreme.

Mich zieht es auch runter. Ich sitze daheim und kann nicht viel machen. Leben heißt doch eigentlich zu leben. Aber wir haben diese Krankheit.
Ich hoffe ja so sehr, das irgendetwas hilft.

Ich kenne das gut, mit dem Einkaufen und dem Druck der entsteht. Alles wird zu viel. Die Sachen suchen. Dann das anstehen an der Kasse…
Es gibt Tage bei mir, wie bei dir, da geht es besser
 
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Richtig, Leben heißt am Leben teilnehmen. Aber das kann ich momentan auch nur bedingt.

Ich habe gelesen, dass man Jahre benötigt um sich von der Psychose zu erholen. Das bedeutet für mich, dass ich mir bis dahin anderweitig etwas gutes tue und mich langsam an „das Leben“ herantaste. Man braucht eben so lange wie es eben braucht.

Arbeitest du zur Zeit?
 
Nein, ich kann nicht arbeiten. Ich habe das Glück eine Goldschmiedeausbildung bei meinem Vater gerade fertig gemacht zu haben. Er ist auch Goldschmied und in seiner Werkstatt war das ein geschützter Raum.
Jetzt arbeite ich nebenher etwas. Mein Traumjob ist es nicht aber ich bin dankbar.
Ich würde lieber etwas im Landschaftsbau arbeiten. Also wenn ich fit wäre.
Noch vor 2 Jahren konnte ich dort aushelfen. Wenn auch nur Teilzeit.
Jetzt bin ich platt.
Ja das kann Jahre dauern. So seh ich das auch.
Arbeitest du?
 
Ich arbeite seit einigen Monaten wieder in meinem Job.

Das war auch ein ganzes Stück Arbeit sich wieder daran zu gewöhnen, aber so langsam geht es wieder, auch wenn mir das frühe Aufstehen am Morgen schwer zu schaffen macht.
 
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