Herzlich willkommen im Psychose-Forum ❤️

Das Forum für Diskussionen rund um das Thema Psychose & Schizophrenie. Hier findest Du individuelle Beratung, Möglichkeiten zum Austausch, Hilfe und mehr.

Registriere Dich, um alle Vorteile nutzen zu können und über Deine persönlichen Fragen oder andere Themen zu schreiben! Die Forencommunity hilft, mit unverarbeiteten Problemen besser umgehen zu können, andere Meinungen und Sichtweisen zu bekommen und entspannter mit der Erkrankung umzugehen.
Für Angehörige, Betroffene, Therapeuten und alle, die sich interessieren, Hilfe benötige oder sich mit einbringen möchten.

Jetzt registrieren!

Im Forum findest Du diese Medikamente-Empfehlung.

Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein recht normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung deutlich verbessern kann und auch Positivsymptome reduziert.

ALTERNATIVEN (2): Soteria – ein alternatives Behandlungskonzept für junge Menschen in psychotischen Krisen.

Active member
Registriert
24.08.2022
Beiträge
341

gelber-hintergrund-mit-mandala-mustern-165347065.jpg

ALTERNATIVEN (2): Soteria – ein alternatives Behandlungskonzept für junge Menschen in psychotischen Krisen


Eine Dauermedikation über einen psychotischen Schub hinaus, der ein paar Wochen oder bis zu 3 Monate dauert, kann zur Chronifizierung von Schizophrenie und Depression führen. Medikamente verändern das Gehirn so, das eine dauerhafte Abhängigkeit entsteht und es so beim Absetzversuch zu psychotischen Symptomen kommt. (s. Video , Dauer 6 min.).

Studien zeigen zudem:
"Die 20-Jahres-Daten zeigen, dass antipsychotische Medikamente nach den ersten Jahren die Häufigkeit von Psychosen bei Schizophrenie nicht eliminieren oder verringern oder die Schwere einer postakuten Psychose verringern. SZ-Patienten, die über längere Zeit keine Antipsychotika einnehmen, haben bessere interne Ressourcen, die mit größerer Belastbarkeit einhergehen. Sie haben bessere Prognosefaktoren, bessere prämorbide Entwicklungsleistungen, weniger Anfälligkeit für Angst, bessere neurokognitive Fähigkeiten, weniger Anfälligkeit für Psychosen und erleben mehr Phasen der Genesung." (Quelle)

Ich möchte in einer Serie alternative Behandlungsmethoden vorstellen, wie Gesundung ohne Medikamente erfolgreich gelingen kann. Dazu zähen Einrichtungen, wie Soteria und Offener Dialog, die genutzt werden können, wenn ein psychotischer Schub zu überstehen ist und diese sind statt Klinik und Zwangsmedikation zu empfehlen, wenn man nicht wieder in die Medikamentenfalle geraten möchte.

Ich bin seit 16 Jahren ohne AP und hatte in dieser Zeit einige Schübe. Meist habe ich es alleine mit Gartenarbeit und Aussitzen überstanden.

Es ist gut sich für eine mögliche Krise vorzubereiten, inbesondere wenn man sich eine alternative Betreung ohne Medikamnete wünscht. Ein strukurierter Tagesablauf unter Menschen ist eine Hilfe. Wenn der Schub nicht zu intensiv war, bin ich in ein Seniorenheim und habe dort ehrenamtlich in der Küche auf der Station gearbeitet. Essen vorbereiten, austeilen, abwaschen , putzen usw sind erdende Tätigkeiten. Auch ein Tages-Treff für psychisch belastete Menschen gibt eine Stuktur. Bei der letzten Krise Anfang 2022 war ich auf einem Bauerhof für psychisch belastete Menschen und habe dort 6 Wochen in der Küche und der Holzwerkstatt gearbeitet.

Wenn es schwieriger wird können Einrichtungen wie Soteria eine gute Möglichkeit sein. Hier nun eine Vorstellung dieses Konzeptes um die Prinzipien einer alternativen Behandlung zu verstehen um diese für sich anwenden zu können. Es gibt in Deutschland 5 Einrichtungen, wenn man Glück hat bekommt man einen Platz, wenn die Kriese da ist. Sonst sich ähnliches selbst organisieren ist auch eine Möglichkeit, das muss jedoch vor der Krise schon geschehen.



(Quelle und Zitat):

"Forschungsergebnisse aus jüngerer Zeit zeigen deutlich, dass Psychopharmaka alleine psychisch erkrankten Menschen nicht helfen. Trotzdem gelten psychotherapeutische Ansätze in der Psychiatrie noch immer als Mittel zweiter Wahl. Ihre Wirkung wird oft unterschätzt und belächelt, oder allenfalls als „ergänzende Maßnahme“ zur Behandlung mit Psychopharmaka begriffen. Dass es auch anders geht, zeigt das alternative Psychiatriekonzept „Soteria“. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Rettung, Sicherheit, Geborgenheit - und genau darum geht es.



[media]



Das Stationskonzept, das sich hinter dem Namen verbirgt, richtet sich speziell an junge Menschen, die an einer Psychose erkrankt sind. Es bietet eine Alternative zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung und setzt seinen Schwerpunkt auf Milieutherapie, Beziehungsgestaltung und den zurückhaltenden Umgang mit Medikamenten.

Entstanden ist das Soteria-Konzept in der Anti-Psychiatrie-Bewegung der 1960er- Jahre in den USA. 1985 eröffnete die erste europäische Soteria in Bern. Deutschlandweit gibt es aktuell fünf Soteria-Einrichtungen, die älteste davon befindet sich in Zwiefalten (seit 1999). Das Team der Soteria Zwiefalten setzt sich aus knapp zehn Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen zusammen. Eine Psychologin und eine Gesundheits- und Krankenpflegerin mit abgeschlossenem Management-Studium bilden gemeinsam die Stationsleitung. Zusammen mit dem Rest des Teams, das sich aus Mitarbeitern des Pflegedienstes – meist mit Weiterbildung für Psychiatrie – zusammensetzt, teilen sie sich die anfallenden Aufgaben weitgehend berufsgruppenunabhängig.

Besonderer Wert wird in einer Soteria auf die zwischenmenschlichen Beziehungen von Bewohnern und Mitarbeitern gelegt. Diese sollen durch möglichst geringe Status- und Rollendifferenzierung gekennzeichnet sein („Mit-Sein“ und „Mit-Tun“) und sich somit von der klassischen paternalistischen Arzt-Patient-Beziehung unterscheiden. Dadurch soll die Beziehungsgestaltung zwischen Mitarbeitern und Bewohnern erleichtert werden, die im Soteria-Konzept als Wirkfaktor eine wichtige therapeutische Funktion einnimmt. Zur Aufrechterhaltung des Bezugs zum Alltagsleben stellen die gemeinsame Erledigung von Hausarbeiten und die gemeinsame Gestaltung der Freizeit zudem wichtige Bestandteile des alltäglichen Lebens in der Soteria dar."

[media]

Recovery​



[media]


Hier alle Informationen zu Orten in Deutschland und der Schweiz:
https://soteria-netzwerk.de/soteria-einrichtungen


Alle Artikel zum Thema ALTERNATIVEN:

ALTERNATIVEN (1): "TAKE THESE BROKEN WINGS". Dokumentarfilm über Schizophrenie, Genesung ohne Medikamente.

ALTERNATIVEN (2): Soteria – ein alternatives Behandlungskonzept für junge Menschen in psychotischen Krisen.

ALTERNATIVEN (3): „Open Dialogue“ - DOKU über alternativer Behandlungsansätze aus Finnland.
 
Zuletzt bearbeitet:
Member
Registriert
27.05.2022
Beiträge
70

Anhang anzeigen 246

ALTERNATIVEN (2): Soteria – ein alternatives Behandlungskonzept für junge Menschen in psychotischen Krisen


Eine Dauermedikation über einen psychotischen Schub hinaus, der ein paar Wochen oder bis zu 3 Monate dauert, kann zur Chronifizierung von Schizophrenie und Depression führen. Medikamente verändern das Gehirn so, das eine dauerhafte Abhängigkeit entsteht und es so beim Absetzversuch zu psychotischen Symptomen kommt. (s. Video , Dauer 6 min.).

Studien zeigen zudem:
"Die 20-Jahres-Daten zeigen, dass antipsychotische Medikamente nach den ersten Jahren die Häufigkeit von Psychosen bei Schizophrenie nicht eliminieren oder verringern oder die Schwere einer postakuten Psychose verringern. SZ-Patienten, die über längere Zeit keine Antipsychotika einnehmen, haben bessere interne Ressourcen, die mit größerer Belastbarkeit einhergehen. Sie haben bessere Prognosefaktoren, bessere prämorbide Entwicklungsleistungen, weniger Anfälligkeit für Angst, bessere neurokognitive Fähigkeiten, weniger Anfälligkeit für Psychosen und erleben mehr Phasen der Genesung." (Quelle)

Ich möchte in einer Serie alternative Behandlungsmethoden vorstellen, wie Gesundung ohne Medikamente erfolgreich gelingen kann. Dazu zähen Einrichtungen, wie Soteria und Offener Dialog, die genutzt werden können, wenn ein psychotischer Schub zu überstehen ist und diese sind statt Klinik und Zwangsmedikation zu empfehlen, wenn man nicht wieder in die Medikamentenfalle geraten möchte.

Ich bin seit 16 Jahren ohne AP und hatte in dieser Zeit einige Schübe. Meist habe ich es alleine mit Gartenarbeit und Aussitzen überstanden.

Es ist gut sich für eine mögliche Krise vorzubereiten, inbesondere wenn man sich eine alternative Betreung ohne Medikamnete wünscht. Ein strukurierter Tagesablauf unter Menschen ist eine Hilfe. Wenn der Schub nicht zu intensiv war, bin ich in ein Seniorenheim und habe dort ehrenamtlich in der Küche auf der Station gearbeitet. Essen vorbereiten, austeilen, abwaschen , putzen usw sind erdende Tätigkeiten. Auch ein Tages-Treff für psychisch belastete Menschen gibt eine Stuktur. Bei der letzten Krise Anfang 2022 war ich auf einem Bauerhof für psychisch belastete Menschen und habe dort 6 Wochen in der Küche und der Holzwerkstatt gearbeitet.

Wenn es schwieriger wird können Einrichtungen wie Soteria eine gute Möglichkeit sein. Hier nun eine Vorstellung dieses Konzeptes um die Prinzipien einer alternativen Behandlung zu verstehen um diese für sich anwenden zu können. Es gibt in Deutschland 5 Einrichtungen, wenn man Glück hat bekommt man einen Platz, wenn die Kriese da ist. Sonst sich ähnliches selbst organisieren ist auch eine Möglichkeit, das muss jedoch vor der Krise schon geschehen.



(Quelle und Zitat):

"Forschungsergebnisse aus jüngerer Zeit zeigen deutlich, dass Psychopharmaka alleine psychisch erkrankten Menschen nicht helfen. Trotzdem gelten psychotherapeutische Ansätze in der Psychiatrie noch immer als Mittel zweiter Wahl. Ihre Wirkung wird oft unterschätzt und belächelt, oder allenfalls als „ergänzende Maßnahme“ zur Behandlung mit Psychopharmaka begriffen. Dass es auch anders geht, zeigt das alternative Psychiatriekonzept „Soteria“. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Rettung, Sicherheit, Geborgenheit - und genau darum geht es.



[media]



Das Stationskonzept, das sich hinter dem Namen verbirgt, richtet sich speziell an junge Menschen, die an einer Psychose erkrankt sind. Es bietet eine Alternative zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung und setzt seinen Schwerpunkt auf Milieutherapie, Beziehungsgestaltung und den zurückhaltenden Umgang mit Medikamenten.

Entstanden ist das Soteria-Konzept in der Anti-Psychiatrie-Bewegung der 1960er- Jahre in den USA. 1985 eröffnete die erste europäische Soteria in Bern. Deutschlandweit gibt es aktuell fünf Soteria-Einrichtungen, die älteste davon befindet sich in Zwiefalten (seit 1999). Das Team der Soteria Zwiefalten setzt sich aus knapp zehn Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen zusammen. Eine Psychologin und eine Gesundheits- und Krankenpflegerin mit abgeschlossenem Management-Studium bilden gemeinsam die Stationsleitung. Zusammen mit dem Rest des Teams, das sich aus Mitarbeitern des Pflegedienstes – meist mit Weiterbildung für Psychiatrie – zusammensetzt, teilen sie sich die anfallenden Aufgaben weitgehend berufsgruppenunabhängig.

Besonderer Wert wird in einer Soteria auf die zwischenmenschlichen Beziehungen von Bewohnern und Mitarbeitern gelegt. Diese sollen durch möglichst geringe Status- und Rollendifferenzierung gekennzeichnet sein („Mit-Sein“ und „Mit-Tun“) und sich somit von der klassischen paternalistischen Arzt-Patient-Beziehung unterscheiden. Dadurch soll die Beziehungsgestaltung zwischen Mitarbeitern und Bewohnern erleichtert werden, die im Soteria-Konzept als Wirkfaktor eine wichtige therapeutische Funktion einnimmt. Zur Aufrechterhaltung des Bezugs zum Alltagsleben stellen die gemeinsame Erledigung von Hausarbeiten und die gemeinsame Gestaltung der Freizeit zudem wichtige Bestandteile des alltäglichen Lebens in der Soteria dar."

[media]

Recovery​



[media]


Hier alle Informationen zu Orten in Deutschland und der Schweiz:
https://soteria-netzwerk.de/soteria-einrichtungen


Alle Artikel zum Thema ALTERNATIVEN:

ALTERNATIVEN (1): "TAKE THESE BROKEN WINGS". Dokumentarfilm über Schizophrenie, Genesung ohne Medikamente.

ALTERNATIVEN (2): Soteria – ein alternatives Behandlungskonzept für junge Menschen in psychotischen Krisen.

ALTERNATIVEN (3): „Open Dialogue“ - DOKU über alternativer Behandlungsansätze aus Finnland.
Mein Sohn wirken Tabletten nicht. Ist schon chronisch.
 
Member
Registriert
27.05.2022
Beiträge
70
Mein Sohn eigentlich nie richtig geholfen alles mögliche an Medikamente bekommen aber stimmen gehen nicht weg. Seit seiner ersten Psychose mit 17..5 Jahren nach dem absetzen vom risperidon als er mit 16 verschrieben bekommen hat angehende Psychose.
Jetzt ist er 25 und nimmt clozapin aber hilft auch nicht. Hat abgesetzt von 550 auf 275.aber müssen erhöhen Symptome schlimmer. Stimmen also
 
TS
Patrick
Active member
Registriert
24.08.2022
Beiträge
341
Mein Sohn eigentlich nie richtig geholfen alles mögliche an Medikamente bekommen aber stimmen gehen nicht weg. Seit seiner ersten Psychose mit 17..5 Jahren nach dem absetzen vom risperidon als er mit 16 verschrieben bekommen hat angehende Psychose.
Jetzt ist er 25 und nimmt clozapin aber hilft auch nicht. Hat abgesetzt von 550 auf 275.aber müssen erhöhen Symptome schlimmer. Stimmen also
Das Problem ist psychischer Natur. Etwas auf der körperlichen Ebene zu tun , wie Psychopharmaka nehmen, und zu hoffen das es wirkt und man gesund wird, ist leider der falsche Weg.

Eine Psychose ist ein Signal, das starke Emotionen, wie Agression und Sexuallität unterdrückt werden. Das führt zu seelischen Spannungen. Das Verhalten ist zu ändern, die geistigen Reaktionmuster und nur so ist die Ursache zu beheben.

Medikamente machen blind unterdrücken nur die Emotionen und wenn man sich nicht fühlt kann man auch nicht lernen und heilen.

Wenn man einen Dorn im Finger hat und die Wunde eitert, dann muss man den Dorn rausziehen, sonst eitert die Wunde weiter und es gibt eine Blutvergifftung. Und der Schmerz ist ein wichtiges Signal, er sagt uns "Dorn rausziehen."

Psychopharmaka sind wie eine Schmerztablette und ein Pflaster. Der Dorn beibt drinnen und die Wunde eitert weiter. Das wichtige Signal , Schmerz, wird nur unterdrückt. Man wird blind. Die wirkliche Ursache von Psychose, die seelische Ursache, bleibt in der Seele stecken und macht weiter Psychosen. Medikamente können daher niemals helfen.

Sie belasten nur zusätzlich, machen das Gehirn kaputt und machen alles schwerer.

Als Mutter möchstet Du sicher das Leiden Deines Sohnes verhindern, aber es ist ein wichtiger Teil des Lebens.
 
Zuletzt bearbeitet:
TS
Patrick
Active member
Registriert
24.08.2022
Beiträge
341
Filmbericht Soteria. Wie wichtig soziale Kontakte in der Psychose sind:

Dauer 7 min. ab 1.30 min. Es gibt schon 5 Einrichtungen in Deutschland.

 
Oben