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3 Welten nach Karl Popper

Gast2854

Member
Ich finde das 3-Welten-Konzept von Karl Popper interessant. Er sagt, dass es 3 Welten gibt:

Welt 1: Die physische Welt: Steine, Pflanzen, Tiere...Mopeds, Schuhlöffel
Welt 2: Die subjektive Welt: Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen, Intuition, Wünsche, Emotionen, Erinnerungen und Vorstellungen...Psychosen
Welt 3: Objektive Inhalte des Geistes: vom Menschen geschaffene Ideen, Theorien, Kunstwerke, Regeln und Wissen, die objektiv existieren, unabhängig davon, ob jemand gerade daran denkt.

Zusammenhang der 3 Welten:
  • Welt 1: Die physische Basis, auf der alles passiert.
  • Welt 2: Jeder Mensch erlebt Welt 1 subjektiv und kann darüber nachdenken.
  • Welt 3: Die Gedanken und Werke aus Welt 2 können zu objektivem Wissen werden, das unabhängig vom individuellen Geist existiert.
Was fällt euch dazu ein? Sowohl in Welt 1 alsauch in Welt 3 besteht die Möglichkeit etwas zu erschaffen, was es vorher noch nicht gegeben hat. Sollte der Mensch eher in Welt 1 wirken oder eher in Welt 3?

Ich finde das Forum braucht noch eine Rubrik für Philosophie. Politik und Glaube und Religion gibt es, aber keine Philosophie.
 
Es gibt eigentlich nur die physische Welt, das andere ist dazuerdacht. Trotzdem sind religiöse Vorstellungen in uns drin (keine allgemeine "Philosophie") und können nicht so leicht durch etwas anderes ersetzt werden. So wie die alten Griechen sagten "zoon politicon", so leben auch wir heute in einer bewusstseinseinengenden Blase, nur dass sie das Öffentliche / hier Religiöse meint radikal ausschließen zu können.
 
Naja, eine starre Weltentrennung halte ich für überholt. So gibt es ziemliche Wirkmechanismen die sich in dem Modell gegenseitig bedingen. So ist die Materie, wie wir ja mittlerweile wissen längst nicht so fix und starr wie es uns erscheint.
 
Es ist wohl verschieden in welcher Welt sich die Menschen am ehesten aufhalten. Einer ist mehr der physische Typ, der nächste hängt seinen Gedanken nach und erschafft nicht so viel. Ich finde dieses Gedankenmodel ganz interessant und habe noch nie davon gehört.
 
Naja, eine starre Weltentrennung halte ich für überholt.
Ich glaube es geht Popper weniger darum die Welt einzuteilen und zu sagen so und nicht anders ist es, sondern darum eine Diskussionsgrundlage zu haben, als Basis von der man weitere Überlegungen anstellen kann, z.B:

Das Leib-Seele-Problem: Gibt es Wechselwirkungen zwischen Körper,Geist,Seele, oder existieren sie eher unabhängig?

"Sind unsere Denkvorgänge in der Welt 2 mit Gehirnvorgängen in der Welt 1 verbunden?"
Mögliche Antworten:
1. Psychophysische Wechselwirkung: Welt 2 und Welt 1 stehen in Wechselwirkung, sodass beim Lesen eines Buches Gehirnvorgänge entstehen, die wiederrum auf Welt 2 der Gedanken des Lesers wirken
2.Psychophysischer Paralellismus: Jeder Denkvorgang in Welt 2 läuft mit einem Gehirnvorgang in Welt 1 parallel
3. Reiner Physikalismus: Die These, dass es nur eine Welt gibt, nämlich Welt 1 (@content-creat-or ), Welt 2 und 3 existieren einfach nicht
4. Reiner Psychismus/Spiritualismus: Die These, dass nur Welt 2 existiert und Welt 1 nur eine Vorstellung ist.
 
Meiner Ansicht nach können die Welten nur zusammen existieren. Ohne physische Welt keine Gedankenwelt. Sie bedingen einander. Im Buddhismus sind alle 3 Welten nur Ergebnis unseres Bewusstseins. Wir projezieren unsere Wahrheiten und in Wirklichkeit existiert keine von ihnen. Darum soll man auch liebevoll mit allem umgehen was einen umgibt, um dem göttlichen gerecht zu werden.
 
Wir sind von Gott erschaffen und existieren mit Körper, Geist und Seele. Die Dreieinigkeit existiert in uns.
Jeder Mensch hat ein Gehirn was funktioniert, wenn es nicht demoliert wird. Dann gibt es noch das Universum und verschiedene Galaxien. Mehr braucht man nicht zu wissen.
3 Welten gibt es nicht. Alles andere ist unlogisch.
Die Materie allen Seins ist in einer Welt.
 
Die Materie ist nicht unendlich, aber wir sind lediglich Zufall, mehr können wir nämlich nicht wissen. Im Gehirn sind mehr Verknüpfungen angelegt als unsere Galaxie, die Milchstraße, Sterne hat. Die Welt wird nicht durch unsere Vorstellungen von ihr bestimmt, das ist auch auf Ewigkeit versperrt, denn das (religiös empfundene) Geschöpf kann nicht den Zeithorizont durchbrechen. Wir könnten nicht einmal die Intelligenz außerirdischer Lebewesen beurteilen (abgesehen davon, dass Kommunikation aufgrund der riesigen Entfernungen ausgeschlossen wäre), das fällt uns ja schon bei den Tieren schwer, die unter uns stehen, hier gelte es anzuerkennen, dass l'homme machine läuft, Grund ist das Prinzip der Informationsübermittlung (Link), wir sind nach oben und nach unten ab dem Faktor (Zwei / ein Halb) quasi blind. Möglicherweise sind außerirdische Zivilisationen hochreligiös, unsere ist es jedenfalls nicht mehr, konkret in Deutschland haben die atheistischen Nazis alles diesbezügliche durch Missbrauch und Verachtung zerstört, so dass es wenn dann einen ganz neuen religiösen Anfangs bedürfte. Der Gott der Kindheit kann im Erwachsenenalter nicht gehalten werden, denn er ist durchsetzt mit den Interessen und Vorurteilen der Erziehungsberechtigten, man kann ihn aber in eine persönliche Theologie einbauen. Wenn man die kostbare Begabung dazu hat.
 
@Glocki ist mit seinem/ihrem Beitrag eher im Bereich des reinen Psychismus/Spiritualismus

3 Welten gibt es nicht. Alles andere ist unlogisch.
Die Materie allen Seins ist in einer Welt.
Das hingehen könnte man wieder dem reinen Physikalismus zuordnen, wobei:

existieren mit Körper, Geist und Seele
…hier doch eine Trennung vorgenommen wird, man könnte hier auch sagen: Körper ist in der physischen Welt 1 angesiedelt, Seele und Geist irgendwo in Welt 2 und 3.

Ich würde mich eher für eine Psychophysische Wechselwirkung aussprechen. Dass der Mensch von Dingen wie Kunst und Kultur stark beeinflusst wird und das eigene Denken dadurch geprägt wird was wir Lesen, hören, aufnehmen. Dass dies die „Innenwelt“ (2), aber bestimmt auch die geistige Welt (3) formt.
 
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